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Über dieses Buch

Golo M. Bartsch betrachtet die sicherheitspolitischen Auswirkungen des Klimawandels in der Arktis auf in der deutschsprachigen Forschung bislang einmalige Weise. Aus einem interdisziplinären Blickwinkel verbindet er aktuelle natur- und gesellschaftswissenschaftliche Erkenntnisse zum tiefgreifenden Wandel des Hohen Nordens miteinander und vergleicht politische Strategien der acht Anrainerstaaten, der NATO und der EU. So zeigt sich die Arktis derzeit auch im Angesicht zunehmender Militärpräsenz und stagnierender Beziehungen zwischen den westlichen Anrainern und Russland als eine eher von friedlicher Kooperation als von Konflikt geprägte Weltregion.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Warum die Arktis?

Zusammenfassung
Keine Region der Welt verändert momentan ihr Angesicht im Zuge der globalen Erwärmung so unwiderlegbar wie die Nordpolarregion. Wo noch vor wenigen Jahrzehnten eine ganzjährig fast durchgängige Decke schwimmenden Eises das Meer zwischen Alaska, Kanada, Grönland, Skandinavien und Russland bedeckte, werden wahrscheinlich bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts in den Sommermonaten immer größere Wasserflächen weitgehend eisfrei und auch ohne aufwändige Eisbrecherbegleitung schiffbar sein.
Golo M. Bartsch

2. Klimawandel, Sicherheit und Strategie

Zusammenfassung
Ein erster Einstieg in die Suche nach einer genauen Definition von „Klimawandel“ ist recht unkompliziert vollzogen: Umweltveränderungen jedweder Art sind naturwissenschaftlich beobachtbare Erscheinungen, und so lässt sich auch der Klimawandel anhand physikalischer Gesetzmäßigkeiten und meteorologischer oder geologischer Forschungserkenntnisse näher beschreiben. Klimatische Veränderungen können sich aus Änderungen der Energiebilanz des Planeten Erde unter Einwirkung der Sonne ergeben. Grundsätzlich besteht ein Gleichgewicht zwischen der auf die Erdoberfläche einstrahlenden und der von ihr reflektierten Sonnenwärme.
Golo M. Bartsch

3. Präzedenzfall Arktis? Die Nordpolarregion heute

Zusammenfassung
In der geografischen Alltagswahrnehmung der Bürger Mitteleuropas konnten die Polarregionen der Erde bisher als „Randerscheinungen“ im wahrsten Sinne des Wortes charakterisiert werden. Dies ist mehr als nur ein Wortspiel: Tatsächlich ist etwa in Deutschland ihre tagespolitische Relevanz im Allgemeinen so gering, dass die Nord- und Südpolareale auf den Weltkarten der abendlichen Nachrichtensendungen zumeist gar nicht erst verzeichnet sind. Was aber macht die Arktis jenseits der Tatsache, dass sie in der menschlichen Wahrnehmung – wenn überhaupt – nur als oberer Rand der Weltkarte, oder in bildlicher Vorstellung als lebensfeindliche Eiswüste existiert, geografisch und historisch aus? Bereits ihre exakte Ortsbestimmung ist ein wenig problematisch, da abhängig von der jeweiligen wissenschaftlichen Disziplin gleich mehrere Definitionen möglich sind.
Golo M. Bartsch

4. Klimawandel und Sicherheit: Arktisstrategien im Vergleich

Zusammenfassung
Kanada ist der flächenmäßig größte westliche Anrainer und führte von 2013 bis zum Frühjahr 2015 den Vorsitz des Arktischen Rates. Seine Arktispolitik ist von einem Dreiklang aus selbstbewusstem nationalem Anspruchsdenken, traditionell großem Engagement in bi- und multilateralen Kooperationen und dem Bekenntnis zur Wahrung internationalen Rechts bestimmt. Auch zeigt sich in ihr die ganze Bandbreite außen- und innenpolitischer Themenfelder, die einen Arktisbezug besitzen und politischer Berücksichtigung bedürfen können.
Golo M. Bartsch

5. Arktische Sicherheit am Beginn des Anthropozäns

Zusammenfassung
Dieses Buch hatte das Ziel, die Implikationen der derzeitigen Situation in der Arktis für das Verständnis des Verhältnisses von Klimawandel und Sicherheit herauszuarbeiten. Wie eingangs definiert, ist sein Selbstverständnis dabei ein sicherheitspolitisch fokussiertes. Daher mag es ein wenig überraschen, an seinem Ende zu dem Schluss zu kommen, dass der behandelte Untersuchungsgegenstand von den beteiligten Akteuren bislang nur in recht begrenztem Ausmaß überhaupt als ein sicherheitspolitisches Problem wahrgenommen wird. In Bezug auf das Konfliktrisiko im Hohen Norden hatte die hiesige Auswertung der Arktisstrategien zunächst den Nebeneffekt, dass die grundsätzliche Unwahrscheinlichkeit einer militärischen Eskalation zwischenstaatlicher arktischer Spannungen, die zuvor bereits andere Autoren betonten, einmal mehr eindeutig bestätigt werden konnte.
Golo M. Bartsch

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