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Über dieses Buch

Das Spannungsfeld zwischen praxisnaher und -ferner Studierendenausbildung ist ein wichtiges Thema der Managementlehre. Immer mehr Unternehmen erwarten von den Hochschulen eine hohe Anwendungsorientierung der Studieninhalte. Um neben der reinen Vermittlung von Fachinhalten eine ideale Berufsvorbereitung der Studierenden erreichen zu können, greifen Hochschullehrende zur Vermittlung berufsvorbereitender Kompetenzen vermehrt auf den Ansatz der Fallstudienmethode zurück. Dieser stellt praktische Erfahrungen, reale Probleme und Bedürfnisse sowie die Wirklichkeit von Unternehmensprozessen dar und ermöglicht den Studierenden einen aktiven Lernprozess. Durch die Methode sollen die Studierenden Anstöße zum reflexiven und entscheidungsorientierten Handeln bekommen. Obwohl der Fallstudieneinsatz in der Managementlehre bewährt ist, wurde die Frage danach, welche didaktischen Kriterien eine Fallstudie zur Erreichung der damit verfolgten Lehr-Lernziele erfüllen sollte, bislang nur unzureichend erörtert. Der Fokus dieser Arbeit liegt daher auf der Frage, welche didaktischen Bestandteile eine Fallstudiensituation in der Hochschullehre besitzen sollte und ob die didaktische Aufbereitung sowie Gestaltung in bereits existenten betriebswirtschaftlichen Fallstudien ausreichend berücksichtigt wird.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Das Spannungsfeld zwischen praxisnaher und -ferner Ausbildung von Studierenden in der Hochschullehre ist besonders in der Managementlehre ein häufiges Thema. Studierende optimal auf die zukünftige Berufspraxis und deren Anforderungen vorzubereiten, verkörpert für Universitäten, Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen eine schwierige, aber auch eine ähnliche Herausforderung. Um neben der reinen Vermittlung von Fachinhalten eine optimale Berufsvorbereitung der Studierenden erreichen zu können, greifen Dozenten vermehrt auf einen Ansatz zurück, der praktische Erfahrungen, reale Probleme und Bedürfnisse sowie die Wirklichkeit von Unternehmensprozessen darstellt und die Studierenden aktiv am Lernprozess teilnehmen lässt. Vertreter verschiedener Wissenschaften sind sich darüber einig, dass der beste Weg zur Vermittlung berufsvorbereitender Kompetenzen in dem Ansatz der Fallstudienmethode besteht. Obwohl sich der Fallstudieneinsatz bereits weltweit an Universitäten in der Managementlehre bewährt hat, wurde die Frage danach, welche didaktischen Kriterien eine Fallstudie zur Erreichung der damit verfolgten Lehr- Lernziele erfüllen sollte, bislang nur unzureichend erörtert, sodass die Frage nach dem didaktischen Gehalt einer Fallstudie bis heute unbeantwortet bleibt.
Christian Hofmeister

Kapitel 2. Fallstudien im wissenschaftlichen Diskurs

Zusammenfassung
Dieses Kapitel generiert einen Überblick über den bisherigen Forschungs- und Kenntnisstand zum Einsatz von Fallstudien in der universitären Ausbildung. Um die Bandbreite des Fallstudieneinsatzes hinreichend auszuleuchten, werden neben Publikationen, die zum generellen Verständnis der Fallstudienmethode beitragen, gleichermaßen Veröffentlichungen berücksichtigt, die sich mit dem Fallstudieneinsatz in verschiedenen Wissensdomänen der Lehre beschäftigen. Dabei wird der Fokus nicht alleinig auf den Bereich der Hochschullehre gelegt, sondern es werden zugleich andere Bildungsgebiete betrachtet, u. a. der Bereich der beruflichen Bildung. Im weiteren Fortgang des Kapitels werden die Relevanz der Fallstudienmethode in der deutschen und internationalen Hochschullehre sowie die Ergebnisse der empirischen Forschungsansätze zum Einsatz und zur Evaluation von Fallstudien dargelegt.
Christian Hofmeister

Kapitel 3. Erkenntnisse zur Fallstudienmethode aus Sicht der Lehr-Lernforschung

Zusammenfassung
Infolge der bisherigen Überlegungen ist die Fallstudie zunächst so zu bewerten, dass sie für den Einsatz in der Lehre viel Potenzial mit sich bringt. Deswegen soll in einem nächsten Schritt untersucht werden, inwiefern sich dieser Ansatz vor dem Hintergrund der Erkenntnisse der Lehr- Lernforschung einordnen und begründen lässt, um das der Fallstudie innewohnende Potenzial auf- zudecken und den praktischen Einsatz rechtfertigen zu können. Intendiert ist, eine Einordnung des Fallstudienansatzes in den Rahmen einer Lerntheorie vorzunehmen. Zugleich sollen zentrale Charakteristika, die als typisch für den Einsatz der Fallstudie zu erachten sind, aus lehr-lerntheoretischer Sicht herausdestilliert werden.
Christian Hofmeister

