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Über dieses Buch

Die Arbeits- und Industriesoziologie erfasst aktuelle Wandlungsprozesse der Arbeitswelt in einer großen Bandbreite von Themen und Analyseebenen. Das vorliegende Lehrbuch konzentriert sich auf arbeitssoziologische Perspektiven, bei denen der Wandel der Qualität von Arbeit für die arbeitenden Subjekte ein zentrales Thema ist. Dazu ist die Einbeziehung von Meso- und Makrostrukturen erforderlich: Betriebliche und überbetriebliche Entwicklungen, einschließlich gesellschaftlicher Reproduktionsprozesse und Geschlechterverhältnisse, werden in Ihren Auswirkungen auf die Qualität von Arbeit und auf die Subjekte erfasst. Das Lehrbuch fokussiert darauf, wie gesellschaftliche Realentwicklungen im arbeitssoziologischen Diskurs in den Blick genommen werden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Einleitung begründet die Zielsetzung des Bandes, einen Überblick über arbeitssoziologische Perspektiven auf den Wandel der Qualität von Arbeit und ihre Bedeutung für die Subjekte zu geben, und gibt eine Übersicht über den Aufbau des Bandes und die zentralen Inhalte der Kapitel.
Frank Kleemann, Jule Westerheide, Ingo Matuschek

2. Hintergrund: Entwicklungslinien von Arbeit und Beschäftigung

Zusammenfassung
Zur Kontextualisierung der in der Publikation behandelten arbeitsweltlichen Strukturen und Prozesse werden in diesem Kapitel zentrale makrostrukturelle Entwicklungslinien von Arbeit und Beschäftigung aufgezeigt. Nach einem allgemeinen historischen Abriss zur Entwicklung der Arbeitsgesellschaft (1.1) werden vertieft der Prozess der Tertiarisierung der Arbeitswelt (1.2), die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung von Frauen (1.3), Veränderungen des Arbeitsmarkts im Hinblick auf Erwerbsbeteiligung, Arbeitslosigkeit und die demographische Entwicklung (1.4) sowie atypische Beschäftigungsverhältnisse (1.5) behandelt.
Frank Kleemann, Jule Westerheide, Ingo Matuschek

3. Arbeit und Technik

Zusammenfassung
Das Verhältnis von Arbeit und Technik ist seit jeher eines der zentralen Themen der Arbeitssoziologie. Vor dem Hintergrund der Entwicklungslinien der Technisierung von Arbeit in den letzten Jahrzehnten (3.1) und der arbeits- und industriesoziologischen Analyseperspektiven des Verhältnisses von Arbeit und Technik (3.2) widmet sich das Kapitel den zentralen aktuellen Debatten, in denen Auswirkungen auf die Subjekte und auf die Qualität von Arbeit sowie Veränderungen des Stellenwerts von Subjektivität im Arbeitsprozess thematisiert werden (3.3).
Frank Kleemann, Jule Westerheide, Ingo Matuschek

4. Arbeit und Betrieb

Zusammenfassung
Das Kapitel befasst sich mit den Dynamiken in der betrieblichen Arbeitsorganisation der letzten Jahrzehnte, deren Realentwicklung eingangs (4.1) umrissen wird. Nachfolgend (4.2) werden die zentralen Debatten dazu unter den Leitbegriffen Vermarktlichung (von Unternehmens- und Betriebsstrukturen, 4.2.1), Entgrenzung (betrieblicher Formen der Arbeitsorganisation, 4.2.2) und Flexibilisierung (der Arbeitstätigkeit und des betrieblichen Personaleinsatzes, 4.2.3) sowie die diese Prozesse reflektierende Debatte um die Arbeitskraftunternehmer-These (4.2.4) diskutiert. Abschließend (4.3) wird außerdem die jüngere Debatte zum Wandel der betrieblichen Leistungs- und Lohnpolitik vorgestellt, in der sich die neuen Logiken betrieblicher Rationalisierung widerspiegeln.
Frank Kleemann, Jule Westerheide, Ingo Matuschek

5. Arbeit und Sozialintegration: Verunsicherung durch Prekarisierung

Zusammenfassung
Die Zunahme prekärer und atypischer Beschäftigungsverhältnisse und der Niedergang sozialrechtlicher Standards bilden den Hintergrund für die prominente Zeitdiagnose der Prekarisierung, der dieses Kapitel gewidmet ist. Die veränderte Regulierung der Beschäftigungsverhältnisse hat gesellschaftspolitische Dimensionen, die sich nicht nur über die soziale Lage, sondern auch über subjektive Verunsicherung offenbaren. Nach einer begrifflichen Differenzierung (5.1), werden zentrale theoretische Analyseperspektiven auf die erodierende Integrationskraft der Lohnarbeit (5.2), die Sozialstruktur der Betroffenheit von Prekarität (5.3) und die Umgangsweisen der Subjekte mit ihren unsicheren Erwerbs- und Lebenslagen (5.4) beleuchtet.
Frank Kleemann, Jule Westerheide, Ingo Matuschek

6. Arbeit und Leben: Wechselwirkungen und Entgrenzung von Erwerbs- und Privatsphäre

Zusammenfassung
Gegenstand des Kapitels sind der Wandel des ungleichen Wechselverhältnisses zwischen Erwerbs- und Privatsphäre und seine Auswirkungen auf die Subjekte. Mithilfe der theoretisch unterfütterten Begriffspaare ‚Produktion und Reproduktion‘ (6.1) wird die historische Entwicklung der geschlechtsspezifischen gesellschaftlichen Arbeitsteilung von getrennten Sozialsphären (6.2) zur Entgrenzung von Arbeit und Leben (6.3) erläutert. Die Debatte erkennt die subjektiven Vermittlungen zwischen den Sphären als aktives Reproduktionshandeln an (6.4) und analysiert daher sowohl die sozial ungleichen Voraussetzungen dazu (6.5) als auch die geschlechtsspezifischen Auslagerungen der notwendigen Care-Arbeit (6.6).
Frank Kleemann, Jule Westerheide, Ingo Matuschek

7. Arbeit und Subjektivität

Zusammenfassung
Kapitel 7 widmet sich abschließend dem Verhältnis von Arbeit und Subjektivität. Dazu wird zentral die Debatte zur Subjektivierung von Arbeit (7.1) beleuchtet, die – insbesondere vor dem Hintergrund der zuvor ausführlich behandelten Wandlungstendenzen der Arbeitsorganisation – die subjektiven Ansprüche, Orientierungen, Umgangsweisen und Alltagspraxen der Erwerbstätigen in den Blick nimmt. In Anknüpfung daran werden zwei neuere Debatten zu subjektiven Ansprüchen an den Sinn der Arbeit (7.2) und zum Kollektivbewusstsein der Arbeitenden im Hinblick auf interessenpolitische und Leistungsorientierungen (7.3) aufgegriffen, um abschließend (7.4) neuere Diskurse zu „guter“, „sinnhafter“ und „nachhaltiger“ Arbeit als Grundlage für eine normative Debatte zum Wandel der Qualität von Arbeit zur Diskussion zu stellen.
Frank Kleemann, Jule Westerheide, Ingo Matuschek

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