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Über dieses Buch

Das Buch stellt die umfangreichen Möglichkeiten nachträglicher Abdichtungen im erdberührten und nicht erdberührten Bereich beim Bauen im Bestand vor. Ziel ist die Darstellung der wichtigsten Technologien und verwendbaren Materialien. Das Autorenteam beschreibt die Wirkprinzipien einzelner Verfahren ebenso wie die Höhe und Art von Risiken gewählter Abdichtungsweisen.

Die 5. Auflage wurde überarbeitet und den Regeln der Technik angepasst. Wo es notwendig ist, wird auf die neue DIN 18531 bis 18535 eingegangen. Ergänzend dazu gibt es jetzt die vollständigen WTA Merkblätter zur Injektion und mechanische Abdichtung.

Die Autoren beraten den Leser zu allen rechtlichen "Fallstricken", die vom Bauleistungsangebot bis zur Bauabnahme auftreten können und setzen dabei keine juristische Vorbildung voraus. Der juristische Teil als ein wesentlicher Bestandteil des Buches u. a. wegen der Neuregelungen im Werkvertragsrecht des BGB zum 01.01.2009 im Zusammenhang mit dem Forderungssicherungsgesetz aktualisiert, sondern auch um neue Themen ergänzt. Unter anderem werden grob die Abläufe und Besonderheiten eines Bauprozesses dargestellt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Entwicklung der Bauwerksabdichtung

Zusammenfassung
Verfolgt man die Geschichte der menschlichen Entwicklung, so war es von je her Bestreben der Menschen, ihre Bauwerke vor äußeren Einflüssen, wie Feuchtigkeit, Wind, Kälte und Sonne zu schützen. Dem vorbeugenden Schutz vor Feuchtigkeit fällt dabei eine besondere Rolle zu.
Jürgen Weber

2. Denkmalpflegerische Betrachtungen und Denkmalpflegerische Aspekte in der Bauwerksabdichtung/Bauwerkssanierung

Zusammenfassung
Das Thema Nachnutzung und Transformation von erhaltenswerten Bestandsobjekten und hierbei insbesondere die Neu- und Nachnutzung von Baudenkmälern ist eine der großen Herausforderung im aktuellen Baugeschehen. Zum einen sollen die historischen Bautechniken und eingesetzten Materialien erhalten und bewahrt werden, zum anderen müssen die allgemein anerkannten Regeln der Technik und die einschlägigen Baunormen eingehalten und sicher angewendet werden. Dies führt für den Planer und die ausführenden Gewerke in der gesamten Bauabwicklung zu einem erhöhten Planungsumfang und großer handwerklichen Könnerschaft. Es müssen die historischen Grundrisse mit ihren ursprünglichen Nutzungsgegebenheiten in die heutige Zeit mir ihren Nutzeranforderungen und Qualitätsansprüchen übertragen werden und es steht der historischen Bausubstanz oftmals die heutige Baustoffauswahl und Bautechnik entgegen. Aus dem Missverständnis und der Unkenntnis heraus wird die historischen Substanz einer nachempfundenen „disneyhaften“ Kulisse geopfert.
Christoph Hellkötter

3. Grundlagen in der Bauwerksabdichtung

Zusammenfassung
Knobloch und Schneider definieren in (2001) die Baustoffkorrosion wie folgt: „Unter Korrosion versteht man die unbeabsichtigte zerstörende Einwirkung auf einen metallischen oder nichtmetallischen Werkstoff, ausgelöst durch die ihn umgebenden oder in seiner Struktur eingelagerten bzw. eingebauten Stoffe oder Medien, die damit als Korrosionsmittel wirken. Die meisten Korrosionsmittel sind Flüssigkeiten, sie bewirken von der Oberfläche her chemische, bei Metallen auch elektrochemische Reaktionen.“
Jürgen Weber, Clemens Hecht

