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Über dieses Buch

Diese grundlegende Einführung in die Mikroökonomik ist als vorlesungsbegleitende Lektüre ebenso wie zum Selbststudium geeignet. Auf der Basis der Haushaltstheorie (Teil I) und der Unternehmenstheorie (Teil II) werden das Modell der vollständigen Konkurrenz und das erste Wohlfahrtstheorem (Teil III) erläutert. Weiterhin werden die Marktformen Monopol und Oligopol (letzeres auf Basis der Spieltheorie) dargestellt (Teil IV). Das Buch schließt mit einer Behandlung externer Effekte und öffentlicher Güter (Teil V). Durch die enge Verzahnung von Lehrtext und Übungsaufgaben (mit Lösungen) werden die Studierenden motiviert, sich aktiv mit dem Lehrstoff auseinander zu setzen. Zahlreiche Übersichten und Abbildungen dienen dem leichteren Verständnis.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

A. Einführung

Zusammenfassung
Die Mikroökonomik hat die Entscheidungen einzelner Menschen (z. B. Kaufentscheidungen, Investitionsentscheidungen, Wahlentscheidungen) und das Zusammenwirken dieser Entscheidungen auf Märkten (mittels Preisen), in Organisationen (mittels Hierarchien) und in politischen Institutionen (mittels Abstimmungen) zum Gegenstand. Mithilfe der Mikroökonomik versucht man, Kooperations- und Konfliktsituationen zu beschreiben, zu analysieren und zu bewerten. Im Rahmen der in diesem Buch präsentierten Mikroökonomik geht es vorrangig um die Behandlung „wirtschaftlicher“ Sachverhalte, insbesondere um die Analyse von Märkten.
Harald Wiese

Haushaltstheorie

Frontmatter

B. Das Budget

Zusammenfassung
Wir entwickeln die Budgettheorie für zwei verschiedene Fälle. In Abschnitt B.1 bezeichnen wir als Budget das Einkommen oder den Geldbetrag m eines Haushalts, mit dessen Hilfe bestimmte Güter gekauft werden können. Im dann folgenden Abschnitt ist das Budget als Anfangsausstattung gegeben. Dies bedeutet, dass der Haushalt ein bestimmtes Güterbündel besitzt. In beiden Fällen (Budget als Geldeinkommen und Budget als Anfangsausstattung) nennt man auch die Menge der Güterbündel, die mithilfe des Geldeinkommens bzw. mithilfe der Anfangsausstattung erstanden werden können, Budget oder Budgetmenge.
Harald Wiese

C. Präferenzen, Indifferenzkurven und Nutzenfunktionen

Zusammenfassung
Im vorangegangenen Kapitel haben wir das Budget analytisch und graphisch bestimmt. Damit haben wir eine Antwort auf die Frage gegeben: Welche Güterbündel kann sich der Haushalt leisten? In diesem Kapitel geht es um die Frage: Welche Güterbündel zieht er anderen Güterbündeln vor? Ein anderes Wort für vorziehen ist präferieren. Wir wollen in diesem Kapitel also die Präferenztheorie vorstellen.
Harald Wiese

D. Das Haushaltsoptimum

Zusammenfassung
Nachdem wir in Kap. B das Budget und in Kap. C die Präferenzen analysiert haben, können wir uns nun dem Haushaltsoptimum zuwenden. Wir werden dies für einige ausgewählte Nutzenfunktionen durchführen. Das allgemein angewandte Optimierungsverfahren wird in einem Exkurs behandelt. Am Ende dieses Kapitels drehen wir die Vorgehensweise in zweifacher Hinsicht um: In Abschnitt D.6 werden die Präferenzen durch die gewählten Güterbündel näher bestimmt. Und im Abschnitt D.7 fragen wir nach dem Einkommen, das zur Erreichung eines vorgegebenen Nutzenniveaus notwendig ist.
Harald Wiese

E. Komparative Statik

Zusammenfassung
Komparative Statik im Rahmen der Haushaltstheorie bedeutet die Untersuchung, wie das Haushaltsoptimum von Preisen, Geldeinkommen oder Anfangsausstattungen beeinflusst wird.
Harald Wiese

