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Über dieses Buch

Dieser Band setzt sich mit den Grundlagen der energetischen Sanierung auseinander und überführt diese zu einer ganzheitlichen Betrachtung im Quartier. Dazu werden energetische Maßgaben anhand von Behaglichkeitsansprüchen, sozialen Faktoren und ökologischen Auswirkungen angepasst sowie Ausführungs- und Berechnungsempfehlungen gegeben.
Das Buch zeigt dazu die Verbindung von genauen energetischen Simulationen mit der gleichzeitigen Möglichkeit der Behaglichkeitsoptimierung und legt deren Vorteilhaftigkeit dar, um große energetische und soziale Potenziale in Breitenwirkung zu heben. Die notwendigen entwickelten Vereinfachungen beschleunigen die Simulationen und liefern verlässliche Ergebnisse. Dadurch können ganzheitlich vorteilhafte Sanierungsstrategien mit geringer Dämmstärke identifiziert werden, die sich auch bei der Übertragung in eine Quartiersbetrachtung bestätigen lassen. Der Nutzerfokus erleichtert die Sanierungsmaßnahmen und zeigt auch Vorteile bei sozialen, stadtklimatischen, behaglichen und energetischen Zielen. Dies konnte in allen Berechnungsstufen aufgezeigt werden, von der statischen bis hin zur optimierten Quartierssimulation. Hieraus wurde ein Handlungsleitfaden mit Sensitivitäten abgeleitet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Suche nach Schutz ist ein Grundbedürfnis und der Gesetzgeber definiert Schutzziele zur Wahrung der natürlichen Lebensgrundlage sowie der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, die durch das Anordnen, Errichten, Ändern und Instandhalten von baulichen Anlagen nicht gefährdet werden dürfen (MBO § 3). In der Musterverwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen werden die Grundanforderungen an Bauwerke konkretisiert.
David Bewersdorff

Kapitel 2. Energetische Historie und Maßgaben für zu sanierende Gebäude

Zusammenfassung
Die Bewertung energetischer Gebäudesanierungen unterliegt vielfältigen Rahmenbedingungen, die in der öffentlichen und zum Großteil praxisorientierten Diskussion häufig verkürzt dargestellt werden. Dieses Kapitel bietet eine umfassende Darstellung der, in den Diskussionen um die energetische Gebäudesanierung disziplinär relevant gemachten, Faktoren und Beschränkungen. Die nachfolgenden Kapitel fassen zusammen, dass für die energetische Gebäudesanierung zum Teil Maßgaben mit politischem Hintergrund getroffen werden, die zu einer Überreglementierung und deutlichen Verkomplizierung der energetischen Konzepte für Bauherren führen.
David Bewersdorff

Kapitel 3. Einflüsse und Grundlagen energetischer Gebäudesanierungen

Zusammenfassung
Ziel dieses Kapitels ist es, in Ableitung der bisherigen Erkenntnisse systemischer Instrumente zur Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden, deren Notwendigkeit für die vorliegende Ausarbeitung darzustellen und wichtige Punkte herauszuarbeiten. Das heißt, die Modelle und Grundlagen zu entwickeln, die eine nutzerzentrierte Analyse ermöglichen.
David Bewersdorff

Kapitel 4. Diskussion und Bewertung von Sanierungskonzepten

Zusammenfassung
Gebäude unterliegen sehr unterschiedlichen Anforderungen und insbesondere bei deren Sanierung müssen alle in Abbildung 4.1 Effekte bedacht werden.
David Bewersdorff

