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Über dieses Buch

Wer wirkungsvoll lernen will, findet in diesem Buch die richtige Lernmethode für seinen Lernstoff. Jede Lerntechnik wird so beschrieben, dass man sie direkt anwenden kann. Ihre Wirkungsweise wird auf dem Hintergrund der Gedächtnispsychologie erklärt und ihre Wirksamkeit anhand von wissenschaftlichen Studien bewertet. Hinweise zur erfolgreichen Prüfungsvorbereitung sind ebenso enthalten wie Hilfen zum Umgang mit der Angst vor Misserfolgen und mit Lernblockaden.

Die vorliegende 10. Auflage ist aktualisiert und enthält ein neues Kapitel zum "Lernen im Alltag".

Die Autoren

Werner Metzig und Martin Schuster sind Psychologen, die bis zu ihrer Pensionierung als Akademischer Rat bzw. Professor an der Universität zu Köln tätig waren.

Stimmen zum Buch:

Metzig und Schuster ... geben einen umfassenden und aktuellen Überblick über die Befunde der Lern- und Gedächtnispsychologie, beschreiben effektive Lerntechniken und zeigen mit Alltags-Beispielen ihre praktische Relevanz. ekz-Informationsdienst 3/2010

Außerdem gibt das sehr flüssig geschriebene und gut zu lesende Buch viele nützliche Tipps, wie man das Lernen organisiert und Prüfungsangst und Lernblockaden überwindet. ... Ein Buch, das man sich möglichst schon im ersten Semester zulegen sollte. Studium 86/2010

Effektive Lerntechniken werden mit Hilfe von Alltags-Beispielen plausibel erläutert und neue Informationen zur Lernmotivation machen das Buch zu einer echten Hilfe für Schüler und Studenten. lehrbibliothek.de 2/2011

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Wie das Gedächtnis arbeitet

Zusammenfassung
Das erste Kapitel enthält eine knappe Darstellung der Gedächtnispsychologie. Leser, die kurz vor einer Prüfung stehen oder aus anderen Gründen sehr schnell von den Ratschlägen des Buches profitieren wollen, können die Grundlagen, die zum Verständnis der Lerntechniken benötigt werden, oder die Berichte über die wissenschaftliche Bewährung der Lerntechniken überschlagen. Der optimale Nutzen des Buchs kann aber erst gewonnen werden, wenn auch die erklärenden Passagen studiert werden. Textstellen des Buches, die konkrete Hinweise und Handlungsanweisungen zur Verbesserung des Lernens geben sind besonders gekennzeichnet.
Werner Metzig, Martin Schuster

Kapitel 2. Organisation des Lernprozesses

Zusammenfassung
Lernen findet unter mehr oder weniger günstigen Bedingungen statt. Wesentlich sind Arbeitsort, die Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeitszeit. Es werden grundlegende Lernaktivitäten wie die Reduktion oder Elaboration von Informationen beschrieben. Auf Lernkontrollstrategien und effektives Üben wird besonders eingegangen. Die affektive Hemmung weist auf mögliche störende Einflüsse auf den Lernprozess hin.
Werner Metzig, Martin Schuster

Kapitel 3. Motivation zum Lernen

Zusammenfassung
Schwerpunktmäßig gibt das vorliegende Buch Hinweise darauf, wie Lernen effektiv gestaltet werden kann. Damit sind die verschiedenen Lernstrategien gemeint, die hier ausführlich behandelt werden.
Am allerwichtigsten ist: Der Lernende muss bereit sein, die Arbeit des Lernens auf sich nehmen und sich Leistungssituationen zu stellen. Er muss durch ein inneres Bedürfnis oder durch äußere Anregungen oder Zwänge zum Lernen angeregt werden. Auf diesen Aspekt gehen wir im vorliegenden Kapitel ein.
Werner Metzig, Martin Schuster

