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Über dieses Buch

Die Heizung Ihres Eigenheimes wird immer teurer. Ein Jahresbedarf von 5 000 I Heizöl kostete vor 10 Jahren noch DM 600,-. ln der Heizsaison 1973/74 kletterte der Preis auf DM 1 500,-und stieg 1979/80 auf DM 3 000,-. ln ähnlichem Tempo nahmen die Heizkosten von Eigentums- und Mietwohnungen zu. Und nicht nur die Kosten von Heizöl stiegen an: Kohle, Strom und Erdgas folgten diesem Markt-und Preisführer. Wie geht es weiter? Wird die Heizung bald so teuer sein, daß viele Eigenheimbesitzer und Mieter sich keine warme Wohnung mehr leisten können? Werden die gestiegenen Energiepreise zum Verzicht auf andere liebgewordene Gewohnheiten, z.B. Urlaub im Ausland oder Autofahren zwingen? Vieles ist ungewiß, etwa ob die OPEC-Staaten wei­ terhin eine aggressive Preis-Politik durchsetzen, ob Produktion oder Transport des .. schwarzen Goldes" durch politische Umstürze behindert werden. Aber eines scheint gewiß: Für die überschaubare Zukunft ist die Zeit des .,billigen Öls" vorbei. Und weil das Öl als größter Energieträger die Rolle des Preisführers spielt, wer­ den alle anderen Energiequellen, wie Gas, Strom oder Kohle, ebenfalls teurer. Für Sie als Eigenheimbesitzer stellt sich daher die Frage: Wie läßt sich bei der Behei­ zung Geld sparen? Wie ist es möglich, den Ölverbrauch zu senken-ohne Komfortein­ buße, ohne zu frieren? Lohnen sich Ausgaben für das Energiesparen? Dieses Buch will Ihnen praktische Hinweise geben, wie Sie durch eigene Arbeiten und durch von Handwerkern ausgeführte Modernisierungsmaßnahmen Ihren Energiebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung erheblich senken können, und zwar ohne Korn­ forteinbuße und ohne Geld durch unwirtschaftliche Investitionen zu verschwenden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Die Heizung Ihres Eigenheimes wird immer teurer. Ein Jahresbedarf von 5 000 l Heizöl kostete vor 10 Jahren noch DM 600,—. In der Heizsaison 1973/74 kletterte der Preis auf DM 1 500,— und stieg 1979/80 auf DM 3 000,—. In ähnlichem Tempo nahmen die Heizkosten von Eigentums- und Mietwohnungen zu. Und nicht nur die Kosten von Heizöl stiegen an: Kohle, Strom und Erdgas folgten diesem Markt- und Preisführer.
Bruno Hake

2. Die Schwachstellen Ihres Hauses beseitigen

Zusammenfassung
Die Außenhaut Ihres Hauses hat viele wärmetechnische Schwachstellen; ein dankbares Betätigungsfeld für den Energiesparer. Womit anfangen?
Bruno Hake

3. Die Außenwände

Zusammenfassung
Nur etwa 20–30% der äußeren Umfassung Ihres Eigenheimes bestehen aus Fenstern und Türen, also den typischen Schwachstellen mit Fugen, Ritzen und wärmedurchlässigem Fensterglas. Die cht mit Öffnungen versehene Wandfläche hat zwar ein günstigeres Dämmvermögen als Fenster. Aber weil die Wandfläche drei bis fünfmal so groß ist wie die Fensterfläche, ohnt sich die Überlegung, ob und wie Verbesserungen möglich und sinnvoll sind. Ein Vorteil: Die Dämmung vom Mauerwerk ist einfacher und billiger als die Verminderung der Wärmeverluste bei Fenstern.
Bruno Hake

4. Dach und oberste Geschoßdecke

Zusammenfassung
Durch das Dach entweichen etwa 18% Ihrer Heizenergie. Mit einer besseren Wärmedämmung sparen Sie je m2 etwa 8 I Heizöl pro Jahr. Im Sommer bleibt das Haus länger kühl, im Winter länger warm.
Bruno Hake

