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Über dieses Buch

Das Buch zeigt beispielhaft auf, welche Bedeutung Verantwortung und nachhaltige Innovation einnehmen können. Perspektiven aus der Wissenschaft und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung eröffnen den Band und liefern ein konzeptuelles Verständnis des Begriffs. Praxisbeispiele aus der Großindustrie, dem Mittelstand, aber auch kleinen Unternehmen demonstrieren wie nachhaltige Innovation zu einem Wettbewerbsvorteil gemacht wird. Beispiele aus der Strategieberatung, Organisations- und Personalentwicklung vermitteln, wie das Thema in der Organisation verankert werden kann. Dieses Buch wendet sich an Verantwortliche in Unternehmen und deren Gestalter, die nach neuen Wegen suchen, wie Innovation, Eigenverantwortung, Fairness und Zusammenarbeit mit innerer Überzeugung, Haltung und Sinnstiftung durch das Unternehmen verbunden werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Verantwortung, Nachhaltigkeit und Innovation sind Begriffe, die so gut wie jeder Akteur, ob Großkonzern, mittelständisches Unternehmen, Start-up, öffentliche Verwaltung oder Non-Profit-Organisation auf die eine oder andere Weise für sich in Anspruch nimmt. Die für 2017 geplante EU-Richtlinie über die Offenlegung nichtfinanzieller Kennzahlen steht kurz vor ihrer Veröffentlichung. Ohne der Debatte über ein Für und Wider von Nachhaltigkeitsberichterstattung eine weitere Wendung geben zu wollen oder auf die Frage nach der Sinnhaftigkeit von steigenden bürokratischen Anforderungen einzugehen, möchte dieses Buch den Blick wenden. Hin zu Unternehmen, die aus sehr unterschiedlichen Motiven heraus nachhaltig im Sinne von ökonomisch, ökologisch und sozial die Folgen ihres Tuns auch mit Blick auf die folgenden Generationen heute bereits mit in ihr Kalkül nehmen. Ist doch die Endlichkeit der Ressourcen als gegeben zu konstatieren.
Gesa Gordon, Astrid Nelke

Wissenschaft und Politik

Frontmatter

Nachhaltige Innovationen

Aktueller Stand der Forschung und Ausblick aus innovationsökonomischer Perspektive
Nachhaltige Innovationen ist ein sich neu entwickelndes Forschungsfeld in der Innovationsforschung, das dem zunehmenden Bedeutungszuwachs der Nachhaltigkeit Rechnung trägt. Ausgehend von der kurzen Skizzierung der Entwicklung der Nachhaltigkeitsthematik in der Einleitung werden die verschiedenen Typen von Innovationen und ihre Entwicklung hin zu systemischen Innovationen im zweiten Abschnitt dargestellt. Im dritten Abschnitt werden die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit eingeführt, bevor im vierten Abschnitt der aktuelle Stand der Forschung im Bereich nachhaltiger Innovationen vorgestellt wird. Der Beitrag kommt zum Schluss, dass grundsätzlich eine Konvergenz von Innovation und Nachhaltigkeit beobachtet werden kann, wobei Innovationen zukünftig alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit berücksichtigen und nicht nur dem Kriterium des nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs genügen müssen.
Knut Blind, Rainer Quitzow

Interne und externe Unternehmenskommunikation für nachhaltige Innovation und gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen am Beispiel des Employer Brandings

Verbraucher können in vielen Bereichen aus einer großen Menge von ähnlichen Produkten und Dienstleistungen wählen – gleichzeitig werden die Themen Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen für viele Menschen zunehmend wichtiger. Immer mehr Unternehmen aus verschiedenen Branchen entdecken in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, sich durch nachhaltige Innovationen von der Konkurrenz abzusetzen und so für ihre Zielgruppen attraktiver zu werden. Damit diese Zielgruppen, beispielsweise Kunden, aber auch vorhandene und zukünftige Beschäftigte, von diesem nachhaltigen Handeln erfahren, ist der strategische Einsatz von Instrumenten der Unternehmenskommunikation notwendig. Dieser Beitrag stellt zunächst relevante Begriffe sowie deren Verbindung theoretisch vor und analysiert anschließend vor dem Dreiklang von nachhaltigen Innovationen, gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen und der Unternehmenskommunikation ein praktisches Beispiel aus der Biohotellerie. Der Fokus wird dabei auf die Arbeitgebermarke in Zeiten des Fachkräftemangels gelegt.
Astrid Nelke