Kapitel 4. Bildhafte Vorstellungen als Gedächtnisklammern

Zusammenfassung
Bilder oder visuelle Vorstellungen können leicht und dauerhaft gespeichert werden. Versuchspersonen waren in erstaunlichem Maß fähig, aus einer Gesamtmenge von 10.000 Bildern diejenigen wiederzuerkennen, die vorher gezeigt worden waren (Standing 1973).
Seit Ebbinghaus (1885) galt als unumstrittene Tatsache, dass die Erinnerungsleistung mit dem Zeitintervall nach dem ursprünglichen Lernen abnimmt. Für bildhaftes Lernmaterial gilt das nicht. Werden nach dem ursprünglichen Lernen einige Wiedergabeversuche unternommen, steigt die Reproduktionsleistung mit der Zeit sogar an!
Die Vorteile bildhafter Speicherung von Information nutzen die in diesem Kapitel dargestellten Gedächtnistechniken.
Werner Metzig, Martin Schuster

Kapitel 5. Lerntechniken für Namen, Abkürzungen und Zahlen

Zusammenfassung
Die Klangähnlichkeit führt zu einem gesuchten Wort; so kann man sich die lernerleichternde Wirkung von Gedichten und Reimen vorstellen, bei denen das letzte Wort der Zeile wiederum hilft, sich an das letzte Wort der folgenden Zeile und deren Sinn zu erinnern. Die Bedeutung scheint das bevorzugte Format, die Einheit zu sein, in der ein Gedächtnisinhalt gespeichert ist. Aber oft haben Informationen eben keine Bedeutung oder keine allzu leicht unterscheidbare Bedeutung, sodass die Einordnung in ein System von Bedeutungen schwerfällt. Deshalb lassen sich Namen, Abkürzungen und Zahlen eher nach dem Wortklang oder auch bildhaft lernen.
Werner Metzig, Martin Schuster

6. Ordnungen des Wissens

Zusammenfassung
Das Langzeitgedächtnis lässt sich mit einer sehr großen Bibliothek, die über fast unbegrenzt viele Stellplätze für Bücher verfügt, vergleichen. Wenn der Benutzer auf der Suche nach einem bestimmten Buch nun alle Regale durchsehen müsste, würde er u. U. Wochen und Monate benötigen, bis er es gefunden hätte. Eine solche Bibliothek wäre ziemlich nutzlos. Deshalb verfügen große Bibliotheken über eine Ordnung, die festlegt, an welchem Platz ein Buch eingestellt werden muss und was der Benutzer zu tun hat, um ein Buch, das er sucht, schnell zu finden. Auch das Langzeitgedächtnis muss über ein Ordnungssystem verfügen, es wäre anders nicht zu erklären, dass Menschen in der Lage sind, aus der großen Menge der gespeicherten Informationen sehr schnell und relativ zuverlässig eine ganz bestimmte abzurufen.
In diesem Kapitel werden verschiedene Lernstrategien beschrieben, die sichern, dass Lernstoff richtig eingeordnet und sicher wieder abgerufen werden kann.
Werner Metzig, Martin Schuster

Kapitel 7. Tiefe der Verarbeitung

Zusammenfassung
In 1972 und 1990 veröffentlichten Beiträgen stellen Craik und Lockhart das Dreispeichermodell des Gedächtnisses in Frage und setzen anstelle der drei Speicherstufen ein Kontinuum, das Kontinuum der „Tiefe der Verarbeitung“ (+ depth of processing,processing hier im Sinne von Informationsverarbeitung).
„Tief“ verarbeitete Informationen werden besser gelernt. Es werden Strategien vorgestellt, die die Verarbeitungstiefe sichern, z. B. indem für den Lernstoff eine subjektive Bedeutung gesucht wird.
Werner Metzig, Martin Schuster