4. Geotechnische Grundlagen

Zusammenfassung
Der Begriff Bauwerk-Baugrund-Interaktion wird im Allgemeinen für die Wechselbeziehungen von Gründungen und der für die Lastabtragung von Bauwerken relevanten Bodenzone hinsichtlich mechanischer Vorgänge (z. B. Setzungen, Grundbruch, Böschungsversagen, etc.) verwendet.
Peter Neundorf

5. Bestandsanalyse und Mauerwerksdiagnostik

Zusammenfassung
Auf eine Bauwerk wirkt in unterschiedlicher Intensität Wasser ein. Je besser ein Bauwerk vor dieser Schadquelle geschützt wird, umso länger bleibt es ohne Schaden und kann ohne Einschränkung genutzt werden.
Jürgen Weber

6. Messgeräte und -verfahren in der Bauwerksabdichtung

Zusammenfassung
Grundsätzlich können die Feuchtemessverfahren auf der Basis der Aussagen über die Baustofffeuchte den direkten und indirekten bzw. zerstörende und nicht zerstörende Messverfahren zugeordnet werden.
Jürgen Weber

7. Abdichtungskonzept und Wirksamkeitsnachweis in der Baupraxis

Zusammenfassung
Das Sanierungskonzept ist die letzte Vorstufe und Grundlage zur fachgerechten Ausführungsplanung des nachträglichen Einbaus von Horizontalsperren und sonstiger Abdichtungsarbeiten. Bei kleineren bzw. untergeordneten Objekten ist das Konzept in der Baupraxis vielfach die Ausführungsgrundlage selbst. Gerade wenn Anbieter von Abdichtungsleistungen Angebote dem Bauherren unterbreiten, so geht der Planungsumfang kaum über ein skizzenartiges Abdichtungskonzept und dem eigentlichen Preisangebot hinaus. Dabei wird vielfach nicht beachtet, dass die Abgabe eines Preisangebotes durch eine Firma bereits rechtlich mit der Planung im Zusammenhang steht und sich Haftungsansprüche daraus ableiten.
Jürgen Weber

8. Bauteiltrocknung in der Altbausanierung

Zusammenfassung
In Bestandsgebäuden werden in der Sanierungsphase Bauteiltrocknungen infolge jahrelanger, teilweise intensiver Feuchtebelastung notwendig. Hinzu kommen notwendige Trocknungsmaßnahmen bei unplanmäßiger Feuchtebelastung der Bauteile im Sanierungszeitraum durch unplanmäßige Wasserleitungsschäden oder durch Regenbeaufschlagungen.
Jürgen Weber

9. Nachträgliche mechanische Horizontalsperre

Zusammenfassung
Bei den hier näher erläuterten mechanischen Verfahren wird das Mauerwerk in der vom Fachplaner festgelegten Dichtungsebene mechanisch getrennt und im Anschluss eine wasserundurchlässige Sperrschicht eingebaut. Die einzelnen Verfahren untergliedern sich einerseits nach der Art und Weise der mechanischen Trennung sowie andererseits nach der Materialart der einzubauenden Sperrschicht.
Uwe Wild

10. Horizontalsperren im Injektionsverfahren

Zusammenfassung
Unter Injektion versteht man das Einbringen einer flüssigen Substanz in ein Bauteil. Das Einbringen der Substanz erfolgt mit oder ohne Druck mit dem Ziel der vollständigen Verteilung über dem Bauteilquerschnitt.
Jürgen Weber

11. Nachträgliche Vertikalabdichtung

Zusammenfassung
In der Altbausanierung wird im Kellergeschoss teilweise eine gewisse Feuchtigkeit toleriert. Dies insbesondere dann, wenn der Keller planmäßig nur für untergeordnete Lagerzwecke genutzt werden soll. In solchen Fällen wird lediglich eine Horizontalsperre oberhalb des Geländeniveaus eingebaut, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit bis in das Erdgeschoss kapillar aufsteigt.
Uwe Wild

