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10.04.2013 | Marketing + Vertrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Besserer Markenschutz durch innovative Markenformen

Autor:
Anja Schüür-Langkau
1:30 Min. Lesedauer

Die EU will Marken künftig besser vor Produktpiraten und Fälschungen schützen. Doch reichen die Initiativen allein nicht aus. Auch die Unternehmen selbst müssen sich zukünftig noch intensiver um den Schutz ihrer Marken kümmern. Neue Markenformen bieten dazu deutlich erweiterte Möglichkeiten.

Durch gefälschte Markenartikel müssen europäische Unternehmen jährlich Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe hinnehmen. Allein im vergangenen Jahr zog der Zoll laut Bilanz der deutschen Zollverwaltung gefälschte Waren im Wert von 127,4 Millionen Euro aus dem Verkehr. Mit einer geplanten Neufassung der Markenrichtlinie will die EU es Unternehmen künftig erleichtern, ihr geistiges Eigentum besser zu schützen, berichtet das Handelsblatt. Zum einen soll die Registrierung einer Marke beim Europäischen Markenamt günstiger werden. Zum anderen liefert die Markenrichtlinie „dem Zoll die rechtliche Grundlage, um diese Waren aus dem Verkehr zu ziehen,“ so Jürgen Creutzmann, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP im EU-Parlament gegenüber dem Handelsblatt.

Wirksamer Schutz gegen Missbrauch

Auch wenn mit diesen Maßnahmen das Problem der Produktpiraterie kaum gestoppt werden kann, ist der Markenschutz heute wichtiger denn je. Denn wer darauf verzichtet, hat es schwer gegen Missbrauch vorzugehen. Generell ist die Marke für Unternehmen ein unentbehrliches Marketingtool. Wie sich Marken schützen lassen und was dabei zu beachten ist, erläutert Paul Steiner in seinem Beitrag „Markenrecht“.

Generell lassen sich konventionelle und neue Markenformen definieren und entsprechend schützen. Zu den konventionellen Markenformen zählen unter anderem Wortmarken, Bildmarken, Hörmarken, 3D-Marken und Kennfadenmarken. Zu den neuen Markenformen gehören Tastmarken, Geruchsmarken, Lichtmarken, Geschmacksmarken und Bewegungsmarken. Dabei eignen sich die neuen Markenformen besonders für internationale Marken im weltweiten Einsatz.

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