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30.03.2015 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

TUM-Studenten gewinnen Audi Autonomous Driving Cup

Autor:
Katrin Pudenz

Rund 50 Studierende aus Deutschland haben beim Audi Autonomous Driving Cup an einem Modellauto getüftelt, das eigenständig auf ein plötzlich auftauchendes Hindernis reagiert und abbremst. Den ersten Platz belegten Studenten der Technischen Universität München.

Der Audi Autonomous Driving Cup wendet sich vorrangig an Studierende der Fachrichtungen Informatik, Elektrotechnik und Maschinenbau. Zehn Teams von Hochschulen aus ganz Deutschland hatten sich für den Wettbewerb qualifiziert, den Audi in diesem Jahr zum ersten Mal veranstaltete.

Die Modellfahrzeuge - kleine Audi Q 5 im Maßstab 1:8 - haben die Studierenden im Herbst vergangenen Jahres von Audi erhalten. Sie wurden von den Teams kurz gesagt so programmiert, dass sie pilotiert fahren können.

Die kleinen Q5-Modelle werden von einem Elektromotor auf bis zu 40 km/h beschleunigt. Sie sind allesamt mit einer leistungsfähigen Kamera sowie verschiedenen Infrarot- und Ultraschallsensoren ausgestattet, die Hersteller Audi in ähnlicher Form auch in Serienfahrzeugen verwendet. Auch eine einheitliche Basissoftware bekamen die Teilnehmer vorgegeben. Ihre Aufgabe im vergangenen halben Jahr bestand darin, eine eigene Softwarearchitektur zu entwickeln. Diese soll die Daten von Kamera und Sensoren selbständig auswerten, daraufhin die Situation interpretieren und das Auto entsprechend steuern.

Leistungsfähigkeit der Software zeigen

Bei dem Finale des Wettbewerbs, ausgetragen im Audi Museum Mobile auf einem rund 300 Quadratmeter großen Parcours, galt es für die Teilnehmer, die Leistungsfähigkeit der Software unter Beweis zu stellen. Im direkten Wettbewerb mussten die Modellautos zeigen, wie sie auf Gegen- und Kreuzungsverkehr, schwierige Einparksituationen und plötzlich auftauchende Hindernisse reagieren. Ziel war es, möglichst schnell und fehlerfrei durch den Parcours zu kommen. Unfälle, Zeitverlust oder ungenau ausgeführte Fahrmanöver führten zu Punktabzug. Auch ein wissenschaftlicher Vortrag, in dem die Studierenden der Jury ihr Vorgehen beim Programmieren des Fahrzeugs erläutern, und eine freie Fahrdemonstration flossen in die Bewertung mit ein. Auch hatten die Teilnehmer am letzten Wettbewerbstag die Gelegenheit, eigene kreative Lösungen oder Fahrmanöver zu präsentieren.

Das Team der TU München überzeugte die Jury vor allem durch souveränes Meistern der schwierigen Fahraufgaben im Finalparcours, berichtet der Hersteller. Der zweite Platz, dotiert mit einem Preisgeld von 5000 Euro, ging an die Studierenden des Karlsruhe Institute of Technology. Über 1000 Euro Preisgeld für den Drittplatzierten durfte sich das Team der Universität Freiburg freuen.

Neuauflage 2016

"Die kreativen Lösungen, die die Studierenden präsentiert haben, haben die Jury überzeugt. Gerade für den Bereich der Fahrerassistenzsysteme und des pilotierten Fahrens sind Studiengänge von Bedeutung, die Wert auf diese Innovationsthemen legen und die Studenten dafür begeistern. Nach den guten Ergebnissen in diesem Jahr werden wir den Audi Autonomous Driving Cup auch 2016 wieder veranstalten", betonte Professor Dr. Ulrich Hackenberg, Audi-Vorstand Technische Entwicklung.

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