Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Der Einsatz der Finanzpolitik zur Konjunktursteuerung

Zusammenfassung
Wirtschaftliche Entwicklung verläuft nicht gradlinig bzw. kontinuierlich, sondern wellenförmig bzw. diskontinuierlich. Daraus ergibt sich für den Staat die Notwendigkeit, Wirtschaftspolitik in der speziellen Ausformung der Konjunkturpolitik zu betreiben. Besonders bemerkenswert ist dabei, daß diese Schwankungen im Wirtschaftsablauf in einigermaßen zyklischen Bewegungen ablaufen, die sich aus einer Aufschwungphase und einer Abschwungphase zusammensetzen. Dieses Phänomen läßt sich seit langem in allen Industriegesellschaften beobachten. So ist auch die wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in konjunkturellen Zyklen abgelaufen, die in einer Durchschnittsrechnung eine Länge von etwa 4 Jahren hatten.
Manfred Lahnstein

Globalsteuerung und Wachstumspolitik

Anmerkungen zur wirtschaftspolitischen Lage 1979
Zusammenfassung
Wissenschaft, Wachstum, Fortschritt: Die Faszination dieser Begriffe hat abgenommen. Nach einer Silvester-Umfrage der Zeitschrift „Stern“ (vom 27. Dezember 1978) glauben nur noch 34 Prozent der Befragten an den Fortschritt, die sinkende Tendenz ist ungewöhnlich stark (1972 waren es 60%, 1975 noch 48% und 1977 nur mehr 39%). Das wissenschaftliche Ansehen der Nationalökonomie erreichte nie das Prestige der Naturwissenschaften; nicht erst seit den Ratespielen um Prognoseprozente galt sie allenfalls soviel wie die wetterwendische Meteorologie. Aber auch das Vertrauen in die wissenschaftliche Eindeutigkeit der Naturwissenschaften ist der Öffentlichkeit in der Ökologiediskussion, insbesondere bei der Auseinandersetzung über Kernkraftwerke, zunehmend erschwert worden. Schließlich hat das öffentlich geführte Streitgespräch unter den Medizinern im Publikum Zweifel an der wissenschaftlichen Unfehlbarkeit genährt. Zusammengenommen erklärt dies einen guten Teil der Wendung vom rationalen Argument zur emotionalen Emphase, vom Vertrauen in die Machbarkeit zum Glauben an die Magie, vom politischen Engagement zum alternativen Leben.
Werner Meißner

Wenn die Lebensgeister trübe werden

Zusammenfassung
Im Duden, dem bekanntesten Nachschlagewerk der deutschen Gegenwartssprache mit bislang 17 stets erweiterten Auflagen, stehen sie nicht: Die Wörter, die seit Jahren die Spalten der Zeitungen überwimmeln und die Reden aller Politiker spicken. Den Dudengelehrten, die sonst von Aa (Duden: „Kindersprache: feste menschliche Ausscheidung“) bis Zytostoma (Duden: „Zellmund der Einzeller”) alles sammeln und deuten, was leicht oder schwer über deutsche Zungen kommt, sind Vokabeln wie „Wirtschaftswachstum“, „Arbeitslosenquote“, „Lebenshaltungskosten“ bislang entgangen. Daß es ein „Bruttosozialprodukt“ gibt und ein „Preisniveau“ und wie die Wörter getrennt, gebeugt und geschrieben werden, entdeckten die Fachleute für das derzeit gesprochene Deutsch erst in ihrer vorletzten Ausgabe.1
Renate Merklein

Leiden wir an der Marktwirtschaft oder an der Wirtschaftspolitik?

Zusammenfassung
Seit der Währungsreform von 1948 hat Deutschland ein wohl beispielloses Wirtschaftswachstum hinter sich, das mit vollem Schwung reichlich zwanzig Jahre gedauert hat. Es war eine Zeit fortgesetzter, starker Beschäftigungszunahme. Zunächst im Durchschnitt der fünfziger Jahre, erhöhte sich das reale Bruttosozialprodukt um jährlich knapp 8%. Bei dieser sehr stolzen Rate sollte jedoch der niedrige Ausgangspunkt berücksichtigt werden. Zwischen 1960 und 1969 betrug das wirtschaftliche Wachstum etwa 5% pro Jahr. Mit diesem wirtschaftlichen Aufstieg ragte Deutschland, allein von Japan übertroffen, im internationalen Vergleich deutlich heraus.
Kurt Richebächer
Weitere Informationen