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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

I. Kapitel. Einführung

Zusammenfassung
Das Auslandsgeschäft deutscher Kreditinstitute hat im zurückliegenden Jahrzehnt tiefgreifende Änderungen erfahren. Sein Anteil am Gesamtgeschäft der Institute hat sich zunehmend erhöht und macht z.T. mehr als ein Viertel des gesamten Geschäftsvolumens aus1. Einzelne Institute erzielen ein Drittel ihres Gesamtgewinns aus dem Auslandsgeschäft2. Die Zahl der Auslandsfilialen und Mehrheitsbeteiligungen deutscher Kreditinstitute an Kreditinstituten im Ausland wuchs von 85 (Juni 1978) auf 182 (Juni 1988) an3. Bezogen auf die Struktur des Auslandsgeschäftes ist festzustellen, daß traditionelle Leistungsinhalte zunehmend an Bedeutung verlieren und die vielfältigen auf den internationalen Finanzmärkten entwickelten Produkt- und Prozeßinnovationen nachhaltig Eingang in die Leistungspalette der Institute finden.
Dieter Gramlich

II. Kapitel. Analyse der Relevanz der Besteuerung für die Gestaltung des operativen Auslandsgeschäfts deutscher Kreditinstitute

Zusammenfassung
Zwecksetzung der Arbeit ist, steuerorientierte Gestaltungsalternativen im Rahmen der bankbetrieblichen Auslandspräsenz aufzuzeigen. Diese Absicht bedarf allerdings einer Rechtfertigung: In Kapitel II ist zu veranschaulichen und zugleich zu begründen, in welchem Maß es überhaupt plausibel ist, steuerliche Faktoren als Einflußgrößen auf das operative Auslandsgeschäft zu extrahieren und auf ihrer Basis Gestaltungsempfehlungen auszusprechen. Hierfür erscheinen vier Schritte aufschlußreich: Da die Ausrichtung bankbetrieblichen Handelns elementar an der jeweils verfolgten Zielkonzeption orientiert ist, soll die Stellung steuerlicher Kalküle im Rahmen des bankbetrieblichen Zielsystems geklärt werden (1.). Der Einflußbereich steuerlicher Überlegungen wird daneben durch weitere Bedingungsfaktoren begrenzt, die bei der Entfaltung internationaler Geschäftstätigkeit zu beachten und daher für die Zwecke der Arbeit zusammenzutragen sind (2.). Die eigentliche Absicht dieses Vorgehens ist es dabei, eine Übersicht zu diesen Faktoren zu gewinnen und auf ihre relative Bedeutung zu schließen. Die Ausführungen gelten nicht primär dem Ziel, anhand einer Wirkungsanalyse von Bedingungsfaktoren die Internationalisierung von Kreditinstituten generell zu erklärenl. Es erscheint weiter aufschlußreich (3.), den Einfluß steuerlicher Aspekte aus einer Betrachtung der grundsätzlichen Probleme abzuleiten, die für die Kreditinstitute aufgrund der Konzeption und Durchführung internationaler Bankbesteuerung entstehen. Schließlich (4.) wird versucht, anhand empirischer Anhaltspunkte auf die Bedeutung der Besteuerung für die Gestaltung der bankbetrieblichen Auslandspräsenz zu schließen.
Dieter Gramlich

III. Kapitel. Formulierung eines steuerorientierten Bezugsrahmens zur Gestaltung des operativen Auslandsgeschäfts deutscher Kreditinstitute

Zusammenfassung
Im folgenden sollen Betätigungsalternativen und aus ihrer Gestaltung resultierende steuerliche Konsequenzen des internationalen Bankgeschäfts innerhalb eines geschlossenen und umfassenden Rahmens entwickelt werden. Ziel ist somit, die betrachtete, komplexe Materie transparenter und gedanklich besser erfaßbar aufzubereiten. Dies soll dadurch erreicht werden, daß in dem zugrundeliegenden bankgeschäftspolitischen und steuerlichen Kontext wesentliche, kontextbestimmende Elemente erkannt und herausgelöst werden. Zugleich sind wesentliche Verbindungen zwischen diesen Elementen aufzuzeigen und ihr Beziehungsgefüge zu erarbeiten. Ein solches Vorgehen stößt allerdings auf mehrere Schwierigkeiten:
Dieter Gramlich

IV. Kapitel. Empirische Überprüfung der Bezugsrahmenformulierung — Internationale Besteuerung und Präsenz deutscher Kreditinstitute am Bankplatz London

Zusammenfassung
Die Elemente des in Kapitel III erarbeiteten Bezugsrahmens wurden bisher im Hinblick auf ihre Ausprägungen in der Bundesrepublik Deutschland präzisiert. Sie sollen im folgenden auf den Bankplatz London als konkretem Auslandsstützpunkt deutscher Kreditinstitute angewandt werden. Es ist somit zu überprüfen, welche geschäftspolitischen Handlungsalternativen sich deutschen Kreditinstituten im Rahmen einer Niederlassung in London eröffnen. Zugleich ist zu untersuchen, in welcher Form bei der Gestaltung dieser Alternativen aufgrund der für London maßgeblichen steuerlichen und außersteuerlichen Kontextfaktoren Probleme entstehen. London als Bezugspunkt für die empirische Überprüfung wurde aufgrund der speziellen, im einzelnen noch aufzuzeigenden Bedeutung dieses Finanzplatzes für deutsche Kreditinstitute sowie im Hinblick auf seine weltweite Bedeutung als Euromarktplatz gewählt. Auch lassen die in den Jahren 1986/87 eingetretenen Änderungen im Rahmengefüge dieses Finanzplatzes eine Beschäftigung mit London als besonders interessant erscheinen.
Dieter Gramlich

V. Kapitel. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit beinhaltet eine Analyse der Besteuerung des operativen Auslandsgeschäfts deutscher Kreditinstitute. Unter Verwendung eines “gedanklichen Bezugsrahmens” als analytisch-konzeptionellem Unterbau wurde versucht, die das internationale Bankgeschäft konstituierenden Handlungsalternativen und Bedingungsfaktoren aus geschäftspolitischer sowie steuerlicher Perspektive aufzuzeigen. Die Einzelschritte der Untersuchung waren zunächst darauf gerichtet, alternative Einflußfaktoren auf die Gestaltung des internationalen Bankgeschäfts aufzuzeigen und deren Wirkungsbereich gegenüber der Besteuerung als speziellem Einflußfaktor abzugrenzen. Auf Grundlage der festgestellten Ergebnisse zur Bedeutung der Besteuerung als gestaltungsrelevanter Größe konnte anschließend versucht werden, Möglichkeiten und Grenzen einer geschäftspolitischen Betätigung im operativen Auslandsgeschäft aus steuerlicher Perspektive heraus zu erarbeiten. Ergebnis dessen bildete eine Übersicht zu strukturellen und prozessualen Gestaltungsvariablen im internationalen Bankgeschäft sowie zu den bei deren Gestaltung zu beachtenden Kontextfaktoren. Diese Übersicht stützte sich auf das durch die Verhältnisse in der Bundesrepublik definierte Umfeld, innerhalb dessen deutsche Kreditinstitute Auslandsgeschäfte betreiben können. Soweit ausländische Gegebenheiten maßgeblich waren, konnte auf diese nur allgemein verwiesen werden.
Dieter Gramlich

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