5. Das 1 × 1 der Dämmstoffe

Zusammenfassung
Dämmstoffe (fälschlich auch Isoliermaterial genannt) sollen den Wärmedurchgang aufhalten, d.h. möglichst wenig Wärme vom warmen Raum zur kalten Außenluft durch die Wände oder Decken entweichen lassen. Die in der warmen Zimmerluft enthaltene Energie fließt immer zu den kälteren Räumen bzw. nach außen. Das läßt sich nicht verhindern; es ist ein physikalisches Gesetz. Wir können aber durch Wärmedämmung dafür sorgen, daß dieser Wärmestrom so langsam wie möglich durch Mauern, Decken und Fenster fließt und daß außerdem so wenig wie möglich Wärme durch Zugluft (Fensterritzen) oder Strahlung (Heizkörper) entweicht.
Bruno Hake

6. Ihre Ölheizung — ein sparsamer Ölverbraucher?

Zusammenfassung
Ihre Öl-Zentralheizung soll die im Brennstoff enthaltene chemische Energie in Wärme umsetzen und diese als warmes Wasser den Heizkörpern in den Räumen zuleiten. Außerdem soll sie (wenn es sich um einen „Kombikessel“ handelt) warmes Wasser für die Küche, zum Waschen, Duschen und Baden erzeugen. Die Heizung sollte möglichst wenig Energie verschwenden, d.h. einen möglichst hohen Wirkungsgrad haben.
Bruno Hake

7. Die Warmwasserbereitung

Zusammenfassung
Warmes Wasser zum Waschen wird vom Heizungsfachmann Brauchwasser genannt. Das durch die Heizkörper fließende Kesselwasser dagegen wird nicht verbraucht, sondern zirkuliert nur. Zur Körperpflege verbrauchen Sie das meiste Brauchwasser. Geschirrspüler und Waschmaschine sind ebenfalls große Verbraucher, aber diese Geräte entnehmen der Leitung kaltes Wasser und heizen es im Gerät elektrisch auf. Eine Verbesserung des Wirkungsgrades der Brauchwasserbereitung hat daher auf den Verbrauch dieser Haushaltsgeräte keinen Einfluß.
Bruno Hake

8. Vernünftiges Haushalten, regelmäßige Wartung

Zusammenfassung
Sie können den Ölverbrauch Ihrer Heizungsanlage verbessern durch
  • Maßnahmen, die Geld kosten, wie z.B. Einbau von Wärmedämmung, Thermostatventilen, Nachtabsenkung, Kessel mit besserem Wirkungsgrad usw.
  • Maßnahmen, die kaum oder sehr wenig Geld kosten: bessere Wartung, richtiges Lüften.
Bruno Hake

9. Vorsorge für Notzeiten

Zusammenfassung
Womit wollen Sie heizen, wenn die Ölversorgung stockt? Ehrlich gesagt: Darauf wissen weder der Autor dieses Buches noch die Politiker der Industriestaaten eine Antwort. Eines aber scheint sicher: daß Sie — falls dieser Fall eintritt — nicht genügend Ersatz-Brennstoffe erhalten können, um damit den bisher gewohnten Komfort eines zentralgeheizten Eigenheimes weiter genießen zu können. Denn den Ausfall von ÖI könnten weder Kohle noch Gas auffangen! Daher ist es unrealistisch, aus Vorsorge vor dem Ölstopp einen Umstellbrand-Heizkessel zu installieren. Denn das verursacht höhere Anschaffungskosten und Verzicht auf den optimalen Wirkungsgrad. Umstellbrandkessel, in denen Sie nach Belieben Öl, Gas, Kohle und eventuell sogar Holz verfeuern können, sind meist eine verbrennungstechnische Kompromißlösung. Ihr Wirkungsgrad ist etwa um 2–3% schlechter als bei einem Öl-Spezialkessel.
Bruno Hake

10. Lohnt sich der Wechsel auf andere Energieträger?

Zusammenfassung
Ist Heizöl überhaupt der wirtschaftlichste Brennstoff für Ihr Heim? Lohnt sich ein Übergang auf Kohle, Gas oder Strom?
Bruno Hake

