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Über dieses Buch

​Im Fokus des vorliegenden Buches stehen Stakeholder-Management und Nachhaltigkeits-Reporting als zentrale Aufgabenbereiche des Nachhaltigkeitsmanagements. Die Berichterstattung dient der Information von Stakeholdern über Strategien, Initiativen, Ziele und Ergebnisse mit Blick auf ökologische, soziale und wirtschaftliche Ansprüche. Hierzu fordern professionelle Berichtsstandards eine Dokumentation der Berücksichtigung von Stakeholdern, die wiederum Konsequenzen für die genannten Berichtsinhalte (Nachhaltigkeitsstrategien, -initiativen, -ziele und -ergebnisse) mit sich bringt. Die Autoren geben eine Einführung in beide Themen, ordnen sie in den Zusammenhang von Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung (CSR) ein und zeigen bedeutende Stärken, Schwächen und Herausforderungen auf.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Management der Nachhaltigkeit

Zusammenfassung
Das Thema Nachhaltigkeit hat sich in den letzten Jahren zu einem Megatrend entwickelt, der wesentlich durch Initiativen internationaler und nationaler Institutionen (wie Vereinte Nationen, EU-Kommission, Deutsche Bundesregierung) sowie durch Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsverbände (z. B. Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) oder Deutscher Industrie- und Handelstag (DIHT)) und zahlreiche andere Nichtregierungsorganisationen mitgestaltet wird. So hat die britische Regierung ein Gesetz zur Berichterstattung über die Einhaltung von Menschenrechten, das Thema Diversity und die Emission von Treibhausgasen verabschiedet (The Companies Act 2006 (Strategic Report and Directors’ Report) Regulations 2013), die indische Regierung hat Unternehmen, die bestimmte Kriterien wie Mindesteinnahmen oder -umsätze erfüllen, u. a. zur Zahlung von CSR-Leistungen in Höhe von mindestens zwei Prozent ihres Gewinns sowie zur Benennung eines Corporate Social Responsibility Committees verpflichtet (India Companies Act 2013), und im April 2014 hat das Europäische Parlament einer Pflicht zur „Offenlegung nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen durch bestimmte große Gesellschaften und Konzerne“ zugestimmt. Diese betrifft Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, die von öffentlichem Interesse sind.
Joachim Hentze, Björn Thies

2. Stakeholder-Management

Zusammenfassung
Im Zusammenhang des Nachhaltigkeits-Managements und Nachhaltigkeits-Reportings sowie der Diskussion um gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (CSR) finden die Konzepte Stakeholder-Management und Stakeholder-Dialog weltweit große Beachtung. Dies gilt sowohl für aktuelle Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen (z. B. Adidas Group 2012; Daimler 2012b; Coca-Cola 2012) als auch für zugehörige Standards zur Berichterstattung und deren eigene Entwicklung und Weiterentwicklung (GRI 2011; DNK 2011) sowie für Texte politischer Institutionen (UN Global Compact, 2012b; EU Comission 2011; BMAS 2010). Beschorner und Brink zufolge zählt Stakeholder-Management heute zu den wichtigsten Begriffen der Managementlehre weltweit.
Joachim Hentze, Björn Thies

3. Nachhaltigkeitsberichterstattung als Steuerungsinstrument

Zusammenfassung
Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren ein zentrales Anliegen von Politik und Gesellschaft. Erfolge, aber auch Misserfolge werden mithilfe von Kennzahlen (Key Performance Indicators, s. o.) dokumentiert und interpretiert, wobei im Soll-Ist-Vergleich die Erreichung von Zielvorgaben überprüft wird. Dabei gibt die Politik Rahmenbedingungen und Anreize für unternehmerische Strategien vor, die in verschiedenen Handlungsfeldern umgesetzt werden. Die Maßnahmen und die Ergebnisse werden in Berichten (Reports) der interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Nachhaltigkeits-Reporting ist ein integrierter Bestandteil des betrieblichen Informationsmanagements. Der Bericht enthält einerseits vergangenheitsorientierte, andererseits zukunftsorientierte Informationen über Ziele, Maßnahmen und erwartete Ergebnisse zu ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlich-sozialen Herausforderungen. Nachhaltigkeitsberichterstattung ist eine Form der Kommunikation mit den Stakeholdern. Einer internationalen Studie von KPMG nach berichten von 4.100 weltweit untersuchten Unternehmen über 70 % zum Thema Nachhaltigkeit.
Joachim Hentze, Björn Thies

4. Standards und Dokumente zur Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsberichterstattung

Zusammenfassung
Neben nationalen und europäischen Bestimmungen zum wirtschaftlichen, umweltbezogenen und gesellschaftlich-sozialen Handeln (z. B. Aktien-, GmbH-, Wettbewerbs-, Mitbestimmungs-, Umwelt-, Arbeitsschutz-, Sozialrecht) gibt es zahlreiche weitere Standards und Initiativen zum Nachhaltigkeitsmanagement. In der Regel handelt es sich um Empfehlungen zur Erfüllung der Anforderungen des Nachhaltigkeitsmanagements und der zugehörigen Berichterstattung. Dazu werden unterschiedliche Kriterien für das unternehmerische und individuelle Handeln genannt, die die Berichterstattung in standardisierter Form betreffen, um Transparenz und Vergleichbarkeit herzustellen, Fortschritte zu dokumentieren sowie unternehmerische Handlungen, Ergebnisse und Initiativen auszeichnen zu können. Diese Standards betreffen vielfach große Kapitalgesellschaften, z. T. aber auch kleine und mittlere Unternehmen verschiedener Rechtsformen.
Joachim Hentze, Björn Thies

5. Nachhaltigkeitsprüfungen

Zusammenfassung
Transparenz ist das leitende Prinzip der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie spiegelt sich in der Bereitschaft der Organisation wider, den Stakeholdern Einsicht in das ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Handeln der Unternehmung zu gewähren. Dazu sind umfangreiche Informationen über Prozesse, Produkte, Handlungsweisen und Ergebnisse des Nachhaltigkeitsmanagements erforderlich. Eine weitgehende Transparenz ist auch die Grundlage für eine Nachhaltigkeitsprüfung.
Joachim Hentze, Björn Thies

6. Auszeichnungen und Rankings

Zusammenfassung
Für die öffentliche Wahrnehmung und Einschätzung nachhaltigkeitsbezogener Leistungen sowie die interne Akzeptanz des Nachhaltigkeitsmanagements sind Auszeichnungen und Rankings von Unternehmen und Unternehmensberichten eine bedeutende Größe. Aus diesem Grund sollen hier abschließend der Deutsche Nachhaltigkeitspreis und zwei bedeutende Rankings vorgestellt werden. Neben diesen gibt es von der lokalen bis zur internationalen Ebene zahlreiche weitere Preise, die von privaten Organisationen oder öffentlichen Einrichtungen durchgeführt werden und das Bemühen von Unternehmen und Organisationen für eine Nachhaltige Entwicklung bewerten und auszeichnen. Hierzu gehören beispielsweise der CSR-Preis der Bundesregierung (csr-preis-bund.de), der Axia-Award, mit dem die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte mittelständische Unternehmen mit Sitz in Deutschland auszeichnet (www.axia-award.de), oder das CSR-Siegel und der CSR-Award der Pro-Hannover-Region (www.p-h-r.de).
Joachim Hentze, Björn Thies

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