12. Abdichtungen im Sockelbereich

Zusammenfassung
Mit dem Begriff Gebäudesockel wird der außenliegende und sichtbare Teil einer Gebäudefassade eines Bauwerks bezeichnet. Dieser Bereich oberhalb des Terrains muss einerseits den gestalterischen und optischen Ansprüchen der Bauherrschaft genügen und seine Funktion als verwitterungs- und wetterbeständiger Spritzwasserschutz erfüllen.
Rainer Spirgatis

13. Abdichtungen von Balkonen, Terrassen und Laubengängen

Zusammenfassung
Balkone, Terrassen und Laubengänge sind als Außenbauteilen unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Neben den Witterungseinflüssen müssen sie auch teilweise hohen mechanischen Belastungen Stand halten sowie optischen Ansprüchen genügen. Bei der Planung und Ausführung im Neubau wird häufig nur mit relativ geringem Aufwand der Schutz dieser Bauteile betrieben, weil es sich „erstmal“ um untergeordnete Nebenbauwerke handelt.
Martin Mossau

14. Flächenabdichtung durch Injektion

Zusammenfassung
Alle im Kap. 11 „Nachträgliche Vertikalabdichtung“ abgehandelten Möglichkeiten zur Erstellung von Vertikalabdichtungen an Altbauten weisen eine wesentliche Grundvoraussetzung auf: Die abzudichtende Außenwandfläche muss vollständig freigelegt sein und ein entsprechender Arbeitsraum in der Baugrube zur Verfügung stehen. Eine Ausnahme stellt die Innenabdichtung mit mineralischen Dichtungsschlämmen (MDS) dar. Allerdings weisen Innenabdichtungen Nachteile auf, welche nicht in jedem Fall vom Eigentümer in Kauf genommen werden (siehe Kap. 9.5).
Uwe Wild

15. Schleierinjektion

Zusammenfassung
Die im Kap. 11 „Nachträgliche Vertikalabdichtung“ aufgeführten Abdichtungsverfahren können nur angewendet werden, wenn die abzudichtende Außenwandfläche vollständig freigelegt und die Baugrube ausreichend breit ist. Bei Teilunterkellerungen oder bei aneinander grenzenden Gebäuden mit verschiedenen Eintauchtiefen ist die Wandfläche jedoch nicht zugänglich und kann mit den bekannten konventionellen Abdichtungstechniken nicht bearbeitet werden.
Uwe Wild

16. Abdichtungen mit Betonkonstruktionen

Zusammenfassung
Bundesweit verändern sich die Grundwasserverhältnisse und der Nutzungsanspruch an Kellerräumen. Die daraus resultierenden Anforderungen an die Abdichtung und an die gesamte Konstruktion werden teilweise so hoch, dass nachträgliche Abdichtungen und Feuchtigkeitssperren nach WTA-Merkblättern (WTA-Merkblatt 4-4-04; WTA-Merkblatt 4-6-05; WTA-Merkblatt 4-7-02) nicht mehr ausreichend sind. Zudem müssen häufig Bestandsgebäude durch die Umnutzung und den Um-und Ausbau statisch verstärkt werden.
Jürgen Weber, Hardy Dinse

17. Abdichtungen im Innenbereich

Zusammenfassung
Die zu planende Qualität der Bauwerksabdichtung im Bereich der erdberührten Bodenplatte ist konsequent von der Nutzung darüber befindlicher Räume abhängig. Zu beachten ist, ob es sich um hochwertige oder geringwertige Nutzung handelt.
Jürgen Weber, Uwe Wild

18. Physikalische Verfahren und elektrophysikalische Verfahren

Zusammenfassung
Seit Bestehen sind die physikalischen Verfahren der Mauerwerkstrockenlegung sicherlich die umstrittensten Methoden bei der Sanierung von Bestandsbauten. Der Umstand hat seine Wurzeln in der Unüberschaubarkeit der Methoden, der teilweise fehlenden wissenschaftlichen Grundlagen und der ebenso vielfach fehlenden ingenieurtechnischen Nachvollziehbarkeit.
Jürgen Weber

