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Über dieses Buch

Die „Sicherheitsfibel“ wird dem Fachmann für Sicherheitstechnik, dem interessierten Laien und den Beratern in Versicherungen, kriminalpolizeilichen Präventiveinrichtungen, sowie Herstellern in der Planung künftiger Sicherheitsprodukte einen fundierten Überblick über wirkungsvolle und sinnvolle Sicherungsmaßnahmen im privaten und gewerblichen Umfeld geben. Das Wort „Gewerbe“ soll, auch wenn es nicht immer passend ist, für Unternehmen, Ladengeschäfte, Banken, Kirchen, Behörden, Museen, ja sogar für Zirkus und Tierpark stehen. Dabei spielt die Größe überhaupt keine Rolle. Die Sicherungsrichtlinien gelten für die Würstelbude ebenso wie für größte Industrieunternehmen.

Sicherheit wird grob in mechanische und elektronische Sicherungsmaßnahmen eingeteilt. Die Themen Brandschutz und IT-Sicherheit sind so komplex, dass nur sehr oberflächlich darauf eingegangen werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Primär-Sicherungen

Im Mittelalter wurden Burgen zur Sicherheit der Burgbewohner auf schwer zugänglichen Anhöhen, an steilen Abgründen oder im Wasser gebaut. Zum einen hatte man auf der Burg einen sehr guten Überblick über das Gelände und zum anderen konnte man rechtzeitig reagieren und das Tor verschließen sowie die Fallbrücke hochziehen.

Adam Merschbacher

2. Kriminalität in Zahlen

Das Bundeskriminalamt gibt jedes Jahr eine Statistik über die erfassten Straftaten heraus. Deren Aussagekraft ist jedoch im Hinblick auf deren Art der Erfassung, Struktur und Entwicklung sehr defizitär und deshalb vorsichtig zu verwenden. Das hängt damit zusammen, dass nur Straftaten erfasst werden, die entweder tatsächlich erfolgt sind, deren Täter ermittelt wurden oder in denen der Versuch verwertbare Spuren hinterlassen hat.

Adam Merschbacher

3. Schlüssel und Schloss

Wie lange die Geschichte des Schlosses bekannt ist, respektive der Wille, etwas zu verschließen, lässt sich nur erahnen.

Adam Merschbacher

4. Zylinder und Schließanlagen

Schwester Ancilla Erstberger, Augustiner Chorfrau, deutet ihre Primatstelle im Matthäus-Evangelium in Bezug auf Schließrechte des Klosters so:

Adam Merschbacher

5. Einfriedung

Die Bezeichnung „Einfriedung“ ist eine typisch juristische Definition, während man umgangssprachlich eher von Zaun, Umfriedung oder Grundstücksgrenze spricht (Abb. 5.1).

Adam Merschbacher

6. Sicherheitsmontagen, aber richtig!

Unter Sicherheitsmontagen versteht man die fachgerechte Anbringung von mechanischen Tür-, Fenster- und sonstigen Einbruchsicherungen.Nicht jede Sicherungsmaßnahme ist im Einzelfall geeignet, da mehrere Faktoren gleichzeitig aufeinander abgestimmt sein müssen.

Adam Merschbacher

7. Sicherheits-Generalübernehmer

Man kennt den Begriff des Generalübernehmers aus der Bauindustrie. Ein vergleichbarer Begriff wäre Koordinator, also Sicherheits-Koordinator.Der Sicherheits-GÜ übernimmt die Ausschreibung der einzelnen Gewerke, die Auswahl der Subunternehmer und die zeitliche sowie qualitative Überwachung der Baustelle. Der Unterschied zwischen einem Generalunternehmer (GU) und einem Generalübernehmer (GÜ) besteht darin, dass der GU mindestens ein Gewerk selbst übernimmt und die anderen vergibt; der GÜ dagegen vergibt alle Gewerke an Subunternehmer und versteht sich lediglich als Koordinator.

Adam Merschbacher

8. Terror und Notwehr

Facebook, Twitter und die tägliche Überflutung mit Nachrichten tragen dazu bei, dass wir uns in einer ständigen Unsicherheitslage wähnen.

