Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Helfried Labrenz untersucht ökonomische Folgewirkungen, die durch inhomogene Minderheitenschutzrechte in international tätigen Konzernen hervorgerufen werden. Ausgangspunkt der Analyse ist die Überlegung, dass der gesellschaftsrechtliche Minderheitenschutz Handlungsoptionen der Anteilseigner positiv oder negativ beeinflusst. Die im Fokus stehende Herausforderung ergibt sich aus der notwendigen Kommunikation möglicher Folgen derartiger Schutzrechte an die Kapitalgeber des internationalen Konzerns. Der Autor erläutert die sich ergebenden Anforderungen an die internationale Rechnungslegung und präsentiert mittels modellanalytischer sowie empirischer Ansätze wesentliche Implikationen für eine vorteilhafte Kapitalmarkkommunikation.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Die Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) soll individuelle Vertragsgestaltungen und die damit verbundene Rendite-Risiko-Struktur den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend kommunizieren, um weltweit agierenden Geldgebern einen Vergleich von Investitionsalternativen zu ermöglichen. Zur Realisierung dieser Zwecksetzung wird einerseits auf traditionelle messorientierte Konzepte zurückgegriffen, andererseits sind aber auch Ansätze wesentlich, die sich in der Ausgestaltung von Rechnungslegungsstandards an Informationsbedürfnissen vorab definierter Entscheidungstypen orientieren. Diese entscheidungsorientierte Konzeption des International Accounting Standards Board (IASB) ist stark informationsökonomisch motiviert.
Helfried Labrenz

Kapitel 2. Normativer Referenzrahmen für Rechnungslegungsnormen

Das Abwägen adäquater Lösungskonzepte, das in Abhängigkeit von der Analyse der durch nicht einheitliche Corporate-Governance-Systeme induzierten Informationsverluste im IFRS-Konzernabschluss erforderlich sein könnte, erfordert einen Referenzmaßstab, an dem sich Reformvorschläge normativ ausrichten können. In Betracht kommende Lösungskonzepte sind zum einen die Konvergenz existierender Rechtssysteme und zum anderen die Berücksichtigung gesellschaftsrechtlicher Ausprägungen mittels einer landesspezifischen Feinsteuerung oder Segmentierung von IFRS-Normen. Für eine breite gesellschaftliche Akzeptanz derartiger Lösungsalternativen ist es ist allerdings erforderlich, dass die normative Bewertung einer solchen Abwägungsentscheidung auf einem sog. schwachen Werturteil basiert.
Helfried Labrenz

Kapitel 3. Landesspezifische Rechtsausprägungen und ökonomische Folgewirkungen

Der Minderheitenschutz setzt die Existenz eines im Gesellschaftsrecht akzeptierten Mehrheitsprinzips voraus, das sich sehr langfristig herausgebildet hat. Die Entwicklung des uns heute bekannten Mehrheitsprinzips hat ihren Ursprung in der athenischen Demokratie (ca. 500–330 v. Chr.). Versammlungsbeschlüsse in der Antike wurden zunächst dem Einstimmigkeitserfordernis unterworfen, obwohl das Mehrheitsprinzip als Abstimmungsregel bereits bekannt war.
Helfried Labrenz

Kapitel 4. Empirische Analyse von Beteiligungsstrukturen

Im Rahmen der empirischen Analyse wird auf geeignete strukturprüfende Verfahren zurückgegriffen, die in Abhängigkeit von der Beschaffenheit der Daten entweder parametrische oder nicht parametrische Tests nach sich ziehen. Das Design des verwendeten Prüfverfahrens entspricht einem ex-post-facto-Verfahren ohne Messwiederholung. Der Faktor 1, nämlich der Mehrheitstyp, besitzt drei und der Faktor 2, die Rechtsform, zwei Stufen.
Helfried Labrenz

Kapitel 5. Property-rights adäquate Abbildungsformate im Konzernabschluss

Anteile an Tochterunternehmen können unterschiedliche Property-Rights-Konzentrationen aufweisen, die wegen des Erreichens oder Nichterreichens von Mehrheitserfordernissen in Erscheinung treten. Im Sinne einer verbesserten Kapitalmarktkommunikation ist es vorteilhaft, dem Kapitalmarkt differenzierte Zugriffsmöglichkeiten anhand entsprechender Bilanzierungsformate zu signalisieren. Die Konzerntheorien stellen – abgesehen von der verpflichtend anzuwendenden Einheitstheorie – abgestufte Darstellungsformate in Bezug auf die Bilanzierung des Minderheitenanteils bereit und sollen deshalb zunächst kurz dargestellt werden, ehe ein auf der kooperativen Spieltheorie basierender property rights adäquater Lösungsansatz de lege ferenda erarbeitet wird.
Helfried Labrenz

Kapitel 6. Zusammenfassung und Ausblick

Qualifizierte Beschlussquoren erzeugen für die am Unternehmen beteiligten Aktionäre eine ambivalente Wirkung. Einerseits können Managemententscheidungen bezüglich vorteilhafter Umstrukturierungen von Blockadestrategien opportunistisch agierender Minderheitsaktionäre gesteuert oder sogar unterbunden werden. Andererseits ist es möglich, das opportunistische Agieren der Mehrheitsmacht in seine Schranken zu verweisen.
Helfried Labrenz

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Blockchain-Effekte im Banking und im Wealth Management

Es steht fest, dass Blockchain-Technologie die Welt verändern wird. Weit weniger klar ist, wie genau dies passiert. Ein englischsprachiges Whitepaper des Fintech-Unternehmens Avaloq untersucht, welche Einsatzszenarien es im Banking und in der Vermögensverwaltung geben könnte – „Blockchain: Plausibility within Banking and Wealth Management“. Einige dieser plausiblen Einsatzszenarien haben sogar das Potenzial für eine massive Disruption. Ein bereits existierendes Beispiel liefert der Initial Coin Offering-Markt: ICO statt IPO.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise