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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung – Sourcing Management als neue Herausforderung des Supply Chain Managements

Wohl kaum eine andere betriebswirtschaftliche Teildisziplin hat in den letzten Jahren einen solchen Bedeutungsgewinn verzeichnet wie das Supply Chain Management (SCM). Bislang als einzelne Disziplinen verstandene Aktivitäten des Wertschöpfungsprozesses – wie Beschaffung, Produktion, Logistik oder Vertrieb – werden seither stärker aus Sicht des Endkunden und damit aus einer firmenübergreifenden, prozessualen Perspektive betrachtet. Mit dem Begriff Supply Chain Management wird grundsätzlich eine Abkehr von der Perspektive einzelwirtschaftlicher Entscheidungen miteinander verwobener Abnehmer-Zulieferbeziehungen in Richtung ganzheitlich optimaler Entscheidungskalküle beabsichtigt. Somit werden individuelle Entscheidungen der Supply Chain-Akteure bezüglich Güter-, Informations-, Rechte- und Finanzmittelflüssen aufeinander abgestimmt. Als wesentliche Ziele des SCM werden regelmäßig die Steigerung des Endkundennutzens, Kostensenkungen, Realisierung von Zeitvorteilen sowie die Verbesserung der Qualität genannt.

Georg Mohr

2. Beschaffungsspezifische Steuerungsproblematik in mehrstufigen Supply Chains als Ausgangspunkt für ein Supply Chain Sourcing

Um sich dem Phänomen gemischt horizontal-vertikaler Bündelungspartnerschaften anzunähern, wird als Bezugsrahmen der Konzeptentwicklung im Folgenden eine Strukturierung vorhandenen Wissens vorgenommen. Grundsätzlich wird sich dem SCS-Konzept wie folgt angenähert: In Kapitel 2.2 werden zunächst Aspekte der Bezugspolitik und -strategie sowie der Beschaffungsorganisation diskutiert (

Sourcing

), einerseits sowohl aus einer unternehmensinternen Perspektive als auch weiterhin aus einer unternehmensübergreifenden horizontalen bzw. vertikalen Sicht heraus. In Kapitel 2.3. wird die Überleitung von der dyadischen Perspektive zur

Netzwerk-

und

Supply Chain-Ebene

hergestellt. Die Zusammenführung der Themengebiete – zu dem Konzept der mehrstufigen Beschaffung – wird in Kapitel 2.4 mit der Erörterung des

Supply Chain Sourcing-Konzepts

vollzogen. Der Aufbau ist zum erleichterten Verständnis in Abbildung 3 dargestellt. Ziel des Kapitels ist es somit, das SCS Modell in die bestehende multidisziplinäre betriebswirtschaftliche Literatur (Beschaffung, Kooperationen, Netzwerke) einzuordnen und abzugrenzen.

Georg Mohr

3. Der SCS-Ansatzes im Lichte ökonomischer Erklärungsansätze

In Kapitel 2 wurde das Konzeptverständnis des SCS-Gedankens erläutert und mit der Entwicklung und Erstellung eines Bezugsrahmens zum Abschluss gebracht. Im Folgenden wird auf das Konzept eingegangen, indem der SCS-Ansatz und die mit ihm einhergehenden Effekte aus einer ökonomischen Erklärungsperspektive heraus beleuchtet werden. Um das Ziel dieses Kapitels zu erreichen, das SCS-Konzept ökonomisch zu erläutern und wissenschaftlich zu begründen, wird auf das SCMParadigma als fortgeschrittenen Ansatz einer integrierten Beschaffungs-, Logistikund Distributionskonzeption zurückgegriffen. Aus diesem Grunde wird das SCMKonstrukt mit den verwendeten theoretischen Grundbausteinen dargestellt und die evolutionäre Entwicklung der Beschaffung im SCM-Kontext wiedergegeben (Kap. 3.2). Die Grundlagen hierfür werden in Kapitel 3.1 gelegt, in den Folgekapiteln (3.3 – 3.6) werden die Erklärungsansätze in die bekannten Zielkategorien des Supply Chain Managements eingebettet und für die spezifische Erklärung einzelner Effekte des SCS-Konzeptes (im SCM-Paradigma) herangezogen.

Georg Mohr

4. Anwendung und Gestaltungsmöglichkeiten des Supply Chain Sourcings

Nachdem im vorangegangen Abschnitt die Erklärungsansätze des SCS aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wurden, schließen sich in Kapitel 4 die Ausführungen dazu an, wie ein entsprechendes Sourcing-Modell implementiert werden kann. Dabei ist mit Implementierung nicht nur der Umsetzungsprozess als einmalige Projektaktivität im engeren Sinn zu verstehen, sondern auch die Wahl eines Geschäftprozessmodells, das Anwendung findet. Beide Aspekte werden in den folgenden Ausführungen behandelt und sind grundsätzlich unter die dritte Forschungsfrage zu subsumieren, wie das Supply Chain Sourcing in Wertschöpfungsketten bzw. - netzwerken gestaltet werden kann.

Georg Mohr

5. Fazit und Ausblick

Im Schlussteil dieser Arbeit wird zunächst eine Zusammenfassung gegeben, an die sich eine kompakte Darstellung sowohl theoretisch als auch empirisch gewonnener Informationen anschließt. Im letzten Abschnitt von Kapitel 5 wird sodann ein kurzer Ausblick auf weitere Forschungsfelder des Themengebietes skizziert.

Georg Mohr

Backmatter

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