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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

I. Einführung in die Thematik: Grundlegende Begriffe und ihre empirische Darstellung

Zusammenfassung
Mobilität und Verkehr sind eng verwandte Begriffe, jedoch keineswegs Synonyma. Mobilität stammt vom Lateinischen mobilis (= beweglich) und bezeichnet im allgemeinen den Wechsel von Personen oder Gütern zwischen den Teilmengen eines Systems. Der Begriff kann sinnvoll in unterschiedlichsten Lebensbereichen eingesetzt werden. So spricht man etwa von beruflicher Mobilität, wenn der Wechsel von einem Beruf zu einem anderen vorgenommen wird. Häufige Verwendung findet Mobilität auch im Zusammenhang mit dem Wechsel zwischen sozialen Schichten, gewählten Parteien, Arbeitsplatz bietenden Sektoren usw.
Hans-Friedrich Eckey, Wilfried Stock

II. Volkswirtschaftliche Bedeutung des Verkehrs

Zusammenfassung
Beschäftigt man sich mit der Frage, wieviel von einem Gut -also auch von Verkehrsleistungen- zu produzieren ist, um die gesamtgesellschaftliche Wohlfahrt zu maximieren, so läßt sich diese optimale Menge theoretisch leicht bestimmen. Bezeichnet man das betrachtete Gut mit x, den durch sie verursachten Nutzen mit U(x) und die bei seiner Herstellung entstehenden Kosten mit K(x), so lautet die Zielfunktion
$$U\left( x \right) - K\left( x \right) \to Maximum$$
.
Hans-Friedrich Eckey, Wilfried Stock

III. Verkehrsökonometrie

Zusammenfassung
Der Begriff Ökonometrie ist ursprünglich aus den Wirtschaftswissenschaften hervorgegangen. Er setzt sich aus den beiden griechischen Wörtern „oikonomia“ (= Verwaltung, Wirtschaft) und „metron“ (= Maß, Messung) zusammen und beinhaltet die Anwendung statistisch-mathematischer Verfahren auf wirtschaftswissenschaftliche Fragestellungen. Mittlerweile findet diese quantitative Analyse auch in vielen anderen Sachgebieten Anwendung, so auch in den Verkehrswissenschaften, und heißt dort Verkehrsökonometrie. Sie kann als Anwendung statistisch-mathematischer Verfahren auf verkehrliche Zusammenhänge und Prozeßabläufe verstanden werden. Gerade der Verkehr mit all seinen komplexen Strukturen und Zusammenhängen bietet ein weites Feld für verkehrsökonometrische Modelle. Mit ihrer Anwendung verbinden sich folgende Zielsetzungen
Hans-Friedrich Eckey, Wilfried Stock

IV. Besonderheiten des Verkehrssektors zur Begründung staatlicher Einflußnahme

Zusammenfassung
Eine Begründung für staatliche Eingriffe in das Verkehrswesen kann ökonomisch und außerökonomisch erfolgen. Bei der ökonomischen Begründung stellt der vollkommene Markt mit seinen wohlfahrtsökonomischen Auswirkungen die Bezugsbasis dar. Würde sich nachweisen lassen, daß der Wettbewerbsmechanismus in den Verkehrsmärkten nicht hinreichend funktioniert, so spräche dies für staatliche Eingriffe. Diese normative Theorie256 der Verkehrspolitik fragt also danach, ob und wann staatliche Eingriffe in den wettbewerblichen Prozeß ökonomisch sinnvoll sind und wie sie aussehen sollten. Von der ökonomischen ist eine außerökonomische Begründung der politischen Maßnahmen zu unterscheiden. Bei der ökonomischen Begründung werden die wohlfahrtsökonomischen Implikationen eines vollkommenen Marktes als richtige gesellschaftlichen Zielsetzungen akzeptiert und danach gefragt, warum sie in der Realität nicht erreicht werden und welche Eingriffe in den Markt notwendig sind, um ihnen näher zu kommen oder sie sogar zu realisieren. Bei der außerökonomischen Begründung werden dagegen von der Politik andere, außerökonomische Ziele (alleine oder zusätzlich) angestrebt.
Hans-Friedrich Eckey, Wilfried Stock

V. Elemente der Verkehrspolitik

Zusammenfassung
Innerhalb verkehrspolitischer Konzepte läßt sich grundsätzlich eine marktwirtschaftliche von einer interventionistischen Variante unterscheiden. Die marktwirtschaftliche Variante zeichnet sich durch
  • • eine ökonomisch-anthropozentrische Weltsicht aus, stellt also die Interessen des Menschen in ihren Mittelpunkt.
  • • ein hohes Vertrauen in die Funktionsfähigkeit des Marktes aus, unterstellt also, daß Verkehrsangebot und -nachfrage bei Setzung vernünftiger Rahmenbedingungen dezentral effizient miteinander koordiniert werden.
  • • ein geringes Vertrauen in die Steuerungsfähigkeit gesellschaftlicher Prozesse durch den Staat aus. Die Begründung liegt in der außerordentlichen Komplexität der Gesellschaft und damit auch des Verkehrsbereichs, die eine zentrale Instanz überfordert („Anmaßung von Wissen“), in der egoistischen Verhaltensweise der Politiker, die sich am Eigen- (Stimmenmaximierung) und nicht am Gemeinwohl orientieren, sowie in der aufgrund staatlichen Handelns geänderten Verhaltensweise der Privaten, die zunehmend auf den Staat vertrauen und ihre Eigeninitiative reduzieren.
  • • eine individualistische Staatsauffassung aus. Der Wille des Einzelnen muß Bezugspunkt des staatlichen Handelns sein; er weiß am besten, was gut für ihn ist (= Konsumentensouveränität).
Hans-Friedrich Eckey, Wilfried Stock

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