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Open Access 2024 | Open Access | Buch

Buchtitelbild

Automatisierter ÖPNV

Hintergründe und praktische Anleitung zur Umsetzung in kleineren Städten und ländlichen Regionen

herausgegeben von: Robert Yen, Nadja Braun Binder, Constantin Pitzen, Jens Schippl

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

Dieses Open-Access-Handbuch versteht sich als praktisches Hilfsmittel für den gezielten Einsatz eines automatisierten ÖPNV auf dem Weg zur Mobilitätswende. Es richtet sich in erster Linie an Entscheidungsträger, Verwaltungen kleinerer und größerer Kommunen sowie an Verkehrsbetriebe. Das Handbuch vermittelt der Leserin und dem Leser einen umfassenden Überblick über verschiedene Entwicklungslinien des automatisierten Fahrens sowie über die damit verbundenen Chancen und Risiken für Mobilität und Gesellschaft. Die Autorinnen und Autoren verdeutlichen sehr anschaulich, dass die Chancen des automatisierten Fahrens vor allem in der Ergänzung oder Erweiterung des ÖPNV liegen. Davon ausgehend adressiert das Buch sehr praxisnah und umsetzungsorientiert alle wesentlichen Fragestellungen, die vor dem Start eines Pilotprojekts zur Einführung eines automatisierten ÖPNV bedacht werden sollten. Der Fokus liegt auf den oft unberücksichtigten ländlichen Räumen bzw. jenen Räumen größerer Städte und Regionen, die heute von den Verkehrsbetrieben und -verbünden nicht oder nur sehr unzureichend versorgt werden.

Den Herausgebern und der Herausgeberin ist das Anliegen, die Mobilitätswende so gut und rasch als möglich zu schaffen, sowie das Wissen um die herausragende Rolle des ÖPNV als kollektives Verkehrsmittel gemein. Die Autorinnen und Autoren stammen aus der Wissenschaft und aus der täglichen Planungs- und Beratungspraxis. Es ist ihnen in hervorragender Weise gelungen, eine sowohl systemische wie auch sehr lösungsorientierte Sicht auf die oft komplexe Aufgabe der Mobilitätswende zu eröffnen und die Rolle zu beschreiben, die ein automatisierter ÖPNV bei der Mobilitätswende spielen könnte.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Open Access

Kapitel 1. Einleitung
Zusammenfassung
Das Kap. 1 führt in das Thema automatisiertes und vernetztes Fahren (avF) ein und erläutert die wesentlichsten Begriffe. Über die Beschreibung der Automatisierungsstufen (SAE Level 1–5) und die Erläuterung, wie es zu Fahrentscheidungen der automatisierten Fahrzeuge kommt, wird dem Leser vermittelt, dass automatisiertes Fahren stark mit dem Kontext, in dem sich das Fahrzeug bewegt, verbunden ist und somit nur als Teil des Ökosystems Mobilität verstanden werden kann.
Das Kap. 1 gibt außerdem einen Einblick in die Entwicklung des automatisierten Fahrens und versucht zudem, einen Ausblick zu geben. Fazit der Beschreibung ist, dass Sharing und Integration von avF die Schlüssel für die Mobilitätswende sind.
Damit avF zu einer besseren Mobilität beiträgt, muss dieses in Flotten gemeinsam genutzter Fahrzeuge eingeführt und in öffentliche Verkehrsdienste integriert werden.
Exemplarisch wird ein Szenario für die Entwicklung der Mobilität aus der Perspektive einer Kommune mit Zielsetzung Mobilitätswende beschrieben.
Robert Yen, Cornelie van Driel, Jens Schippl, Bettina Abendroth, Torsten Fleischer, Willibald Krenn, Constantin Pitzen, Heiner Monheim