Kapitel 8. Lernen durch Analogiebildung

Zusammenfassung
Das menschliche Weltverständnis vollzieht sich ganz grundlegend durch Analogiebildungen, d. h. durch den ständigen Bezug zu Ähnlichem, bereits Bekanntem.
Am Beispiel „Stromkreis“ wird die Funktionsweise einer Analogie veranschaulicht. Es wird gezeigt, wie geeignete Analogien für unterschiedliche Wissensbereiche gefunden werden können. Stellen Sie sich vor, Sie sollen in einer Quizsendung klarmachen, was man unter dem Wort „Yeti“ versteht. Man würde sagen: „Es ist ein Mensch, der im Schnee lebt. Er ist aber größer und hat möglicherweise eine andere Fußform und ein weißes Fell.“ Es wird also die Analogie „Er ist wie ein Mensch“ verwendet. Dann kann zur weiteren Erklärung das gesamte Gegenstandswissen vom Menschen verwendet werden, ja es können beim Hörer darüber hinaus auch weitere Schlüsse gezogen werden, z. B. dass er vielleicht eine Schneekartoffel isst. Sicher scheint, dass er etwas isst und auch trinkt.
Eine Analogie setzt einen Wissensbereich mit einem anderen Wissensbereich bezüglich seiner Funktion, seiner Struktur oder seiner Elemente in eine Ähnlichkeitsbeziehung.
Werner Metzig, Martin Schuster

Kapitel 9. Lernen im Alltag

Zusammenfassung
Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Lernpsychologie basieren überwiegend auf experimentellen Untersuchungen unter streng kontrollierbaren Bedingungen. Das ist notwendig, um sie wiederholen und damit überprüfen zu können.
Werner Metzig, Martin Schuster

Kapitel 10. 10 Lernen, Angst und Kränkung

Zusammenfassung
Lernen kann mit Gefühlen von Glück und Zufriedenheit verbunden sein. Ja, es kann sich so etwas wie ein Gipfelerlebnis (flow) einstellen, das das Lernen sogar zu einer intensiven Glückserfahrung werden lässt (Csikszentmihalyi 1985). Dies darf nicht vergessen werden, wenn Angst und Kränkungen im Zusammenhang mit dem Lernen behandelt werden. Nur im Fall von Angst und Frustration ergibt sich ein Handlungsbedarf, und daher stehen diese Gefühle im Folgenden im Vordergrund.
In extremen Fällen wird eine Psychotherapie erforderlich sein. Oft ist es aber möglich, mit Hilfe der in diesem Kapitel vorgestellten Strategien die Angst auf ein Maß zu reduzieren, das den Lernprozess eher unterstützt als behindert.
Hier ist aber nicht nur das Individuum therapiebedürftig, sondern auch die Normen und Werte der Gesellschaft sind zu reflektieren.
Werner Metzig, Martin Schuster

Kapitel 11. Lernprodukte und Nützliches im Internet

Zusammenfassung
Immer mehr wird das selbstständige und selbst gesteuerte Lernen durch Lernprodukte unterstützt. Solche Programme können durch die Möglichkeiten der Computer interaktiv auf den Lernenden reagieren und immer stärker Funktionen von Lehrern ersetzen. Ein Buch das beim selbstständigen Lernen hilft, muss diese Möglichkeiten also auch in den Blick nehmen.
Werner Metzig, Martin Schuster

Kapitel 12. Lernen aus Büchern, lernen im Leben

Zusammenfassung
Täglich werden ohne jede Lernabsicht viele Informationen gespeichert. Im Vergleich dazu wirken die Menge und die Genauigkeit der aus Lehrbüchern wiedergegebenen Information bescheiden. Auf welche Unterschiede zwischen der natürlichen Information und der Lehrbuchinformation ist dies zurückzuführen?
Natürlich erfolgt die Speicherung von Lebensereignissen fast immer auch bildhaft. Die optische Wahrnehmung ist auch bei Ereignissen, die überwiegend akustischer Natur sind, beteiligt.
Werner Metzig, Martin Schuster

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