Nachhaltiges Wirtschaften in der Kommunikation von Start-ups: CSR als Chance für junge Unternehmen

Die deutsche Start-up-Szene steht als wirtschaftliches Erfolgsmodell weltweit im Fokus. Start-ups schaffen Arbeitsplätze, setzen neue Produkte, Ideen und Dienstleistungen in die Welt und verändern sie so langfristig. Der vorliegende Beitrag betrachtet das Verhältnis zwischen der Idee, wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltig zu handeln, und ihrer Nutzung in der Außenkommunikation – als Potenzial für den Reputationsaufbau. Im Zentrum steht die Frage, ob und wie die jungen Wilden CSR-konformes, nachhaltiges Handeln als Potenzial und Chance für ihre Kommunikation nutzen. In Experteninterviews mit Vertretern aus der „härtesten“, aber auch erfolgreichsten Szene, der digitalen Wirtschaft, und anhand ihrer digitalen Selbstdarstellung wurde ihr Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit mit Bezug zur Strategiebildung, der Profilierung und ihrem Dialog mit den wichtigsten Stakeholdern erfasst und ausgewertet. Wie die Ergebnisse zeigen, finden Gründer nachhaltiges Handeln für ihre Strategiebildung und Positionierung in der Wirtschaft durchaus wichtig. Dennoch nutzen Start-ups dieses Thema bisher wenig für ihre digitale Außenkommunikation und Imagebildung. Um das Potenzial des Themas für Start-ups auszuschöpfen, werden Empfehlungen für den künftigen Charakter der Kommunikation von Nachhaltigkeitsthemen für junge Unternehmen gegeben.
Angela Bittner-Fesseler, Britta Leben

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex. Eine erste Bilanz

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) wird seit Ende 2011 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) als freiwilliger Standard zur Offenlegung unternehmerischer Nachhaltigkeitsleistungen etabliert. Er wurde in einem vom Nachhaltigkeitsrat moderierten Stakeholder-Dialog von Unternehmen und Investoren entwickelt. Seit Anfang 2012 ist dieser Transparenzstandard in der praktischen Anwendung. Der DNK besticht durch einen pragmatischen Ansatz. In zwanzig Kriterien und einer Auswahl von Leistungsindikatoren beschreiben Unternehmen kurz und knapp, auf das Wesentliche reduziert, wie sie mit den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung umgehen und welche Chancen und Risiken für das unternehmerische Handeln sich daraus ergeben. Drei Jahre nach seiner Veröffentlichung hat der Nachhaltigkeitsrat eine offensivere Kommunikation gestartet und sich aus der Defensive gewagt. Was sind die Erfahrungen in der Anwendung des DNK? Was sind die Erfahrungen mit der deutlich offensiveren Kommunikation? Yvonne Zwick, die das Projekt in der Geschäftsstelle des Nachhaltigkeitsrates managt, zieht eine erste Bilanz.
Yvonne Zwick

Großindustrie und Mittelstand

Frontmatter

Beiersdorf: Onlineplattform ermöglicht sinnvolle Nutzung überschüssiger Produkte

Innovativer Ansatz zur effizienten Vermittlung von Produktspenden stärkt soziales Engagement
Das Beispiel Innatura zeigt, dass im Bereich Nachhaltigkeit auch unternehmensübergreifende Modelle den Schlüssel zum Erfolg darstellen können. Eine ökologisch und sozial wirksame Lösung für den Umgang mit überschüssigen Produkten hat Beiersdorf mit den Gründern des gemeinnützigen Unternehmens Innatura gefunden und auf den Weg gebracht. Innatura bringt seit 2013 Sachspenden von Unternehmen und gemeinnützige Organisationen auf einer digitalen Plattform zusammen und übernimmt die logistische Abwicklung. Somit erhalten insbesondere auch kleine gemeinnützige Organisationen Zugang zu Sachspenden für den täglichen Bedarf. Gemeinnützig anerkannte Organisationen können sich im Webshop registrieren lassen: www.innatura.org.
Sonia Reichensperger