F. Entscheidungen über Arbeitsangebot und Sparen

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln haben wir die Haushaltstheorie für beliebige Güter 1 und 2 entwickelt. In diesem Kapitel geht es um die Anwendung der Haushaltstheorie auf das Arbeitsangebot des Haushalts (Abschnitt F.1) und auf seine Sparentscheidung (Abschnitt F.2). Die Hauptarbeit in diesem Kapitel besteht im Aufstellen der jeweiligen Budgetgleichung, der Rest ist unmittelbare übertragung des bisher Gelernten.
Harald Wiese

G. Unsicherheit

Zusammenfassung
Die Ergebnisse der vorangegangenen Kapitel beruhen auf der Annahme, dass vollkommene Information über sämtliche entscheidungsrelevanten Parameter vorliegt. So wurde in den Ausführungen zum Haushaltsoptimum unterstellt, dass der Haushalt sein Budget m sowie die Güterpreise p 1 und p 2 kennt und in Abhängigkeit davon das nutzenmaximale Güterbündel wählt.
Harald Wiese

H. Marktnachfrage und Erlöse

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln wurde die Haushaltstheorie dargestellt. Ein Hauptergebnis der Haushaltstheorie ist die Bestimmung des Haushaltsoptimums. In unserem Modell hängt die nachgefragte Menge vom Preis des betrachteten Gutes, vom Preis anderer Güter und vom Einkommen bzw. der Anfangsausstattung ab. Wir konzentrieren uns in diesem Kapitel allein auf die Abhängigkeit vom eigenen Preis. In Abschnitt E.1 haben wir gezeigt, wie die individuellen Nachfragefunktionen und deren graphische Veranschaulichung, die Nachfragekurven, hergeleitet werden können. In diesem letzten Kapitel des Teils I des Lehrbuches sollen die individuellen Nachfragefunktionen zur Marktnachfragefunktion aggregiert werden. Unter der Annahme spezieller Formen der Marktnachfragekurve werden wir verschiedene Kennziffern für diese Kurven wiederholen (z. B. die Preiselastizität der Nachfrage), neu einführen (z. B. Grenzerlös) und zueinander in Beziehung setzen. Dabei schließen wir den Fall aus, dass die Nachfragekurve eine positive Steigung hat. Wir gehen also davon aus, dass das Phänomen nicht-gewöhnlicher Güter, falls es denn bei einzelnen Haushalten auftreten sollte, nicht auf die aggregierte Nachfragefunktion durchschlägt.
Harald Wiese

Unternehmenstheorie

Frontmatter

I. Produktionstheorie

Zusammenfassung
Die Grundlage der Unternehmenstheorie ist die Produktionstheorie. Um ein bestimmtes Gut erzeugen zu können, müssen andere Güter bereitgestellt und eingesetzt werden. Will man beispielsweise Getreide produzieren, so muss man die Güter Boden, Saatgetreide, Ackergerätschaften und Arbeitskräfte einsetzen. Man spricht bei den für die Produktion eines Gutes eingesetzten Gütern von Produktionsfaktoren bzw. Inputfaktoren. Oft wird das Endprodukt einer Produktion bzw. einer Produktionsstätte als Output bezeichnet. Produktionsstätten können Unternehmen, Universitäten etc. sein. Aufgabe einer Produktionsstätte ist es, die Inputfaktoren in geeigneter Weise zu kombinieren (siehe Abb. I.1). In der Mikroökonomie werden die Produktionsstätten vereinfacht durch ihre Produktionsfunktion dargestellt. Diese wird in Abschnitt I.1 eingeführt. Die folgenden Abschnitte erkunden das Produktionsgebirge durch unterschiedliche Faktorvariationen. Dadurch werden Begriffe wie Grenzprodukt oder Skalenelastizität erklärbar.
Harald Wiese