Kapitel 4. Methodische Vorgehensweise

Zusammenfassung
Die Zielsetzung, der vorausgegangene wissenschaftliche Diskurs der Fallstudie sowie die Erkenntnisse zur Fallstudienmethode aus Sicht der Lehr-Lernforschung bilden die Basis für das nun diskutierte methodische Vorgehen sowie für die im Anschluss daran begründete Herleitung und Erarbeitung eines Analyserahmens. Wie anfangs erwähnt, liegt das Ziel in der qualitativen Erfassung des didaktischen Gehalts betriebswirtschaftlicher Fallstudien in der Hochschullehre. In Abschnitt 4.1 wird die Untersuchungsart der qualitativen Forschung vorgestellt. Im Anschluss erfolgt in Abschnitt 4.2 die Erarbeitung einer Übersicht mitsamt der Bereitstellung von Begründungen zur Auswahl der Fallstudien als Untersuchungsgegenstand, bevor in Abschnitt 4.3 auf das Auswertungsverfahren eingegangen wird. Diese genaue Schilderung der methodischen Vorgehensweise in der Dokumentenauswahl sowie deren Auswertung trägt ganz wesentlich zur Sicherung der Qualität und Güte des Forschungsvorhabens bei (vgl. Abschnitt 4.4).
Christian Hofmeister

Kapitel 5. Herleitung und Erarbeitung eines Analyserahmens

Zusammenfassung
Nachdem in den Kapiteln 2 und 3 die Fallstudie als Lehr- und Lernmethode betrachtet und diesbezüglich Erkenntnisse aus der Lehr-Lernforschung sowie empirische Forschungsbefunde aufgezeigt worden sind, ist dieses Kapitel darauf ausgerichtet, einen Analyserahmen zur qualitativen Erfassung des didaktischen Gehalts von in der Lehrpraxis eingesetzten betriebswirtschaftlichen Fallstudien herzuleiten. Die durchzuführende Analyse bezieht sich explizit auf die Lehr-Lernmaterialen der Fallstudie.
Christian Hofmeister

Kapitel 6. Darstellung und Interpretation der Befunde

Zusammenfassung
In Bezug auf das methodische Vorgehen und die Herleitung des Analyserahmens werden in diesem Kapitel die Befunde der untersuchten Fallstudien aufgeführt. Im Zuge dessen ist auf die in Abschnitt 4.2 erörterte Fallstudienauswahl zu verweisen. Die Interpretation der Befunde wird integrativ vorgenommen und erfolgt anhand von Kurzbeschreibungen, die die Gelegenheit bieten, die Befunde mit dem größten Belang verkürzt und übersichtlich zu präsentieren.
Christian Hofmeister

Kapitel 7. Diskussion der Befunde

Zusammenfassung
Die Zielsetzung dieses Kapitel besteht in der Reflexion der Erkenntnisse aus Kapitel 6. Zunächst werden hierzu die Befunde aus hochschuldidaktischer Sicht rekapituliert sowie interpretiert. Anschließend werden die Maßnahmen der Lehrenden diskutiert. Weiter werden didaktische Konsequenzen und Schlussfolgerungen hinsichtlich des didaktischen Gehalts betriebswirtschaftlicher Fallstudien erörtert. Bevor eine kritische Würdigung inkl. Präsentation der Limitationen der Arbeit sowie eine Einschätzung im Hinblick auf die Verwertbarkeit der Befunde vorgenommen wird, erfolgt eine Kontextuierung der Befunde in Bezug auf Fallstudienherkunft und -zugang.
Christian Hofmeister

Kapitel 8. Schlussbetrachtung und Ausblick

Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit ist untersucht worden, wie der didaktische Gehalt betriebswirtschaftlicher Fallstudien in der Hochschullehre ausgeprägt ist. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Fragen gelegt, welche didaktischen Bestandteile eine Fallstudiensituation in der Hochschullehre besitzen sollte und ob die didaktische Aufbereitung sowie Gestaltung in bereits existenten betriebswirtschaftlichen Fallstudien ausreichend berücksichtigt wird. Ausgehend von den Forschungsergebnissen sowie den Erkenntnissen dieser Arbeit lässt sich die Bedeutung der didaktischen Qualität einer Fallstudie begründen.
Christian Hofmeister

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