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Über dieses Buch

Am Anfang des Buches wird die allgemeine Maxwell’sche Theorie elektromagnetischer Felder und ihre Unterteilung für die unterschiedlichen Problemstellungen ausführlich dargestellt. Auf die Verbindung zwischen Feldtheorie und der elektrischen Netzwerke wird ausführlich eingegangen. Der methodische Schwerpunkt liegt in der Aufstellung und Lösung grundlegender Randwertprobleme der Elektro- und Magnetostatik, zeitabhängiger Diffusionsfelder in elektrischen Leitern sowie Wellenfelder im Freiraum, entlang von Leitungen und in Hohlräumen. Dabei wird auf die Einheitlichkeit der übergeordneten Lösungsmethodik besonders Wert gelegt, sodass das einmal Erlernte auf andere Problemstellungen übertragen werden kann. Ausführliche Rechenbeispiele und zusätzliche Übungsaufgaben mit Lösungen dienen zur Vertiefung und Klausurvorbereitung. Die dafür benötigten mathematischen Formeln der Vektoralgebra, Koordinatensysteme und der Vektoranalysis sind in einem Anhang zum Nachschlagen zusammengestellt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Elektromagnetische Feldtheorie

Zusammenfassung
Das elektromagnetische Feld wird im Rahmen der Klassischen Elektrodynamik von den vier Maxwellschen Feldgleichungen beschrieben. Zusammen mit den drei Materialgleichungen bilden Sie ein vollständiges System, das durch Spezifikation entsprechender Randbedingungen für das jeweilige Problem zu lösen ist. Die große Mannigfaltigkeit der Lösungen lässt sich in eine Reihe von Fällen unterteilen, die in den nachfolgenden Kap. 27 im Einzelnen behandelt werden. In diesem Kapitel werden die grundlegenden physikalischen Gesetze und Definitionen eingeführt sowie einige grundlegende feldtheoretische Zusammenhänge und Erhaltungssätze abgeleitet. Die Verbindung zwischen Feldtheorie und der einfacheren Beschreibung durch elektrische Netzwerke wird hergestellt.
Marco Leone

Kapitel 2. Elektrostatische Felder

Zusammenfassung
Das statische elektrische Feld ruhender Ladungen stellt die elementarste Feldform dar. Es folgt aus einer skalaren Potentialfunktion, die Lösung einer partiellen DGL 2. Ordnung – der Poisson bzw. Laplace-Gleichung ist. Die Bestimmung der Potentialfunktion unter bestimmten Randbedingungen des Feldes an den Grenzen des Gebietes indem die Lösung gesucht ist, stellt eine Randwertaufgabe dar. Die drei analytischen Lösungsmethoden, die dafür im folgenden Anwendung finden, sind die Spiegelungsmethode, der Separationsansatz nach Bernoulli und die konforme Abbildung. Die Integration der Potentialfunktion über die ladungserfüllten Bereiche ergibt die im elektrostatischen Feld gespeicherte Energie. Der mit der Feldenergie verknüpfte Begriff der Kapazität wird von der einfachen Anordnung mit zwei Elektroden auf ein System mit beliebiger Elektrodenanzahl erweitert.
Marco Leone

Kapitel 3. Das stationäre Strömungsfeld

Zusammenfassung
Wirkt ein elektrostatisches Feld auf ein leitfähiges Medium, so ruft es aufgrund der auf die Ladungsträger wirkenden Coulombkraft ein stationäres Strömungsfeld hervor. In jedem Punkt ist die elektrische Stromdichte über die spezifische Leitfähigkeit des Mediums proportional zur elektrischen Feldstärke verknüpft. Die Berechnung von Strömungsfeldern führt deshalb auf die Lösung des entsprechenden elektrostatischen Randwertproblems. Maßgeblich für die in einem Leiter mit gegebener Geometrie umgesetzte Verlustleistung ist der elektrische Widerstand. Er ist durch Integration über die Stromdichte bzw. die elektrische Feldstärke definiert.
Marco Leone