Innovative Nachhaltigkeitskommunikation dargestellt am Beispiel der Bosch-Gruppe

Seit mehr als 125 Jahren verbinden sich mit dem Namen „Bosch“ zukunftsweisende Technik und bahnbrechende Erfindungen, die Geschichte geschrieben haben. Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375.000 Beschäftigten (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von nahezu 70,6 Mrd. Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche: Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods, Energy and Building Technology. Das Ziel der Bosch-Gruppe ist es, die Lebensqualität der Menschen durch innovative, nutzbringende und begeisternde Produkte und Dienstleistungen zu verbessern, kurz „Technik fürs Leben“ anzubieten. Eng verzahnt mit dieser Zielsetzung ist das Bekenntnis zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung, welches sich wie ein roter Faden durch die Unternehmensgeschichte zieht.
Bernhard Schwager

Nachhaltige Unternehmensführung – Der Beitrag eines agilen Qualitätsmanagements am Beispiel der DB Projekt Bau GmbH

Nachhaltigkeit hat viele Facetten. In diesem Beitrag geht es darum, wie in Dienstleistungsunternehmen ein dauerhafter Impuls für Marktorientierung und Verantwortung geschaffen werden kann. Dienstleistungsunternehmen agieren mit ihren Mitarbeitern. Meistens ist dies das wesentliche Kapital des Unternehmens. Solche Unternehmen nachhaltig zu führen bedeutet, die Mitarbeiter in die Entwicklung einzubinden und ihr Potenzial zu nutzen. Tayloristisch orientierte Führung funktioniert nicht dauerhaft erfolgreich, es müssen andere Rezepte und Managementverständnisse her. Aus den spezifischen Erfahrungen des Autors wird die besondere Möglichkeit dargestellt, das Qualitätsmanagement als Nachhaltigkeitsmotor zu nutzen.
Es werden zehn Tipps herausgearbeitet und am Beispiel der DB ProjektBau reflektiert, die den Weg in eine nachhaltige Unternehmensführung erleichtern.
Ralf Plitzkat

CSR im forschungsaktiven Mittelstand – Verantwortung hat Tradition

Verantwortungsvolle Unternehmensführung im Mittelstand hat viele Facetten, das Engagement in Forschung und Entwicklung ist eine davon. Mittelständische Unternehmen verfügen jedoch selten über eigene Forschungsabteilungen. Damit sie dennoch innovationsstark und wettbewerbsfähig bleiben und mit großen Industriebetrieben „mithalten“ können, schließen sie sich zu Netzwerken zusammen. Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V. (AiF) ist ein solches Netzwerk, bestehend aus 100 branchenorientierten Forschungsvereinigungen, die mit über 1200 Forschungsstellen sowie etwa 50.000 eingebundenen Unternehmen zusammenarbeiten. Hier sind Wettbewerber gemeinsam und branchenübergreifend in der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) aktiv. Diese vorwettbewerbliche Projektarbeit ist ganz im Sinne einer verantwortlichen und nachhaltigen Unternehmensführung und fördert die Innovationsfähigkeit und damit die Zukunftssicherung der Unternehmen. Weil viele mittelständische Unternehmen familiengeführt sind und von Generation zu Generation weitervererbt werden, ist Zukunftssicherung stets ein gemeinsames Anliegen der Gesellschafter. Aus diesem Grunde ist auch ein hohes Maß an Bewusstsein und Verantwortung für die Verfolgung sozialer, ökonomischer und ökologischer Zielsetzungen vorhanden. Im Bewusstsein der Öffentlichkeit mag CSR neu sein, gelebt wird CSR im Mittelstand schon länger, als es den Begriff gibt.
Yvonne Karmann-Proppert

