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06.12.2012 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

Der Geschäftsbericht als Schwachpunkt?

Autor:
Sylvia Meier
2 Min. Lesedauer

Der Geschäftsbericht eines Unternehmens ist eine entscheidende Informationsquelle von Investoren - und laut einer Studie von PwC erschreckend oft nicht informativ genug.

Laut einer aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC liefern nicht einmal ein Drittel der analysierten Geschäftsberichte umfassend Informationen über strategische Ziele, Prioritäten, Maßnahmen und Zeithorizonte. Nur ein Fünftel der Unternehmen liefert konkrete Kennzahlen, die das Erreichen strategischer Ziele überprüfbar machen.

Von der Konkurrenz durch starken Geschäftsbericht abheben

Eine effektive Kommunikation gegenüber Investoren ist eine Herausforderung für den CFO. Der Geschäftsbericht soll Banken und andere Stakeholder von den Stärken des Unternehmens überzeugen. Doch wie, wenn der Geschäftsbericht nicht aussagekräftig genug ist?

Armin Slotta, Leiter des Bereichs Capital Markets and Accounting Advisory Services bei PwC, führt aus: " „Herkömmliche Geschäftsberichte sind oft so detailliert und inhaltlich kaum verzahnt, dass Investoren und andere Stakeholder nur noch Bäume, aber keinen Wald mehr erkennen. Eine konsequente integrierte Berichterstattung fügt nicht noch mehr Details hinzu, sondern lenkt den Blick wieder auf das Wesentliche, den Kern des Unternehmens und erhöht gleichzeitig die Effizienz in den Abläufen“.

Nachhaltigkeitsberichterstattung

Schwächen zeigen sich laut der Studie auch bei der Integration von Nachhaltigkeit in den Geschäftsbericht. Gerade einmal jeder zweite Bericht adressiert demnach Risiken angemessen und mit den Chancen, die sich aus Nachhaltigkeitsthemen ergeben können, setzen sich sogar nur 30 Prozent der Unternehmen im Geschäftsbericht auseinander. Nur wenige betten ihre Nachhaltigkeitsstrategie in die Gesamtstrategie ein.

Das Ergebnis der Studie deckt sich mit den Ausführungen von Dr. Kati Beiersdorf und Kristina Schwedler in ihrem Artikel "Nachhaltigkeitsberichterstattung" in dem Buch "Erfolgsfaktor Rechnungswesen von C. Eppinger und F. Zeyer. So beschreiben die Autorinnen, dass die Nachhaltigkeitsberichterstattung zwar an Bedeutung gewinnt, viele Unternehmen in der Praxis dem Bereich jedoch noch wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen. Interessant sind besonders die Ausführungen der Autorinnen zu den Begrifflichkeiten, der Zielsetzung und dem Status quo der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Empirische Analyse

Doch wie profitabel ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung - von der so viel gesprochen wird - tatsächlich? Das hat Julia Lackmann in einer ausführlichen Arbeit betrachtet. So analysierte sie, ob Aktionäre von einer nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens profitieren anhand von Aktienkursreaktionen am europäischen und am deutschen Kapitalmarkt. Die Autorin weist in ihrer Arbeit nach, dass eine überdurchschnittliche nachhaltige Leistung der Unternehmen zumindest in der kurzen Frist positive Auswirkungen auf die Rendite der Aktionäre hat.

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