Open Access

Kapitel 2. Die Stadt in ländlichen Regionen – sich entwickelnde Räume
Zusammenfassung
Raumtypologien, die es möglich machen, regionsübergreifend das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung abzubilden, sind der Ausgangspunkt für die Beschreibung und Analyse der Mobilität im ländlichen Raum. Das Kap. 2 beschreibt zunächst den Ansatz der Raumtypologie „RegioStaR“, die heute die Grundlage für die Abbildung von Mobilitätsverhalten in Deutschland bildet. Darüber hinaus werden die Eigenheiten des Mobilitätsverhaltens im ländlichen Raum dargestellt. Das Kap. 2 versteht einen automatisierten ÖPNV als Chance für die Transformation des Mobilitätsökosystems. Auf dieser Grundlage werden die Anforderungen an ein automatisiertes ÖPNV-Netz beschrieben, das Großstadtrand, Stadt, Umland und Dorf versorgen soll. Zuletzt beschäftigt sich das Kap. 2 mit dem Straßenraum, in dem künftig die Menschen Priorität vor den Autos haben müssen, soll die Mobilitätswende gelingen.
Barbara Lenz, Constantin Pitzen, Dennis Jaquet, Heiner Monheim

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Kapitel 3. Auswirkungen des automatisierten Fahrens
Zusammenfassung
In Kap. 3 wird zunächst aufgezeigt, welche verkehrlichen Folgen und Risiken mit avF einhergehen können und wie diese von der Nutzungsform und der Regulierung automatisierter Fahrzeuge abhängen. Weiter behandelt werden die Anforderungen von avF an Infrastrukturen wie Straßen, Parkraum, aber auch an die digitale Verkehrsinfrastruktur, wie z. B. Lichtsignalanlagen, Verkehrsbeeinflussungsanlagen oder Kommunikationsplattformen. Anschließend behandelt das Kapitel Fragen des derzeitigen und zukünftigen Datenbedarfs von avF im Mobilitätssystems und – damit verknüpft – Aspekte der Datensicherheit bzw. Cyber-Security. Auch das Thema Verkehrssicherheit im Mischverkehr von avF und mit vulnerablen Verkehrsteilnehmergruppen wird lösungsorientiert beleuchtet. Wie das automatisierte und vernetzte Fahren einen Beitrag für die Attraktivitätssteigerung und den Kapazitätsausbau des ÖPNV beitragen kann, wird ebenso behandelt wie für die Umsetzung von afV relevante gesellschaftliche und ethische Aspekte.
Jens Schippl, Constantin Pitzen, Michael Aleksa, Willibald Krenn, Emanuele Leonetti, Markus Deublein, Erik Schaarschmidt, Torsten Fleischer, Robert Yen

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Kapitel 4. Akzeptanz und Nutzbarkeit automatisiertes Fahren
Zusammenfassung
Die Einführung eines automatisierten ÖPNV schafft für alle ein neues Mobilitätsangebot. Das Kap. 4 beschreibt, wie durch die Analyse von Motiven der Verkehrsmittelwahl Rahmenbedingungen abgeleitet werden können, die die Nutzung des automatisierten ÖPNV fördern. Um Menschen von der Nutzung des automatisierten ÖPNV zu überzeugen, ist es wichtig, den Mensch als Fahrgast in den Mittelpunkt der Gestaltung von Mobilitätsangeboten zu stellen und seine spezifischen Bedürfnisse zu erfüllen. Mobilitätsangebote umfassen die gesamte Customer Journey, d. h. neben der eigentlichen Fahrt muss der gesamte Prozess aus Sicht eines Fahrgastes von der Planung einer Fahrt bis zum Erreichen des Zielortes betrachtet werden. Ein wesentlicher Aspekt für die Akzeptanz der Bevölkerung eines automatisierten ÖPNV ist die Verkehrssicherheit der anderen Verkehrsteilnehmenden. Daher schließt das Kap. 4 mit der Kommunikation zwischen avF und anderen Verkehrsteilnehmenden und macht dazu konkrete Handlungsempfehlungen.
Bettina Abendroth, Philip Joisten, Erik Schaarschmidt, Tania Gianneli

