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17.12.2013 | Umwelt | Im Fokus | Onlineartikel

Neue Leitlinien sollen Nordsee-Schweinswale schützen

Autor:
Julia Ehl

Der Ausbau der Offshore-Windkraft in der Nordsee gefährdet den Bestand der Schweinswale. Das Bundesumweltministerium hat daher mit einem Schallschutzkonzept reagiert. Der Ausbau der Offshore-Windkraft soll so naturverträglicher gestaltet werden.

Schweinswale sind für Kommunikation, Orientierung und Nahrungssuche auf ihr Gehör angewiesen. Zu großer Lärm ist für sie eine existenzielle Bedrohung. Zu diesen bedrohlichen Lärmquellen gehört auch das Rammen der Fundamente von Windkraftanlagen für Offshore-Anlagen.

Das zum 1. Dezember 2013 in Kraft getretene Schallschutzkonzept gilt für den von Deutschland bewirtschaftete Bereich der Nordsee jenseits des Küstenmeeres. Besonderer Schutz genießt dabei das Sylter Außenriff und die Doggerbank, da dort vornehmlich die Aufzucht der Nachkommen erfolgt.

Das Konzept sieht vor die Rammungen zeitlich so zu organisieren, dass den Schweinswalen immer ein ausreichend großer Rückzugsraum bleibt. Besonderer Schutz soll während der Zeit der Aufzucht des Nachwuchses gelten. Zusätzlich werden Grenzwerte für die Schallbelastung der Natura 2000-Schutzgebiete in der Nordsee festgelegt. Das Konzept wird bei künftigen Genehmigungsverfahren berücksichtigt werden. Bereits genehmigte Windparks müssen das Konzept nicht berücksichtigen.

Die Springer-Autoren Burcu Özdirik und Martin Kaltschmitt beschäftigen sich im Buchkapitel "Stromerzeugung aus Windenergie" in Abschnitt 7.3 "Ökonomisch und ökologische Analyse" ausführlich mit den Umwelteffekten durch Windenergieanlagen. Dabei werden ab Seite 540 auch die Auswirkungen auf die Meeresumwelt und insbesondere der Unterwasserlärm beim Rammen der Konstruktionen mit seinen Effekten auf die Schweinswale behandelt.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2013 | OriginalPaper | Buchkapitel

Stromerzeugung aus Windenergie

Quelle:
Erneuerbare Energien

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