19. Flankierende Maßnahmen

Zusammenfassung
Als flankierende Maßnahmen sind Handlungen definiert, die die Wirkung einer Bauwerksabdichtung unterstützen. Flankierende Maßnahmen stellen somit ergänzende Möglichkeiten dar, Planungsziele zu erreichen.
Jürgen Weber, Clemens Hecht, Ulrich Steinert, Eduard Bromm

20. Qualitätssicherung

Zusammenfassung
Die Qualitätssicherung für Bauwerksabdichtungen im Bestand beginnt mit der Planung und endet mit dem Ablauf der Gewährleistungsfrist. Der Erfolg der getroffenen Maßnahme wird bestimmt durch sachkundige Planung, die fachgerechte Ausführung und Produkte mit anwendungsbezogenen Eignungsnachweisen.
Clemens Hecht

21. Grundlagen der Beweissicherung

Zusammenfassung
Bei der Sanierung von Bestandsgebäuden erfolgt ein Eingriff in die Bausubstanz, welcher zu Beschädigungen bzw. Beeinträchtigungen an angrenzenden Bauteilen und Freiflächen führen kann. Daher ist es zwingend notwendig vor Beginn einer Baumaßnahme eine umfangreiche Dokumentation über den Zustand des betreffenden Objektes, der angrenzenden Bauteile, welche nicht saniert werden, sowie der umliegenden Umgebung vorzunehmen.
Virginie Schulz

22. Zivilrechtliche Grundlagen

Zusammenfassung
Die nachfolgende Darstellung der Beteiligten soll die zu betrachtenden Vertragskonstellationen veranschaulichen.
Volker Hafkesbrink, Ulrich Kühne

23. WTA-Merkblatt 4-7: Nachträgliche mechanische Horizontalsperre

Zusammenfassung
Dieses WTA-Merkblatt befasst sich mit nachträglichen mechanischen Horizontalsperren gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit. Die Anwendung setzt Voruntersuchungen zur Klärung der individuellen Bauwerksbedingungen, wie zum Beispiel die Erarbeitung einer fundierten Feuchteanalyse und die Mitarbeit eines erfahrenen Planungsingenieurs für den speziellen Fall voraus. Es werden Verfahren, Werkstoffe und Randbedingungen für den Einsatz der nachträglichen mechanischen Horizontalsperre präzisiert.
Jürgen Weber, Volker Hafkesbrink

24. WTA-Merkblatt 4-10: Injektionsverfahren mit zertifizierten Injektionsstoffen gegen kapillaren Feuchtetransport

Zusammenfassung
Dieses WTA-Merkblatt befasst sich mit der Mauerwerksinjektion zur nachträglichen Reduzierung kapillar aufsteigender Feuchte. Der Erfolg von WTA-Injektionsverfahren wird im Wesentlichen durch die richtige Planung und die sorgfältige Ausführung mit WTA-zertifizierten Injektionsstoffen bestimmt. Es werden die Wirkprinzipien und die Verarbeitungsbedingungen der jeweiligen Injektionsstoffe erläutert. Planern und Verarbeitern soll die Möglichkeit gegeben werden, marktübliche Injektionsstoffe gegen kapillare Mauerfeuchte bezüglich ihrer Eigenschaften und speziellen Anwendung zu beurteilen. Das Merkblatt enthält die Prüfkriterien zur vergleichenden Beurteilung der Wirksamkeit der einzelnen Injektionsstoffe sowie deren Anwendungsgrenzen. Des Weiteren werden die erforderlichen flankierenden Maßnahmen und die Qualitätskontrolle für die Injektionsverfahren beschrieben.
Jürgen Weber, Volker Hafkesbrink

Backmatter

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