Kapitel 4. Magnetostatische Felder

Zusammenfassung
Ein zeitlich konstantes (stationäres) Strömungsfeld erzeugt ein statisches Magnetfeld. Im Unterschied zum elektrostatischen Feld folgt es sowohl aus einer skalaren als auch einer vektoriellen Potentialfunktion durch räumliche Ableitung, wobei das magnetische Skalarpotential gegenüber dem Vektorpotential auf einfach zusammenhängende Gebiete beschränkt ist. Beide sind Lösung einer skalaren bzw. vektoriellen Poisson bzw. Laplace-Gleichung. Für das resultierende Randwertproblem können daher auch die entsprechenden Lösungsmethoden wie in der Elektrostatik verwendet werden. Die Integration des Vektorpotentials über die stromführenden Bereiche ergibt die im magnetostatischen Feld gespeicherte Energie. Der mit der Feldenergie verknüpfte Begriff der Induktivität eines Stromkreises wird auf ein System mit mehreren Kreisen erweitert und in Analogie zu den Teilkapazitäten der Elektrostatik in ein System mit partiellen Induktivitäten zerlegt.
Marco Leone

Kapitel 5. Diffusionsfelder in Leitern

Zusammenfassung
Innerhalb von leitfähigen Medien treten bei zeitabhängigen Vorgängen Effekte auf, die auch in anderen Bereichen der Physik als Diffusionsvorgang bezeichnet werden. Es betrifft die räumliche und zeitliche Entwicklung des elektromagnetischen Feldes einschließlich der Stromdichte. Im Folgenden wollen wir uns auf zeitlich harmonische Vorgänge beschränken und insbesondere untersuchen, wie die elektrotechnischen Größen Widerstand, Induktivität und Verlustleistung eines Leiters von seiner Geometrie und Material sowie der Betriebsfrequenz abhängen.
Marco Leone

Kapitel 6. Elektromagnetische Wellenfelder

Zusammenfassung
Im allgemeinen, zeitabhängigen Fall sind elektrisches und magnetisches Feld untrennbar miteinander verbunden. Das elektromagnetische Feld ist von seiner Natur her ein Wellenfeld, das sich mit Lichtgeschwindigkeit frei im Raum ausbreitet. Die einfachste und elementare Wellenform ist die ebene Welle. Quellen des elektromagnetischen Wellenfeldes sind zeitabhängige Ladungen und Ströme. Aus deren retardierten elektrodynamischen Potentialen resultieren die elektrischen und magnetischen Feldkomponenten. Die elementaren Strahlungsquellen sind der elektrische und der magnetische Dipol. Elektromagnetische Wellen werden an Medienübergängen reflektiert und gebrochen.
Marco Leone

Kapitel 7. Wellen auf Leitungen

Zusammenfassung
Elektromagnetische Wellen können sich nicht nur frei im Raum ausbreiten, sondern auch entlang von Leitungen geführt werden. Es gibt viele unterschiedliche Bauformen von Leitungen, auf denen sich bestimmte Wellentypen ausbreiten. Eines der praktisch wichtigsten Leitungstypen für die Energie- und Nachrichtenübertragung ist der TEM (Transversal Elektromagnetische)-Wellenleiter, wie z. B. die Zweidrahtleitung oder das Koaxialkabel. Im Gegensatz zu anderen Leitungstypen haben TEM-Leitungen keine untere Grenzfrequenz und können direkt mit elektrischen Schaltungen verbunden werden. Ihre Geometrie und das Material muss hinsichtlich Verluste und Frequenzbandbreite an die jeweilige Anwendung angepasst werden.
Marco Leone

Kapitel 8. Hohlraumresonatoren

Zusammenfassung
In einem durch leitende Wände abgeschlossenen Raum können sich nur bestimmte elektromagnetische Schwingungsmuster (Moden) unterschiedlicher Frequenz ausbilden. Bei einer solchen Eigenfrequenz tritt Resonanz auf, bei der die Feldgrößen des Schwingungsmodes dominieren. Neben den Medieneigenschaften innerhalb des Hohlraums bestimmen einzig die Geometrie und die Randbedingung für die Felder auf den Wänden die Eigenfrequenzen und die räumliche Verteilung der Eigenschwingungen, die die Lösung eines Eigenwertproblems sind. Ihre Resonanzamplitude (Resonanzgüte) hängt von den Verlusten im Medium und an den Wänden ab und bestimmt maßgeblich den Frequenzgang der Eingangsimpedanz. Diese kann durch eine unbegrenzte Kettenschaltung von RLC-Schwingkreisen dargestellt werden.
Marco Leone

Backmatter

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