J. Kosten

Zusammenfassung
Nachdem wir im vorangegangenen Kapitel die Produktionsfunktionen eingeführt und untersucht haben, leiten wir in diesem Kapitel aus der Produktionsfunktion die Kostenfunktion her. Eine Kostenfunktion gibt an, wie hoch die minimalen Ausgaben für die Faktoren sind, die man zur Produktion von vorgegebenen Ausbringungsmengen benötigt. Die Herleitung der Kostenfunktion setzt somit die Kostenminimierung voraus. Diese erfolgt in einer Weise, die den Leser an die Bestimmung des Haushaltsoptimums erinnern wird. In Abschnitt J.1 explizieren wir daher die Analogie zwischen Haushalts- und Unternehmenstheorie.
Harald Wiese

K. Gewinnmaximierung

Zusammenfassung
Unternehmen streben nach Gewinn; dies ist eine unserer zentralen Annahmen. Gewinnmaximierung kann man im Inputraum, d. h. in Abhängigkeit von den eingesetzten Faktormengen, untersuchen (Abschnitt K.1). Dabei werden wir auf die Nachfragefunktion für Faktoren geführt. Diese gibt die Faktoreinsatzmenge in Abhängigkeit vom Güterpreis und von den Faktorpreisen wieder. Oder man kann Gewinnmaximierung im Outputraum, d. h. in Abhängigkeit von der produzierten Menge y, betrachten (Abschnitt K.2). Unser Ziel ist dabei die Ableitung der Angebotsfunktion für Güter. Diese gibt an, wie viele Einheiten des Endproduktes bei einem bestimmten Preis und einer gegebenen Kostenfunktion hergestellt und verkauft werden sollen. Diese Abhängigkeiten der Faktoreinsatzmengen bzw. der Outputmenge von den Faktor- und Outputpreisen zu ermitteln, ist ein weiteres Beispiel komparativ-statischer Analyse.
Harald Wiese

Vollkommene Konkurrenz und Wohlfahrtstheorie

Frontmatter

L. Vollkommene Konkurrenz

Zusammenfassung
Der Gegenstand dieses Kapitels ist das Modell der vollkommenen Konkurrenz (auch vollständige Konkurrenz genannt), in dem das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage bei Preisnehmerschaft untersucht wird. Wir führen jedoch in diesem Lehrbuch nur Partialanalysen durch. Das heißt, wir befassen uns mit jeweils einzelnen Märkten und nicht mit einem ganzen System von Märkten. Das Problem bei der Partialanalyse ist, dass sie bei änderungen auf einem Markt die Rückwirkungen, die aus anderen Märkten herrühren, nicht erfassen kann. Die gleichzeitige Analyse aller Märkte (wenn auch aus Vereinfachungsgründen zusammengefasst) nennt man Totalanalyse.
Harald Wiese

M. Das erste Wohlfahrtstheorem

Zusammenfassung
In derWohlfahrtstheorie geht man der Frage nach, wie die gesamtwirtschaftliche Situation zu bewerten ist, wie funktionsfähig die Märkte und andere Allokationsmechanismen sind. Dabei steht der Ökonom vor dem Problem, dass Situationsänderungen, die ein Individuum besser, ein anderes aber schlechter stellen, nur schwer beurteilt werden können. Der Grund liegt in der fehlenden Vergleichbarkeit von Nutzen.
Harald Wiese

N. Monetäre Bewertung von Umwelteinflüssen

Zusammenfassung
Im letzten Kapitel haben wir mit der Pareto-Verbesserung eine Möglichkeit kennen gelernt, ökonomische Situationen im Sinne des „besser“ oder „schlechter“ ordnen zu können. Allerdings ist diese Ordnung nicht vollständig; bei zwei ökonomischen Situationen A und B ist es durchaus möglich, dass A keine Pareto-Verbesserung von B und zugleich B keine Pareto-Verbesserung von A darstellt. Dieses Problem fällt weg, wenn man es mit monetären, d. h. in Geldeinheiten ausdrückbaren, Bewertungen von „Umweltsituationen“ zu tun hat.
Harald Wiese