11. Lohnt sich die Sonnenenergie-Heizung?

Zusammenfassung
Wie funktioniert die sogenannte „Solarheizung“? Was ist nötig, um die Energie der Sonne zum Heizen nutzbar machen? Wieviel kostet das und wieviel spart man dadurch ein? Diese Fragen interessieren Millionen von Eigenheimbesitzern. Bei Ausstellungen sind Solarheizungen von Neugierigen umlagert. Journalisten greifen jede neue Meldung aus diesem Gebiet begierig und oft ungeprüft auf. Politiker befriedigen damit ihren Profilierungsdrang. Was steckt wirklich dahinter?
Bruno Hake

12. Was kostet die Wärmepumpe?

Zusammenfassung
In den letzten Jahren wurden von mehreren Herstellern Wärmepumpen für den Heizungsbetrieb entwickelt. Inzwischen bieten einige Firmen diese Geräte am Markt an. Neu ist weder das Prinzip noch das Gerät. Schon in den fünfziger Jahren experimentierten Heizungsfachleute damit, und im Süden der USA, wo im Sommer eine Kühlung durch Klimageräte, im Winter eine geringfügige Heizung notwendig ist, werden „umkehrbare“ Klimaanlagen, d.h. Wärmepumpen, seit 20 Jahren betrieben.
Bruno Hake

13. Der Umgang mit Handwerkern

Zusammenfassung
Handwerk hat goldenen Boden. Das merken Sie spätestens dann, wenn Sie versuchen, Handwerkeraufträge zu vergeben. Aber gemach: Schimpfen Sie nicht auf die Meister. Den Nachwuchsmangel haben nicht sie zu verantworten.
Bruno Hake

14. Zuschüsse und Steuervorteile

Zusammenfassung
Wer mit Wärmedämmung oder neuen Heizungen und Warmwasseranlagen Energie spart, gibt dafür viel Geld aus. Er hofft, diese Ausgaben in wenigen Jahren durch niedrigere Brennstoffkosten wieder hereinzubekommen. Auch der Staat ist am Energiesparen interessiert und fördert es; da er ohnehin von jeder Mark, die Sie verdienen, kassiert, sollten Sie jede Chance nützen, davon einen — wenn auch nur kleinen — Teil durch Steuer-„Recycling“ zurückzuholen.
Bruno Hake

15. Baugenehmigungen

Zusammenfassung
„Gehe nie zu Deinem Fürst, wenn Du nicht gerufen wirst“, eine auch im Umgang mit der modernen Bürokratie beherzigungswerte Lebensregel. Bürokratie ist überall, und am stärksten hat sich dieses Unwesen im Bauwesen eingenistet. Trotz der zitierten Volksweisheit empfiehlt es sich, im Zweifelsfall bei der örtlichen Baubehörde zu erfragen, ob für Ihr Vorhaben Genehmigungs- bzw. Anzeigepflicht besteht und bei welchen Maßnahmen am Äußeren Ihres Hauses (neue Fassaden, Fenster, Türen) welche Gestaltungsvorschriften gelten.
Bruno Hake

16. Die Finanzierung von Energiesparmaßnahmen

Zusammenfassung
Die meisten Energiesparmaßnahmen kosten Geld, machen sich aber durch geringe Heizungskosten bezahlt. Allerdings fallen die Kosten sofort an, während der Nutzen sich erst in künftigen Jahren durch Brennstoffersparnis bemerkbar macht. Wenn Sie Ihr eigenes Vermögen schonen müssen, empfiehlt sich die Aufnahme eines Bankkredits. Denn es wäre teurer, wenn Sie wirtschaftlich sinnvolle Arbeiten solange verschieben, bis Sie diese aus eigener Tasche zahlen könnten. Bis dahin zahlen Sie unnötig hohe Heizungsrechnungen. Und weder die Ölpreise noch die Handwerkerpreise werden bis dahin sinken, im Gegenteil.
Bruno Hake

17. Zukunftssichere Neubauten, zugleich ein Ausblick

Zusammenfassung
Dieses Buch ist vor allem für Hausbesitzer geschrieben worden, deren Haus schon steht. Wenn Sie neu bauen, gelten schon Bauverordnungen, die Sie zum energiesparenden Bauen zwingen. Ohne eine nachgewiesen gute Wärmedämmung von Wänden und Fenstern, ohne ein auf den Wärmebedarf zugeschnittenes Heizungssystem mit hohem Wirkungsgrad erhalten Sie gar keine Baugenehmigung.
Bruno Hake

Backmatter

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