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Über dieses Buch

Zeugenaussagen sind oft unzuverlässige, aber dennoch unverzichtbare Beweismittel in Zivilprozessen. Zeugen auf ihre Aussage vorzubereiten, ist daher für Parteien aus vielen Gründen attraktiv. Oft wollen Zeugen auch auf ihre Aussage vorbereitet werden. Gleichzeitig haftet der Vorbereitung stets der Verdacht der unzulässigen Beeinflussung an. Dieses Spannungsfeld beleuchtet Steffen Lindemann aus Sicht des Zivilprozessrechts, des Strafrechts und des anwaltlichen Berufsrechts. Dabei wird deutlich, dass die gesetzlichen Vorgaben nur wenig Orientierung geben, wo die Grenzen zulässiger Zeugenvorbereitung vorlaufen, zugleich aber auch keine Form der Vorbereitung vorbehaltlos erlauben. Der Autor argumentiert daher gegen eine pauschale Bewertung bestimmter Methoden der Vorbereitung und für eine stärkere Berücksichtigung aussagepsychologischer Erkenntnisse, gerade auch durch Rechtsanwälte.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Zusammenfassung
Im Jahr 2011 war Rolf Breuer als Zeuge vor dem OLG München geladen. In dem Schadensersatzprozess der Erben des Medienunternehmers Leo Kirch gegen die Deutsche Bank und ehemalige Mitarbeiter belief sich die Forderung der Kläger auf etwas über 2 Milliarden Euro. Rolf Breuer, damals Vorstandssprecher der Deutschen Bank, hatte 2002 ein Interview gegeben, in dem er sich zur finanziellen Lage der mehrheitlich im Eigentum von Leo Kirch stehenden Kirch-Gruppe geäußert hatte.
Steffen Lindemann

Teil I: Die Rolle des Zeugen im Zivilprozess und mögliche Folgen der Zeugenvorbereitung

Zusammenfassung
Im Folgenden werden zunächst die Möglichkeiten der Zeugenvorbereitung geschildert (§ 2.). Anschließend wird erläutert, welche Aufgaben Zeugen im Zivilprozess zukommen (§ 3.) und welche Auswirkungen die Vorbereitung haben kann (§ 4.).
Steffen Lindemann

Teil II: Rechtliche Bewertung der Zeugenvorbereitung und ihrer Folgen

Zusammenfassung
Dieser Abschnitt befasst sich mit rechtlichen Bewertung der Zeugenvorbereitung und ihrer Folgen. Damit wird zunächst die Frage angesprochen, ob Zeugenvorbereitung zulässig ist, also ob Vorschriften eine bestimmte Vorgehensweise untersagen. Zugleich kann Zeugenvorbereitung unabhängig von ihrer Zulässigkeit Konsequenzen haben, wie sich insbesondere am Beispiel der Beweiswürdigung zeigt.
Steffen Lindemann

Teil III: Bewertung und Ausblick

Zusammenfassung
Abschließend sind somit die im zweiten Teil diskutierten Regelungen darauf zu überprüfen, ob sie angesichts der im ersten Teil ermittelten Rolle von Zeugen im Zivilprozess und möglichen Folgen der Zeugenvorbereitung angemessen sind. Eine Regelung ist zwar nicht nötig, wäre aber sinnvoll (A.), daher wird ein möglicher Wortlaut vorgeschlagen (B.). Die Satzungsversammlung hätte für die Schaffung einer derartigen Regelung in der BORA auch die Kompetenz (C.).
Steffen Lindemann

Backmatter

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