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Über dieses Buch

Dieses Buch führt in die Grundlagen der Umweltökonomik ein, stellt aber auch aktuelle Forschungsfragen vor. Umweltökonomik bedeutet, nach Mitteln zur möglichst effizienten Bereitstellung von Umweltgütern wie etwa sauberes Wasser und Klimaschutz zu suchen. Die Theorie externer Effekte sowie die Besonderheiten von Umweltgütern werden ausführlich erläutert, ebenso umweltpolitische Instrumente – Steuern, Emissionshandel und Auflagen – zur Lösung von umweltrelevantem Marktversagen. Dabei legen die Autoren Wert auf Anwendungsorientierung und verständliche Darstellung mit geringem Einsatz formaler Methoden. Fallstudien beschäftigen sich mit externen Kosten des Verkehrs, der Ökologischen Steuerreform, dem EU-Emissionshandel und CO2-Standards für PKWs. Ein Themenschwerpunkt gilt dem Klimawandel und der Klimapolitik.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Die ökonomische Sicht der Dinge

Worin besteht eigentlich aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht „das Umweltproblem“? Zum sogenannten Umweltproblem melden sich ganz unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen zu Wort. So liegt einigermaßen auf der Hand, dass Ökologen und Biologen etwas zu den Folgen von Umweltzerstörung zu sagen haben, wenn es um die Beeinträchtigung der Funktionsweise von Ökosystemen etwa geht oder sogar deren kompletter Verlust droht. Ziemlich einleuchtend ist auch, dass andere naturwissenschaftliche Disziplinen wie etwa die Klimatologie als Teildisziplin der Physik sich aufgerufen fühlen, sich zum Problem des Klimawandels zu äußern.
Bodo Sturm, Carla Vogt

Kapitel 2. Marktversagen durch externe Effekte

Eine Annahme, die wir unausgesprochen die ganze Zeit über zugrunde gelegt haben, ist die, dass wir es mit Wettbewerbsmärkten zu tun haben. Es gibt eine ganze Reihe von Kriterien, die herangezogen werden, um Wettbewerbsmärkte zu charakterisieren. Das zentrale Kriterium ist jedoch, dass Unternehmen auf Märkten als Preisnehmer agieren, d.h., Unternehmen dürfen keine Möglichkeit besitzen, den Marktpreis zu beeinflussen.
Bodo Sturm, Carla Vogt

Kapitel 3. Das Coase-Theorem

Wenn Märkte versagen, dann zieht das in der Regel den Ruf nach dem Staat nach sich. Die laisser-faire Konzeption der Wirtschaftspolitik basiert auf der Annahme, dass Märkte aus sich selbst heraus ein optimales Ergebnis hervorbringen. Wir haben gesehen, dass Märkte prinzipiell tatsächlich in der Lage sind, ein Maximum an sozialer Wohlfahrt zu generieren, allerdings war dieses Resultat an eine Reihe von sehr restriktiven Voraussetzungen geknüpft.
Bodo Sturm, Carla Vogt

Kapitel 4. Die Charakteristika von Umweltgütern

Wir sind bislang nicht weiter auf die ökonomisch relevanten Eigenschaften von Gütern eingegangen. In den folgenden Abschnitten zeigen wir, wie sich Güter hinsichtlich ihrer aus ökonomischer Sicht relevanten Eigenschaften charakterisieren lassen und was das Besondere an Umweltgütern ist. Wie wir sehen werden, geht es dabei insbesondere darum, ob der Preismechanismus zur Bereitstellung eines Guts angewendet werden kann und ob dies wünschenswert ist.
Bodo Sturm, Carla Vogt

Kapitel 5. Instrumente der Umweltpolitik

Wir haben in Kapitel 3 gesehen, dass das Coase-Theorem nur unter recht einschränkenden Bedingungen gültig ist. Insbesondere bei Umweltproblemen, an denen viele Akteure beteiligt sind, steigen die Transaktionskosten direkter Verhandlungen sehr schnell an, was kaum hoffen lässt, dass reale Probleme negativer externer Effekte auf dem Wege direkter Verhandlungen internalisiert werden könnten. Letzten Endes wird also doch ein staatlicher Eingriff benötigt, um das Marktversagen zu korrigieren. Die Frage ist: Wie kann der Staat eine Internalisierung externer Kosten erzwingen, und: Ist er in der Lage, eine effiziente Lösung herbeizuführen?
Bodo Sturm, Carla Vogt

Kapitel 6. Der Klimawandel als globales Umweltproblem

Dieses Kapitel ist globalen Umweltproblemen gewidmet. Was unterscheidet diese Umweltprobleme von lokalen Umweltproblemen? Der erste, offensichtliche Unterschied Besteht darin, dass globale Umweltprobleme nicht vor Landesgrenzen halt machen, sondern in ihren Auswirkungen die gesamte Weltbevölkerung betreffen. Die Erhöhung der Konzentration von CO2 in der Atmosphäre und der resultierende Klimawandel ist ein globales Problem, da jede Tonne CO2, unabhängig davon, wo sie emittiert wird, den gleichen Effekt auf die Konzentration dieses Gases in der Atmosphäre hat.
Bodo Sturm, Carla Vogt

Kapitel 7. Empirische Evidenz zur Bereitstellung öffentlicher Güter

Kapitel 6 zeichnet ein recht pessimistisches Bild, was die Möglichkeiten zur freiwilligen Bereitstellung öffentlicher Güter angeht: Unabhängig davon, wie komplex wir unser Modell gestaltet haben, zeigte sich, dass rationale Akteure hierbei versagen und das Gut nicht oder in ineffizient geringer Menge bereitstellen werden. In Kapitel 7 soll nun diese theoretische Prognose mit der Empirie konfrontiert werden, und zwar auf zwei Ebenen: Zunächst werden wir in Abschnitt 7.1 untersuchen, ob das von der Theorie prognostizierte Kooperationsversagen auch in der realen Klimapolitik zu beobachten ist. Wir werden uns daher etwas ausführlicher mit dem Kyoto-Protokoll und seiner Verhandlungsgeschichte auseinandersetzen.
Bodo Sturm, Carla Vogt

Kapitel 8. Übungsaufgaben

Herr Holz kann für seine Schreinerei eine Säge mit oder ohne Schalldämpfung mieten. Die Mietkosten für eine Säge mit Schalldämpfung sind dabei pro Woche um 100€ höher als im Fall ohne Schalldämpfung. Herr Ruhlieb wohnt neben der Schreinerei und ist lärmempfindlich. Er wäre bereit, pro Woche 90€ zu bezahlen, damit die Schreinerei mit einer schallgedämpften Säge ausgestattet wäre. Man müsste ihm andererseits mindestens 90€ bezahlen, damit es ihm egal wäre, neben der Schreinerei zu wohnen, wenn die Säge nicht schallgedämpft ist.
Bodo Sturm, Carla Vogt

Backmatter

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