Skip to main content
main-content

06.02.2017 | Bank-IT | Nachricht | Onlineartikel

Verbraucher vertrauen Banken beim Datenschutz

Autor:
Eva-Susanne Krah

Verbraucher sind überzeugt, dass ihre Daten bei Banken und Versicherern sicher sind. Bei der Wahl eines Finanzdienstleisters achten sie kritisch darauf, ob Datenschutz gegeben ist. Doch nur jedes sechste deutsche Geldinstitut glaubt an die IT-Sicherheit im eigenen Haus.

Eine globale Studie von Cap Gemini belegt, dass Kunden besonders auf Datenschutz achten, wenn es um Finanzdienstleister geht. Kritisch sind sie vor allem bei Fintechs. Hier glauben der Studie zufolge nur fünf Prozent der Befragten an Datensicherheit. Doch 85 Prozent der Verbraucher sind im Vergleich dazu davon überzeugt, dass ihre persönlichen Daten bei Banken und Versicherern gut aufgehoben sind. Die Verbraucher ließen sich in Bezug auf Banken "vom Irrglauben leiten, ihr eigener Anbieter sei zu 100 Prozent sicher", stellt Christian Kroll, Leiter Financial Services bei Capgemini Consulting DACH, fest. 

Nur wenige Banken sind von der eigenen IT-Sicherheit überzeugt

Anders sieht es bei den Geldhäusern selbst aus: Nur jeder sechste leitende Bankangestellte ist laut der Studie demnach zuversichtlich, dass die eigene Organisation einen Datenverlust aufdecken oder verhindern kann. Genauso wenige geben an, dass sie bei der Umsetzung von Richtlinien im Sinne der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die im Mai 2018 endgültig in Kraft treten soll, Fortschritte gemacht haben. Immerhin hatte jedes vierte Finanzinstitut schon einmal einen Hackerangriff im eigenen Haus. Passiert dies, ist es für die Kundenbeziehungen schlecht: Denn 83 Prozent der befragten deutschen Kunden würden laut der Studie dann das Finanzinstitut wechseln. Damit sind deutsche Kunden sensibler als der internationale Durchschnitt. Global würden 74 Prozent sich für einen anderen Finanzdienstleister entscheiden. 

Keine schlüssige Strategie

Nahezu drei Viertel (71 Prozent) der Finanzinstitutionen verfügen laut Ergebnissen des Reports weder über eine durchdachte Sicherheitsstrategie, noch haben sie ausreichende Datenschutzbestimmungen etabliert. Kroll glaubt, dass viele Verbraucher überrascht sein werden, wenn die Datenschutzgrundverordnung erst in Kraft ist "und alle Datenverstöße öffentlich" werden. Die Geldhäuser entwickelten sich im Kampf gegen komplexe Angriffe zwar immer weiter, doch das öffentliche Bewusstsein darüber sei bisher noch gering. 

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.01.2017 | Branche | Ausgabe 1/2017

Nicht alles, was möglich ist, ist auch erlaubt!

2010 | Buch

Datenschutz kompakt und verständlich

Eine praxisorientierte Einführung

Das könnte Sie auch interessieren

04.10.2013 | Bank-IT | Im Fokus | Onlineartikel

Datensicherheit wird Chefsache

Premium Partner

micromNeuer InhaltNeuer InhaltNeuer InhaltPluta LogoNeuer Inhalt

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Digital Banking braucht Strategie und Kundenorientierung

Das englischsprachige Whitepaper „Successful Digital Banking: Aligning business strategy with technology“ untersucht, wie der Digitalisierungseifer in der Bankenbranche und eine fehlende Strategie das Kundenerlebnis beeinträchtigen – und was die zentralen Erfolgsfaktoren beim Digital Banking sind. Die Studie macht deutlich, mit welchem Eifer die Bankenbranche die Digitalisierung vorantreibt. Allerdings fühlen sich einige Kunden dabei von der Vielfalt neuer Funktionalitäten einfach überfordert. Letztlich sind digitale Strategien immer dann erfolgreich, wenn sie ein positives Kundenerlebnis über alle Touchpoints hinweg im Blick haben.
Jetzt gratis downloaden!