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Über dieses Buch

In diesem essential wendet sich Jörn Pachl an Fachleute des deutschen Bahnbetriebs, die sich über charakteristische Unterschiede ausländischer Betriebsverfahren gegenüber den im deutschen Bahnwesen üblichen Grundsätzen informieren möchten. Obwohl die technischen Grundzüge von Eisenbahnen überall gleich sind, zeigt der Autor, dass die Betriebsverfahren in erheblichem Maß differieren. Die Unterschiede liegen nicht im Detail, sondern betreffen selbst grundlegende Definitionen im System Bahn. Da im Rahmen dieser kompakten Darstellung keine Detailbeschreibungen einzelner Länder möglich sind, konzentriert sich der Autor auf Bereiche mit besonders relevanten Unterschieden zum deutschen Bahnbetrieb, die an typischen Beispielen demonstriert werden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

In den letzten drei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, den sog. „Gründerjahren der Eisenbahnsignaltechnik“, begann die Entwicklung der Betriebsverfahren zwischen den führenden Eisenbahnnationen auseinanderzudriften. Dabei besteht ein Zusammenhang mit einzelnen Erfindungen der Sicherungstechnik, die die Entwicklung in bestimmten Ländern beeinflussten. So entstanden mit der britisch, der amerikanisch und der deutsch geprägten Betriebsweise drei grundlegende Systeme, die die Entwicklung bis heute weltweit prägen.

Jörn Pachl

2. Unterschiedliche Definitionen im Bahnbetrieb

Die Unterschiede in den Betriebsverfahren liegen international nicht im Detail, sondern betreffen grundlegende Definitionen im System. Ein Bereich ist die Einteilung der Betriebsstellen, insbesondere hinsichtlich der Abgrenzung der Stations- und Streckenbereiche. Ein weiterer Bereich ist die Einteilung der Fahrten mit Eisenbahnfahrzeugen, insbesondere hinsichtlich der Abgrenzung zwischen Zug- und Rangierfahrten. Beide Bereiche haben erheblichen Einfluss auf die Gestaltung betrieblicher Prozesse und die Funktionalität der Leit- und Sicherungstechnik.

Jörn Pachl

3. Verfahren zur Regelung und Sicherung der Zugfolge

Hinsichtlich der Regelung und Sicherung der Zugfolge lassen sich Betriebsverfahren dahingehend unterscheiden, ob die Zugfahrten im Regelbetrieb durch Signaleinrichtungen oder mit mündlichen oder schriftlichen Weisungen zugelassen werden. Während die nichttechnischen Verfahren in Europa eher eine Randerscheinung ist, spielen sie insbesondere in Nordamerika noch immer eine bedeutende Rolle. Aber auch im signalgeführten Betrieb bestehen zwischen den Bahnen teilweise erhebliche Unterschiede bei der Sicherungslogik der Blocksysteme.

Jörn Pachl

4. Verfahren zur Fahrwegsicherung

Bei der Gestaltung der mechanischen Verschlussregister der Hebelstellwerke schlugen die Bahnen der englischsprachigen Länder mit der Entwicklung der sog. Kaskadenstellwerke eine von der deutschen Fahrstraßenlogik vollkommen abweichenden Weg ein, der rudimentär auch noch in der modernen Stellwerkstechnik zu erkennen ist. Deutliche Unterscheide gibt es auch bei der Realisierung der Fahrstraßenfestlegung, der Durchrutschwegsicherung, dem Flankenschutz und der ersatzweisen Rücknahme von Fahrstraßen.

Jörn Pachl

5. Signalsysteme

Auf kaum einem Gebiet werden die Unterschiede zwischen den Bahnen so augenfällig wie bei den Signalsystemen. Neben ganz grundsätzlichen Unterschieden hinsichtlich der Rolle zur Regelung der Zug- und Rangierfahrten, betrifft dies die Unterscheidung zwischen Fahrweg- und Geschwindigkeitssignalisierung mit diversen Varianten sowie unterschiedliche Systeme zur Darstellung der Signalbilder.

Jörn Pachl

Backmatter

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