AfB als Europas erstes gemeinnütziges IT-Unternehmen

AfB, das ist die erfolgreiche Geschichte von Europas erstem gemeinnützigen IT-Unternehmen. Das 2004 in Ettlingen gegründete Unternehmen hat sich zur Aufgabe gemacht, moderne IT-Dienstleistungen und gesellschaftliches Engagement in einem Konzept zu verbinden. So hat sich AfB darauf spezialisiert, ausgemusterte IT-Hardware von großen Konzernen und öffentlichen Einrichtungen zu übernehmen, um diese nach der Aufbereitung und zertifizierten Datenlöschung in die Hände neuer Nutzer zu bringen. Das Besondere: Alle Prozesse im Unternehmen sind barrierefrei gestaltet und werden von behinderten und nichtbehinderten Menschen solidarisch verrichtet. Die Integration der behinderten Menschen in die Berufswelt und die damit verbundenen Perspektiven sprechen für sich. Hinzu kommt, dass die ressourcenverzehrende Neuproduktion von Hardware substituiert und große Mengen an Elektroschrott und CO2 vermieden werden. Heute schon sind über 500 große Konzerne, Banken, Versicherungen und öffentliche Einrichtungen CSR-Partner von AfB. Durch diese Partnerschaften konnten an mittlerweile 16 Standorten in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz über 200 Arbeitsplätze in der IT-Branche geschaffen werden, davon 50 Prozent für Menschen mit Handicap. Im Jahr 2015 wurden so über 267.000 Gebrauchtgeräte bearbeitet und vermarktet. 2014 hat AfB für das Personalkonzept den Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft verliehen bekommen. In den nächsten Jahren will AfB durch weitere Partnerschaften zu großen Firmen das selbst erklärte Ziel erreichen, 500 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung anzubieten.
Nathalie Ball

EcoVadis – Bewertung von Nachhaltigkeitsleistungen in globalen Lieferketten

Einkaufsorganisationen als Treiber für eine nachhaltige Entwicklung
Der folgende Artikel behandelt die Frage, wie Nachhaltigkeitsleistungen innerhalb globaler Lieferketten bewertet, überwacht und verbessert werden können. In diesem Zusammenhang wird die kollaborative Plattform der Rating-Agentur EcoVadis als ein möglicher Lösungsansatz vorgestellt. Einleitend werden die Firma EcoVadis und die Bewertungsmethodik beschrieben. Darauf aufbauend erläutern Erfahrungsberichte der Firmen Interstuhl AG und Lipoid Kosmetik AG die Bedeutung von Nachhaltigkeit für Innovationen. Beide Unternehmen wurden für Ihre Nachhaltigkeitsleitungen von EcoVadis mit Gold bewertet.
Tanja Reilly

Nachhaltige Unternehmensführung in der Firma Häßler-Lift Hebebühnen – Wachstum durch Kooperation

Die Kommunikation als Hauptentwicklungslinie bestimmt unseren Erfolg
Über folgende Aspekte zur nachhaltigen Unternehmensführung in der Firma Häßler-Lift Hebebühnen wird berichtet: Die Umsetzung einer Vision als Hauptkraft der Entwicklung, die Betrachtung des Menschen im Zentrum des Ganzen, der Wandel zu langfristiger Ausrichtung statt kurzfristigem Gewinn, Kooperation statt Konkurrenz, Kommunikation als Hauptentwicklungslinie, Kreativität als Brücke zwischen Wirtschaft und Spiritualität, die Generationenfrage, Nutzung und Entwicklung der kollektiven Intelligenz bzw. Intuition, der theoretische und praktische Blick aus integraler Sicht (Spiral Dynamics) bzw. die Theorie U, Wirkungen und Verantwortung für unsere Gesellschaft und eine Einladung zu kooperieren.
Thomas Häßler

Gelebte Nachhaltigkeit am Beispiel hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH: Wirksamkeit durch Handeln

Am Beispiel eines Wissensdienstleisters, der hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH, wird dargestellt, wie aus unternehmerischer Werthaltung heraus wesentliche Aspekte von Verantwortung und Nachhaltigkeit gelebt werden können und zu organisationalen wie auch technischen, nachhaltigen Innovationen führen. Ideen entstehen in einem gemeinsamen Werdungsprozess, der auf Einbindung, Austausch und Transparenz aufruht, dem Nährboden neuer Lösungsansätze. Für das Unternehmen heißt das, ein Organisationskonzept zu entwickeln, das eine themenorientierte, horizontale Organisationform ermöglicht und die Nachfrage bei gleichzeitig wachsender thematischer Vielfalt exzellent befriedigt. Vorgestellt werden die einzelnen Aspekte dieses Organismus, die Bedeutung der Mitarbeitenden und die Rolle des Teilens und der freien Verfügbarkeit von Wissen für alle Beteiligten – gelingendes nachhaltiges Handeln als Produkt einer unternehmerischen Werthaltung, bei der nachhaltiges Berichten zur Kür anstelle einer Pflichterfüllung wird.
Gesa Gordon, Stefan Truthän