Adam Merschbacher

9. Versicherungen

Es ist besser, eine Versicherung zu haben und nicht zu brauchen, als eine Versicherung zu brauchen und nicht zu haben.Und hat man einmal das Glück, dass eine Versicherung zahlt, dann muss man schon großes Pech haben.

Adam Merschbacher

10. Tresore als Wertbehältnisse

Ein Tresor ist ein Wertbehältnis, das zur Aufbewahrung von Geld, Schmuck, Briefmarken oder wichtigen Dokumenten gedacht ist.Dabei ist vorweg klarzustellen, dass ein Tresor, der auch Safe, Panzerschrank, Kassenschrank oder einfach nur Geldschrank genannt wird, kein unüberwindliches Hindernis darstellt.Die Bezeichnung Tresor ist aus dem griechischen „thesaurus“ hergeleitet und beschreibt den damaligen Begriff „Schatzkammer“. In den letzten 200 Jahren war man vorrangig mit dem Bau von Geldschränken beschäftigt, an Regeln für den Bau von verschließbaren Wertschränken wurde erst in der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts gedacht.

Adam Merschbacher

11. Kalkulation von Sicherheitsmontagen

Kein Mensch käme auf die Idee, seinen Schlüssel zu entsorgen, die Tür offen stehen zu lassen und dann einen Internetkontakt mit einem unbekannten herzustellen und diesen darüber zu unterrichten, man sei jetzt für drei Wochen im Urlaub, auf der sonnigen Insel Kreta.

Adam Merschbacher

12. Staatliche Förderung von Einbruchschutz

Bei Renovierungs- oder Umbauarbeiten von Immobilien im Bestand gibt es die Möglichkeit, für den Einbau einbruchhemmender Produkte eine staatliche Förderung bzw. einen Zuschuss zu erhalten.

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13. Das Schnittstellenproblem

Der Sicherheits- und Brandschutzbereich ist zwangsläufig in Gewerke gegliedert, die sich zwar ergänzen und aufeinander abstimmen lassen, aber eine professionelle Koordination erforderlich machen.

Adam Merschbacher

14. Rauchwarnmelder

Rauch ist lautlos, breitet sich schneller aus als Feuer und wirkt auch für Tiere im Schlaf geruchlos

Adam Merschbacher

15. Rettungs- und Fluchtwege

Nicht selten dreht sich die Problematik um die gleiche Türe: Unberechtigte müssen draußen bleiben, im Gefahrenfall müssen Personen ohne Hürde oder Widerstand fliehen können und im Brandfall soll die Feuerwehr ganz schnell nach innen gelangen (Abb. 15.1). Am leichtesten wäre dieses Ziel zu erreichen, wenn man einfach die Tür mit einer Klinke versieht und diese dann nicht versperrt oder gleich offenstehen lässt.

Adam Merschbacher

16. Poller verstellen den Weg

Ob man Terroristen stoppen kann, wenn überall an neuralgischen Punkten Poller aufgestellt werden, ist als Antwort mehr als fraglich. Natürlich hätte man die Anschläge von Nizza (14.06.2016) und Berlin (19.12.2016) vermutlich vermeiden können, aber was ist dann mit allen anderen Fußgängerzonen, Volksfesten und Weihnachtsmärkten?

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17. Schleusen und Schranken

Die Schleuse wird fachlich auch Vereinzelungsanlage genannt und tritt in Form von Drehsperren, Drehkreuzen, Sensorschleusen oder Personenschleusen auf. Dadurch wird der Zugang von Besuchern oder auch Mitarbeitern in geordnete, übersichtliche Bahnen gelenkt.Mit Drehsperren lässt sich der Personen- oder Besucherstrom regeln und das Personal wird in Industrie- und Verwaltungsgebäuden, Behörden, Banken und anderen öffentlichen Einrichtungen entlastet. Der Zugang kann manuell oder mittels Zutrittskontrollsystem freigegen werden.