Marktformenlehre

Frontmatter

O. Monopol und Monopson

Zusammenfassung
Die Theorie des monopolistischen Anbieterverhaltens stellt die Situation eines einzigen Anbieters im Markt, eines Angebots-Monopolisten, dar, dessen unternehmerische Preis-Absatz-Kurve mit der Marktnachfragekurve zusammenfällt und dessen Aufgabe darin besteht, in Anbetracht seiner Kosten den gewinnmaximalen Punkt auf der Marktnachfragekurve zu finden. Er hat dabei die Wahl, entweder die gewinnmaximale Menge zu bestimmen (Mengenpolitik); der zugehörige Preis ergibt sich dann aus der inversen Marktnachfragefunktion. Oder er kann den gewinnmaximalen Preis bestimmen (Preispolitik); die zugehörige Absatzmenge erhält er aus der Marktnachfragefunktion. Im ersten Abschnitt O.1 gehen wir davon aus, dass der Monopolist für alle Konsumenten einen einheitlichen Preis verlangt. Dagegen analysieren wir in Abschnitt O.2 verschiedene Arten der Preisdifferenzierung mit interessanten Wohlfahrtskonsequenzen. Abschnitt O.3 widmet sich dann der Wirkung von Mengen- und Gewinnsteuern. Schließlich behandelt Abschnitt O.4 das Monopson, ist jedoch sehr viel knapper gehalten.
Harald Wiese

P. Spieltheorie

Zusammenfassung
Dieses Kapitel widmet sich der Spieltheorie, die geeignet ist Konfliktund Kooperationssituationen zwischen Individuen zu analysieren. Einige allgemeine Bemerkungen zur Spieltheorie findet der Leser im ersten Abschnitt. Spiele werden in zwei unterschiedlichen Beschreibungsarten dargestellt: Spiele in strategischer Form werden in Abschnitt P.2 erläutert und Spiele in extensiver Form in Abschnitt P.3.
Harald Wiese

Q. Oligopoltheorie

Zusammenfassung
Monopolisten und Polypolisten müssen sich nicht um Konkurrenten kümmern. Der Monopolist hat keine, der Polypolist so viele, dass er von den Aktionen der einzelnen Mitkonkurrenten nicht betroffen ist und seinerseits keinen Einfluss auf die anderen Unternehmen im Markt ausübt. Beim Oligopol gibt es dagegen nur „wenige“ Unternehmen im Markt. Häufig werden wir den Spezialfall des Dyopols, in dem nur zwei Unternehmen am Markt konkurrieren, untersuchen. Der Gewinn des einzelnen Unternehmens hängt somit nicht nur von seinen eigenen Aktionen (Preissetzung, Werbungsanstrengungen, Qualitätspolitik etc.) ab, sondern auch vom Aktionsparametereinsatz der anderen Oligopolisten. Zudem beeinflusst jeder einzelne die anderen Konkurrenten durch seine Aktionen. Zur Analyse bietet sich somit die Spieltheorie an, die wir im vorangegangenen Kapitel dargestellt haben.
Harald Wiese

Externe Effekte und öffentliche Güter

Frontmatter

R. Externe Effekte und Umweltökonomik

Zusammenfassung
Externe Effekte sind Beeinflussungen zwischen Wirtschaftssubjekten außerhalb von Marktbeziehungen. Ein allgemeines Modell externer Effekte präsentieren wir in Abschnitt R.1. Der Coase’schen Idee, externen Effekten durch Verhandlungen beizukommen, gehen wir in Abschnitt R.2 nach. Die nächsten zwei Abschnitte greifen Bekanntes auf und betrachten das Cournot-Monopol (Abschnitt R.3) und das Cournot-Dyopol (Abschnitt R.4) aus der Sicht der Theorie externer Effekte. Schließlich diskutiert Abschnitt R.5 Lösungsmöglichkeiten für ein konkretes Umweltproblem.
Harald Wiese

S. Öffentliche Güter

Zusammenfassung
Öffentliche Güter dürfen mit öffentlich bereitgestellten Gütern nicht in einen Topf geworfen werden – dies stellen wir im ersten Abschnitt klar. Eine Regel für die optimale Bereitstellung eines öffentlichen Gutes entwickeln wir in Abschnitt S.2. Anschließend erläutern wir in Abschnitt S.3, wie bei öffentlichen Gütern aus individuellen Nachfragekurven aggregierte Nachfragekurven zu gewinnen sind. Eine Anwendung der Spieltheorie auf öffentliche Güter bietet schließlich Abschnitt S.4.
Harald Wiese

Backmatter

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