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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Zusammenfassung
In seinem Werk zur Bankbilanzanalyse beklagte Fischer1) bereits vor über 30 Jahren die mangelnde wissenschaftliche Behandlung bankbilanzanalytischer Fragestellungen in der bankbetriebswirtschaftlichen Literatur. Im Gegensatz dazu konstatierte er für die allgemeine betriebswirtschaftliche Literatur die Existenz zahlreicher Werke, die sich mit dem materiellen Inhalt von Jahresabschlüssen in theoretischer oder analytischer Form auseinandersetzten. An diesem Mißverhältnis hat sich bis heute nichts grundlegendes geändert. Im Gegenteil: Die allgemeine betriebswirtschaftliche Literatur zu bilanztheoretischen und bilanzanalytischen Fragestellungen ist kaum mehr überschaubar, während Fragen der Analyse von Jahresabschlüssen der Banken — nimmt man die Zahl der Literaturbeiträge als Indikator — in der bankbetriebswirtschaftüchen Literatur2) anscheinend kaum Interesse erwecken.
Herbert Bäsch

Erstes Kapitel. Grundlagen eines jahresabschlußanalytischen Untersuchungssystems

Zusammenfassung
Mit dem Modellbegriff werden stets zwei Systeme und die zwischen ihnen bestehenden Relationen angesprochen: Das darzustellende, zu erklärende oder zu gestaltende Objektsystem (Original), dem ein anderes, den jeweiligen Untersuchungszwecken dienendes System (Modell) zugeordnet ist.1) Modelle können dementsprechend ganz allgemein definiert werden als „kognitive, sprachliche oder materiale Abbildungen von Objektsystemen, wobei bestimmte, von der Art des Originals und des Abbildungsmittels abhängige Ähnlichkeitserfordernisse erfüllt sind“;2). Modelle sind demnach zwar Repräsentationen, aber sie repräsentieren ihre Originale in der Regel nur für bestimmte (erkennende und/oder handelnde) Subjekte, und zwar innerhalb bestimmter Zeitspannen sowie unter Einschränkung auf bestimmte Operationen. Die Modellerstellung unterliegt mithin dem Frageschema: „Modell wovon, von wem (bzw. für wen), wann und wozu?“; Oder anders ausgedrückt: „X ist Modell des Originals Y für den Verwender k in der Zeitspanne t bezüglich der Intention Z.“;3) Der Einbezug sog. Modellsubjekte erfolgt hierbei, um die Modellanalyse auch unter pragmatischen Gesichtspunkten zu beleuchten, d.h. um die verhaltenssteuernde Wirkung zu erwähnen, die ein Modell auf die Modellsubjekte ausüben kann. Hervorzuheben ist darüber hinaus, daß unmittelbar in die Konstruktion von Modellen subjektspezifische Wertungen und Zielinhalte einfließen.4)
Herbert Bäsch

Zweites Kapitel. Neue Rechnungslegungsvorschriften zum Einzelabschluß der Banken als definitorische Rahmenbedingungen der Jahresabschlußanalyse

Zusammenfassung
Während in der Vierten EG-Richtlinie nach den Art. 8 bis 10 für die Handelsbilanzen wahlweise Konto- oder Staffelform vorgesehen sind, hat sich der bundesdeutsche Gesetzgeber in § 266 HGB für die auch schon im AktG. von 1965 vorgesehene Kontoform entschieden.
Herbert Bäsch

Drittes Kapitel. Die Bilanzpolitik der Banken als variable Rahmenbedingung der Jahresabschlußanalyse

Zusammenfassung
„Jede Bilanz ist bilanzpolitisch, d.h. interessenbezogen gestaltet; die eo ipso richtige oder wahre Bilanz ist eine Illusion.“;1) M.a.W.: Jahresabschlüsse sind keineswegs zufällige Momentbilder der wirtschaftlichen Unternehmenslage am Bilanzstichtag, sondern vielmehr in hohem Maße von bilanzpolitischen Erwägungen beeinflußt.2) Würden Jahresabschlüsse hingegen nur auf einem Prämissensystem basieren, das aus den gesetzlichen Rechnungslegungsnormen und den GoB besteht und in dem die Wertansätze für die Jahresabschlußposten einwertig determiniert wären, könnte eine Jahresabschlußanalyse leicht durchgeführt werden. Da in der Realität aber die Ziele und Interessen der Bilanzierenden als variable Prämissen des Jahresabschlusses berücksichtigt werden müssen, der Außenstehende über ihren Inhalt aber in der Regel keine Informationen erhält, ist er nicht in der Lage, aus dem Jahresabschluß eindeutige Aussagen abzuleiten.3)
Herbert Bäsch

Viertes Kapitel. Analyse von nach den neuen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Jahresabschlüssen der Universalbanken

Zusammenfassung
Die Jahresabschlußanalyse läßt sich charakterisieren als ein komplizierter Erkenntnisgewinnungsprozeß, der umfangreiche Maßnahmen der Informationsgewinnung, -Verarbeitung und -bewertung erfordert. Die Vielschichtigkeit der Aufgabenstellung verlangt vom Analytiker ein planmäßiges Vorgehen. Die Jahresabschlußanalyse kann deshalb auch als ein nach bestimmten Regeln und Grundsätzen geordnetes Verfahren bezeichnet werden, dessen Ausgangspunkt ein präzise formuliertes Untersuchungsziel sein sollte, damit die analytischen Maßnahmen zweckgerichtet und wirtschaftlich durchgeführt werden können.1) Die durchzuführenden Aktivitäten lassen sich in die Phasen der Aufbereitung und Auswertung des Analysematerials unterteilen.2) „Die Aufbereitungsphase umfaßt alle Maßnahmen, die darauf gerichtet sind, aus dem verfügbaren Informationsmaterial die als entscheidungsrelevant erachteten Daten zu ermitteln, die Auswertungsphase ist dadurch bestimmt, daß die erarbeiteten Daten in ein Urteil über das Unternehmen bzw. in eine Entscheidung umgesetzt werden.“;3) Zuvor ist jedoch noch kurz auf das jahresabschlußanalytische Instrumentarium einzugehen.
Herbert Bäsch

Schlußbemerkungen

Zusammenfassung
Abschließend bleibt zu betonen, daß die wirtschaftliche Lage einer Bank — wie bei kaum einem anderen Unternehmen — von gesamtwirtschaftlichen Einflußfaktoren und der Geld- und Kreditpolitik der Zentralnotenbank abhängt. Veränderungen einzelner Jahresabschlußpositionen oder gar der Struktur des Jahresabschlusses können daher nicht allein auf bankbetriebliche Ursachen zurückgeführt werden. Aus diesem Grund forderte bereits Leitner:„Die Kritik der Bankbilanzen hat deshalb in besonderem Maße das volkswirtschaftliche Milieu zu berücksichtigen, dem der zu beurteilende Abschluß entstammt“;1).
Herbert Bäsch

Errata to: Analyse von nach den neuen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Jahresabschlüssen der Universalbanken

Ohne Zusammenfassung
Herbert Bäsch

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