Vom Anbau bis zur Stulle – Märkisches Landbrot

Märkisches Landbrot hat aus intrinsischer Motivation das gesamte Unternehmen nachhaltig ausgerichtet. Das Nachhaltigkeitsmotto: „Es gibt immer einen Anfang für das Bessere“, wird konsequent umgesetzt und führt zu Lösungen und Innovationen und verschafft dem Unternehmen eine Pionierrolle. Das aktive und umfangreiche (Nachhaltigkeits-)Management liefert im großen Umfang Informationen über die Performance des Unternehmens. Der hohe Anspruch an Transparenz führt dazu, dass die Unternehmenskommunikation zum Großteil aus Nachhaltigkeitsthemen besteht.
Nils D. Wittke

Verantwortung ernst nehmen, Stakeholder einbinden, Innovation stärken

Wie die NORMA Group über einen Stakeholder-Roundtable ihr CR-Programm 2018 optimiert und die Innovationskultur stärkt
Anhand eines international tätigen B2B-Unternehmens zeigen Taubken, Mitchell und Recker den Zusammenhang zwischen Stakeholder-Einbindung, Verantwortungsübernahme und Innovationskultur. Anlass für die Involvierung von Anspruchsgruppen war die Entwicklung einer neuen CR-Roadmap für die NORMA Group. Innovationsförderung erfolgte bei diesem Anbieter von Verbindungstechnologie auf mehreren Ebenen. Auf der einen Seite kann die strategische Einbindung von Anspruchsgruppen selbst als ein innovatives Vorgehen für die NORMA Group gesehen werden. Bei der Entscheidung für ein Roundtable-Format und bei seiner Ausgestaltung wurden die Erwartungen von Rahmenwerken zur Nachhaltigkeitsberichterstattung wie die Richtlinien der Global Reporting Initiative und der Deutsche Nachhaltigkeitskodex berücksichtigt. Auf der anderen Seite führen die Anregungen aus dem Austausch mit Stakeholder-Gruppen zu neuen Ideen für die Akzentuierung der CR-Schwerpunkte. Dabei wurde durch die externen Stakeholder auch die Erwartung geäußert, dass die Unternehmensgruppe Maßnahmen und Strukturen zur Stärkung der Innovationskultur vorantreibt.
Norbert Taubken, Marion Mitchell, Daphne Recker

TeeGschwendner

Mit Bauchgefühl zur Nachhaltigkeit – Eine ganzheitliche Strategie
Corporate Social Responsibility (CSR) und Nachhaltigkeit erfahren ein immer größeres Maß an Aufmerksamkeit und kritischem Hinterfragen. Die wachsende Nachfrage an Unternehmenstransparenz, die nicht mehr nur die großen Konzerne betrifft, wirft die Frage auf, wie kleinere und vor allem mittelständische Unternehmen diesem Thema begegnen sollen. TeeGschwendner GmbH, der marktführende Teefacheinzelhändler aus dem Rheinland, hat sich dieser Herausforderung gestellt und sich auf den Weg zu seiner ersten Nachhaltigkeitsberichterstattung begeben. Dieses Kapitel beschreibt, inwiefern die Leitidee des ehrbaren Kaufmanns dabei eine Rolle spielte und die empfundene Ambivalenz der Einflussfaktoren im Mittelstand berücksichtigt werden konnte. Gleichzeitig folgt die Berichterstattung der Denkweise von TeeGschwendner, ganzheitliche und doch pragmatische Nachhaltigkeit umsetzen zu wollen. Diese praktische Kontextualisierung des Themas soll dabei nicht als Best-Practice-Beispiel hervorgehoben werden, sondern lediglich andere mittelständische Unternehmen dazu ermutigen, ihren eigenen Ansatz für sich zu entdecken.
Miriam Benarey-Meisel, Thomas Henn

Gesellschaft und Beratung

Frontmatter

Die „Aktie Lotti“: Nachhaltiges Wirtschaften macht Unternehmen erfolgreich – Sieben Praxisbeispiele aus der Schweiz

Die Schweiz belegt im Environmental Performance Index (EPI) der Yale University Platz 1 von 178 Ländern, Deutschland ist auf Platz 6. Die Hochschule evaluiert regelmäßig weltweit Luftverschmutzung, Biodiversität, Wasserqualität sowie den Umgang mit natürlichen Ressourcen und den Klimawandel. 87,67 von 100 Punkten erreicht die Schweiz in diesem Ranking. Der Blick ins Nachbarland lohnt also besonders, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. In Sachen Wertschöpfung und Wohlstand will die Schweiz Vorreiter sein: Schon jetzt werden klimafreundliche Technologien und Dienstleistungen exportiert – mit steigender Tendenz. Für kleinere Länder wie die Schweiz sind Innovationen überlebensnotwendig, um sich auf internationalen Märkten zu behaupten. In diesem Beitrag geht es um Schweizer Unternehmen, die mit nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen wirtschaftlich erfolgreich sind.
Petra-Alexandra Buhl