Kapitel 5. Berechnungen zu Behaglichkeits- und Raumhygienefaktoren

Zusammenfassung
Bereits 1970 wurden von Ole Fanger Untersuchungen zu Behaglichkeitsfaktoren veröffentlicht (FANGER 1972) und damit ein bisher gültiges, auch in DIN EN ISO 7730 (E. I. DIN 2006) verwendetes Bewertungssystem etabliert. Dabei wurden größere Probantengruppen statischen Bedingungen ausgesetzt, bei denen jeweils nur eine Größe geändert wurde, um deren Auswirkung zu quantifizieren. Dazu werden zwei Größen zur Bewertung verwendet, wobei der PMV (Predicted Mean Vote) sowohl zur Wertungsabgabe in den Versuchsreihen genutzt wurde, als auch zur Darstellung der Berechnungsergebnisse aus der entwickelten Behaglichkeitsformel.
David Bewersdorff

Kapitel 6. Statische Potenzialermittlung exemplarischer Einzelobjekte

Zusammenfassung
Die vorherigen Kapitel zeigen, dass Gebäude in Bezug auf energetische, ökologische und behagliche Faktoren ein komplexes System darstellen, bei dem die heutigen Anforderungen nicht alle Anteile gleichmäßig bewerten. Anhand dessen, unterstützt durch die Betrachtungen aus Kapitel , wird mit Hilfe von bisher vorhandenen Bewertungsmodellen (vergl. Kapitel 4.4) eine Potenzialermittlung der behaglichkeitsorientierten Sanierungsmethoden durchgeführt. Durch verschiedene Sanierungsmaßnahmen werden beispielhafte Ein- und Mehrfamilienhäuser aus unterschiedlichen Baualtersklassen analysiert, um sinnvolle Rückschlüsse für die Auswirkungen auf den Wohngebäudebestand und möglichst rentable Objekte zu finden.
David Bewersdorff

Kapitel 7. Systematische Quartiersbetrachtung

Zusammenfassung
Durch die vorherrschende Normierung ist eine Einzelbetrachtung von Gebäuden je Hausnummer oder eines Baukörpers vorgesehen, was zum Teil Interpretationsspielraum liefert, aber hauptsächlich Möglichkeiten energetischer Konzeptvarianz sehr stark einschränkt. Bei einer Gesamtkonzepts-Betrachtung nach EnEV / GEG wird sowohl durch den zu erreichenden Primärenergiebedarf (-faktor) die Anlagentechnik stark vorgegeben, aber auch die Bauteilqualität durch den einzuhaltenden spezifischen Transmissionswärmeverlust oder noch direkter die reine U-Wertvorgaben bei einem Bauteilaustausch.
David Bewersdorff

Kapitel 8. Diskussion der Berechnungsergebnisse

Zusammenfassung
Die Berechnungsergebnisse zeigen welch großes energetisches und behagliches Verbesserungspotenzial bereits durch geringe Dämmstärken und lokal angepasste Konzepte erreicht werden kann. Insbesondere die Breitenwirkung, nicht ausschließlich im energetischen Bereich, sondern eine Behaglichkeitssteigerung in der Fläche, ist in Zeiten von Home-Office und ausgangsbeschränkten Winterzeiten, ein gesamtgesellschaftlicher Gewinn.
David Bewersdorff

Kapitel 9. Impulse für praktische und politische Maßnahmen

Zusammenfassung
Die momentane dämmstoffgetriebene Herangehensweise an Bestandsgebäude konnte als Hindernis und ineffektiver Weg für einen Sanierungsfahrplan aufgedeckt werden. Die hohen Dämmstärken entbehren insbesondere im Bereich der Bestandssanierung jeder Grundlage und führen eher zur Maßnahmenablehnung und Schadensfällen. Eine Gutschrift der weiteren Nutzung bereits vorhandener grauer Energie und Erleichterungen für zu sanierende Gebäude müssen auch bei reinem Bauteilaustausch (EnEV Anlage 3 / GEG Anlage 7) angerechnet werden, um so Sanierungshemmnisse zu verringern, in der Breite eine maßgebliche Energieeinsparung erreichen zu können sowie die Konzeptoffenheit für die Anpassung an städtische Belange und Gebäudeeigenheiten zu erlauben
David Bewersdorff

Backmatter

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