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Über dieses Buch

Im Alltag haben viele Menschen fast ausschließlich über Medieninhalte Kontakt zu Angehörigen verschiedener anderer gesellschaftlicher Gruppen (Outgroups). Gleichzeitig nutzen und verarbeiten sie Medieninhalte häufig gemeinsam in ihrer eigenen Gruppe (Ingroup). Johanna Schindler und Anne Bartsch beleuchten den Einfluss der Medienrezeption in Kleingruppen auf Vorurteile gegenüber Outgroups. Dazu systematisieren sie wissenschaftliche Erkenntnisse zu Vorurteilen und zur Medienrezeption in Gruppen und verbinden diese miteinander. Außerdem stellen die Autorinnen die Ergebnisse einer explorativen Feldstudie vor. Auf diese Weise wird eine integrative Perspektive auf Gruppenphänomene in der modernen Mediengesellschaft ermöglicht.

Die Autorinnen

Johanna Schindler ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Prof. Dr. Anne Bartsch ist Professorin für Empirische Kommunikations- und Medienwissenschaft am IfKMW der Universität Leipzig.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Vorurteile, d. h. negative Einstellungen gegenüber einer ‚Outgroup‘ im Vergleich zur ‚Ingroup‘, sind menschlich und entsprechend weit verbreitet. Dadurch sind sie von hoher sozialer Relevanz: Eine Vielzahl von Menschen ist von Vorurteilen betroffen – je nach Kontext z. B. aufgrund ihrer ethnischen oder nationalen Herkunft, Religion, geschlechtlichen oder sexuellen Identität, einer körperlichen oder psychischen Erkrankung oder Behinderung, oder auch aufgrund ihres Alters oder ihrer Körperform. Vorurteile können sich (häufig unbewusst und indirekt) negativ auf die Gesundheit, das Privat- und Berufsleben der Betroffenen auswirken und somit über Wohlergehen, soziale Teilhabe und ganze Biografien entscheiden.
Johanna Schindler, Anne Bartsch

Kapitel 2. Vorurteile als soziale Phänomene

Zunächst soll ein kurzer Überblick über den Vorurteils-Begriff und seine inhaltlichen Dimensionen gegeben werden.
Johanna Schindler, Anne Bartsch

Kapitel 3. Medienrezeption in Gruppen

Als Nächstes steht die Medienrezeption in Gruppen im Mittelpunkt. Dabei wird zunächst ihre Bedeutung eingeordnet und ein kurzer Überblick über bisherige Untersuchungen zum Zusammenspiel von Medienrezeption in Gruppen und Vorurteilen gegeben.
Johanna Schindler, Anne Bartsch

Kapitel 4. Ergebnisse einer explorativen Feldstudie

Da die Rezeption von Medienbotschaften über Outgroups in der Ingroup bisher kaum erforscht ist, sollen abschließend die Ergebnisse einer explorativen Feldstudie zu diesem Thema vorgestellt werden. Dazu wurde eine Kombination aus qualitativer Gruppendiskussion und Beobachtung von natürlichen Kleingruppen bei der gemeinsamen Nutzung und Verarbeitung einer Medienbotschaft über eine Outgroup durchgeführt.
Johanna Schindler, Anne Bartsch

Kapitel 5. Fazit

Es wurde deutlich, wie sehr sowohl Vorurteile als auch Medienrezeption in Gruppen durch und durch soziale Phänomene sind, die in der modernen Mediengesellschaft häufig zusammenspielen. Die gemeinsame Rezeption auf Outgroups bezogener Botschaften in der Ingroup ist eine relevante Alltagssituation, die Vorurteile gegenüber verschiedensten Gruppen beeinflussen kann – und so längerfristig menschliches Zusammenleben von unmittelbaren Interaktionen bis hin zu globalen Kontexten prägt. Dabei handelt es sich um einen immer noch wenig untersuchen, komplexen und häufig widersprüchlichen Prozess.
Johanna Schindler, Anne Bartsch

Backmatter

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