Nachhaltige Führungskräfteentwicklung durch Corporate Volunteering

In den letzten Jahren haben sich verschiedene Formen des Corporate Volunteering herausgebildet. Beliebt sind eintägige Einsätze in gemeinnützigen Einrichtungen, bei denen häufig renoviert und gebaut wird oder bei einem speziellen Event, wie beispielsweise einem Ausflug, unterstützt wird. Da kann dann oft am Abend bei einem Fest das sichtbare Ergebnis des Arbeitseinsatzes gefeiert werden. Die Teilnehmenden aus dem Unternehmen können sich ohne schlechtes Gewissen verabschieden, zu mehr hat man sich nicht verpflichtet. Weniger nachgefragt hingegen sind mehrtägige Praxiseinsätze in sozialen Einrichtungen, bei denen der Kontakt mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen im Vordergrund steht und das eigene Lernen. Dabei birgt dieses Lernen in fremden Lebenswelten ein großes Innovationspotenzial, nicht nur weil ein mehrtägiger Corporate-Volunteering-Einsatz mit der Führungskräfteentwicklung verknüpft werden kann, sondern weil diese Art des handlungs- und erfahrungsorientierten Lernens nachhaltig ist, und zwar, weil es die Teilnehmer emotional berührt und damit starke Entwicklungsimpulse bietet. Wie dies methodisch gelingen kann, wird im Folgenden dargestellt.
Gabriele Bartsch

Innovative Geschäftsmodelle im Anthropozän

Innovationen können Produkte schneller, effizienter oder begehrenswerter machen. Innovationen können aber auch auf die Art des Wirtschaftens abzielen. Daher die Frage: Welchem Ziel dienen Innovationen? Wenn das Verständnis der gegenwärtigen Epoche als Anthropozän akzeptiert wird, dann sollten in der Konsequenz Innovationen vordringlich dem Ziel dienen, die sozial- und umweltschädlichen Wirkungen der wirtschaftlichen Tätigkeit zu minimieren. Der Artikel stellt eine Interviewstudie mit 17 kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland vor, die das Ziel verfolgen, ihr Wirtschaftsmodell in eine umweltgerechte und weiteren Fortschritt ermöglichende Organisationsform zu transformieren. Ihre Prinzipien und Geschäftspraktiken werden hier analysiert und lassen die These zu, dass zwei weitverbreitete Annahmen, die Gewinnmaximierung und das unbedingte Streben nach Wachstum, nachhaltige Innovationen erschweren.
Klar wird auch, dass die grundlegenden Innovationen im Geschäftsmodell eine große Vielfalt innovativer Praktiken ermöglichen, die bei herkömmlich denkenden Unternehmen kaum Chancen auf Durchsetzung haben. Auffallend ist, dass die Unternehmen damit den Gegensatz zwischen privatwirtschaftlichen Interessen und gesellschaftlichen Erfordernissen weitgehend aufheben und sich als integrierte und integrative Akteure in Wirtschaft und Gesellschaft betätigen. Sie sichern dadurch die Existenz ihrer Unternehmen in hervorragender Weise, dienen damit ebenfalls sehr gut den Interessen der Eigentümer und tragen zur Lösung der größten Herausforderungen in der Epoche des Anthropozäns bei: die Transformation der Unternehmen in einen sozial fairen und umweltgerechten Organisationstyp.
Gerd Hofielen