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Kapitel 5. Planungsverfahren für die Integration automatisierten Fahrens
Zusammenfassung
Das Kap. 5 setzt sich mit der Frage auseinander, wie die künftige Planung von Verkehrsräumen erfolgen könnte, die die Integration eines automatisierten ÖPNV berücksichtigt, insbesondere da unsere bestehenden Planungsvorgaben dafür keine Vorgaben machen. Hinzu kommt, dass derzeit die Gesellschaft und Städte sich in einem starken Veränderungsprozess befinden und wir damit für die Integration eines automatisierten ÖPNV nicht von heute bekannten Verhaltensweisen ausgehen können. Parallel umgesetzte Maßnahmen lassen es unmöglich erscheinen, das Mobilitätsverhalten und damit die Nachfrage vorauszusagen. Das Kap. 5 gibt einen Einblick, wie mit Modellen diesem Umstand Abhilfe geschaffen werden kann. Das Kapitel schließt mit Vorschlägen und Beispielen für die Neugestaltung des Straßenraums.
Dennis Jaquet, Gregor Korte, Paul Rosenkranz, Christian Rudloff

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Kapitel 6. Rechtliche Aspekte des automatisierten Fahrens und der Personenbeförderung
Zusammenfassung
Im Kap. 6 werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für automatisiertes bzw. hochautomatisiertes Fahren in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz skizziert. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem ÖPNV, wobei dieser nicht losgelöst von den allgemeinen straßenverkehrsrechtlichen Rahmenbedingungen betrachtet werden kann. Das Straßenverkehrsrecht steht denn auch im Zentrum der drei Beiträge. Verschiedentlich werden weitere offene Rechtsfragen aufgegriffen. Auch wenn gerade für Deutschland vieles bereits beispielgebend geregelt wurde, gelangen alle drei Beiträge zum Schluss, dass die betroffenen Rechtsgebiete aufgrund der fortschreitenden technischen Entwicklungen und der erwarteten unionsrechtlichen Regelungen raschen Änderungen unterworfen sein werden, weshalb es sich bei den Ausführungen auch nur um punktuelle Momentaufnahmen handeln kann.
Nadja Braun Binder, Peter Bußjäger, Raoul Fasler, Annette Guckelberger

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Kapitel 7. Handlungsleitfaden zur Integration automatisierten Fahrens
Zusammenfassung
Das Kap. 7 soll dem Leser möglichst praktische Ideen und Vorgehensweisen für die Integration eines automatisierten ÖPNV zur Verfügung stellen. Dabei bildet die Reihenfolge der Kapitel bereits einen Handlungsleitfaden: Beginnend mit der Frage ‚Wie ist bei der Integration automatisierten Fahrens vorzugehen?‘, ‚Was ist verkehrs- und raumplanerisch bei der Implementierung eines automatisierten ÖPNV zu beachten?‘ über die Frage ‚Wie kann ein automatisiertes Fahrzeug oder eine automatisiert fahrende Transportdienstleistung beschafft und implementiert werden?‘ und die Zulassung der automatisierten Fahrzeuge endet das Kapitel mit einem Einblick in die betriebliche Umsetzung eines automatisierten ÖPNV aus der Sicht eines Verkehrsunternehmens. Zur Illustration wird ein hypothetisches Projekt am Beispiel der bayrischen Kleinstadt Lindau am Bodensee beigesteuert, das die Implementierung zweier automatisierter ÖPNV-Linien als ein Instrument innerhalb vieler Maßnahmen für das Gelingen der Mobilitätswende beschreibt.
Constantin Pitzen, Heiner Monheim, Mario Zweig, Robert Yen, Christoph Marquardt
Metadaten
Titel
Automatisierter ÖPNV
herausgegeben von
Robert Yen
Nadja Braun Binder
Constantin Pitzen
Jens Schippl
Copyright-Jahr
2024
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-66998-3
Print ISBN
978-3-662-66997-6
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-66998-3

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