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18. Panikraum

Seit der Verfilmung des US-amerikanischen Thrillers „Panic Room“ (2002 von David Fincher) mit Jodie Foster in der Hauptrolle, die mit ihrer elfjährigen Tochter in ein Haus in Manhattan (New York City) zieht, das vorher einem körperlich behinderten Millionär gehörte, der sich einen technisch ausgetüftelten Panikraum einbauen ließ, kennt jeder diesen Begriff: Panikraum.

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19. Drohnen

Drohnen sind frei verkäuflich und der Verkäufer behauptet oftmals, dass sie erlaubnisfrei fliegen dürfen. Das ist nicht so ganz richtig. Der Betrieb von sogenannten Drohnen – rechtlich allgemein als unbemanntes Fluggerät bezeichnet – ist ohne behördliche Erlaubnis aus Sicherheitsgründen nur in engen Grenzen erlaubt. Der Grund: Zusammenstöße zwischen bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Fluggeräten können mit fatalen Folgen ausgehen. Für einen Zusammenprall mit einem solchen Fluggerät, selbst wenn es nur fünf Kilogramm wiegt, ist kaum ein Flugzeug oder Hubschrauber ausgelegt.

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20. Elektronische Zylinder

Elektronische Zylinder sind Profilzylinder, die statt eines herkömmlichen Schlüssels mittels eines aktiven oder passiven Transponders, mit einem mechanischen Codeträger, dem Handy (mittels APP) oder als Schlüsselanhänger, Armband für Feucht- und Nassräume, durch Uhren mit eingebautem Transponder geöffnet werden.

Adam Merschbacher

21. Krisenmanagement und Sicherheitsanalyse

Die Sicherheitsanalyse ist eine Erfassung mit anschließender Bewertung des Istzustandes und sollte in jedem Fall vor dem Eintritt einer Krisensituation auf dem Tisch liegen.Das Krisenmanagement beginnt nach Eintritt eines bestimmten Risikos zu reagieren, muss vorher bereits erarbeitet sein und stellt eine systematische Organisation von Abläufen und Entscheidungen her, die wiederum auf zuvor erstellte Sicherheitsanalysen zurückgreift.

Adam Merschbacher

22. Einbruchmeldeanlagen (EMA)

Während heute genau festgelegt ist, was eine Einbruchmeldeanlage sichern soll, hat man sich in früheren Zeiten gerne der Aufmerksamkeit von Tieren bedient, meist mit dem gleichen Effekt wie bei einer hochprofessionellen EMA (EinbruchMeldeAnlage).

Adam Merschbacher

23. Videoüberwachung

Was der Staat alles überwacht, darf von Privatpersonen noch lange nicht videoüberwacht werden.

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24. Zutrittskontrollanlagen (ZKA)

Unternehmen und Institutionen legen unter Zuhilfenahme einer elektronischen Zutrittskontrollanlage für ganze Gebäude und Firmenkomplexe fest, wer/wann/wohin darf. Nur berechtigten Personen wird der Zugang zu bestimmten Bereichen gewährt. Von Zutrittskontrollsystemen wird größtmögliche Flexibilität bei maximaler Sicherheit erwartet. Neben den Hardwarekomponenten Tür, Schloss und Eingabeeinheit sind auf der Software- und Bedienerseite einige Bedingungen einzuhalten, die der VdS als eigenes Regelwerk vorgibt und von denen dieses Kapitel handelt.

Adam Merschbacher

25. IT-Sicherheit

Die Zeitungen sind voll mit Hackerangriffen auf Unternehmen, Behörden und Internetplattformen. Die schlimmsten Vorkommnisse der letzten Jahre richteten dabei Milliardenschäden an.

Adam Merschbacher

26. Wachunternehmen

Unter diesem Sammelbegriff werden alle Bereiche der Bewachung und Kontrolle erfasst.

Adam Merschbacher

27. Zertifizierungen

Eine EMA (Einbruchmeldeanlage), eine BMA (Brandmeldeanlage) oder RWA (Rauch- und Wärme-Abzugsanlage) kann gut oder schlecht projektiert, die Geräte anerkannt oder nicht anerkannt, das ganze System durch den Hersteller zertifiziert oder nicht zertifiziert und das Fachunternehmen bestens qualifiziert (Abb. 27.1) oder völlig unqualifiziert sein.

Adam Merschbacher

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