Innovative Arbeitswelten nachhaltig gestalten

Nachhaltige Arbeitswelten liefern durch Flexibilität und offene Strukturen eine Antwort auf die globalen Anforderungen und die Schnelllebigkeit unserer Zeit. Sie lösen starre und hierarchische Organisationsstrukturen auf und hinterfragen bestehende Arbeitszeitmodelle. Sie fördern Kommunikation und Austausch, schaffen die Basis für innovative Arbeitsweisen und tragen positiv zu einer nachhaltigen Entwicklung von Unternehmen bei. Um in Zukunft erfolgreich am Markt zu bestehen und die Innovationskraft zu stärken, sind neue und flexible Arbeitsorganisationen gefragt, die es erlauben, Produkte und Dienstleistungen entsprechend den Marktanforderungen zeitnah anzubieten. Es braucht Arbeitsumgebungen, die es ermöglichen, effektiv zu arbeiten, die Wissensaustausch und Lernprozesse fördern sowie zur Gesundheit und dem Wohlbefinden von Mitarbeitenden beitragen. Voraussetzung dafür sind ganzheitliche, innovative Strategien und Prozesse in der Zusammenarbeit, die auch die räumliche Umgebung einbeziehen. Also ein optimales Zusammenspiel von Mensch, Technik und Raum. Es erfordert Mut, dem Wandel in der Arbeitswelt zu begegnen. Denn es gibt kein Konzept von der Stange. Vielmehr handelt es sich um eine Einladung in neue Erfahrungswelten, die soziale Innovationen fördern und das Miteinander kontinuierlich weiterentwickeln. Dafür braucht es mündige Menschen, die selbstbestimmt agieren können. Nachhaltige Arbeitswelten setzen aber vor allem eines voraus: ein Bewusstsein, das die Wirtschaft als ein Teilsystem von Mensch und Natur versteht – und nicht den Menschen und die Natur als ein Teilsystem der Wirtschaft. Indem wir uns als Teil der Natur begreifen und wir uns selbst als Teil des großen Ganzen sehen, spüren wir die Verbundenheit mit allem, was ist. Aus diesem Bewusstsein heraus können wir nachhaltige Arbeitswelten schaffen, die einen wertschätzenden Umgang mit Menschen und der Natur in den Fokus stellen.
Smaranda Beate Keller

Vom technischen Umweltschutz zur Zukunftsfähigkeit von Organisationen

Manche sagen auch „Nachhaltigkeit“ dazu
In diesem Beitrag geht es um Umweltbewertungssysteme, das Thema Nachhaltigkeit sowie die dazugehörige Berichterstattung. Unabhängig davon, ob die Berichterstattung verpflichtend oder freiwillig ist.
Burkhard Kühnemann

Zukunft ist unsere Gestaltungsaufgabe! Die Lebendigkeits-Werkstatt – ein Instrument, um von der Zukunft her zu gestalten

Die Lebendigkeits-Werkstatt ist ein Praxisformat, das Nachhaltigkeit, Verantwortung und Innovation miteinander verbindet. Sie unterstützt dabei, unternehmerische und organisationale Lebendigkeit zu entfalten, um kokreativ von der Zukunft her neue Handlungskompetenzen zu generieren und so aus Pfadabhängigkeiten heraus zu finden. Zentral hierbei ist die Frage: Wie kann das wirklich Neue in die Welt – jenseits nur neuer Spielarten des Kapitalismus oder neuer technischer Vereinnahmungen? Der Text schildert kreative Strategien aus der Lebendigkeits-Werkstatt – das Entautomatisieren, den Prozess „vom Es zum Du“ oder das „betrachtende Sprechen“ – so, dass diese Praktiken sich in das jeweilige Arbeitsfeld der Leser integrieren lassen. Der erkenntnistheoretische Ansatz, aus dem die Methodik der Lebendigkeits-Werkstatt hervorgeht, wird als „prädisziplinär“ beschrieben. Während Inter- und Transdisziplinarität inzwischen im Horizont von Nachhaltigkeit verortet sind, beinhaltet die erst seit jüngst erforschte „Prädisziplinarität“ insofern eine Vertiefung, als sie an den jedem Was – jedem Thema, jedem Inhalt – vorangehenden Fragen des Wie ansetzt. Prädisziplinäres Arbeiten führt in das Quellgebiet von Lebendigkeit, um von dort aus Zukunftsfähigkeit zu erschließen.
Hildegard Kurt

Das Projekt „von morgen“ – Alles Gute auf einer Karte

Das Projekt „von morgen“ fördert Menschlichkeit, Umweltfreundlichkeit und gemeinsames Handeln – kurz gesagt: alles, was glücklich macht. Wir sind auf der Suche nach vielfältigen Projekten, Initiativen und Unternehmen, die den aktuellen sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen alternativ entgegenwirken. Ihnen werden ein gemeinsamer Onlineauftritt und damit eine erhöhte Aufmerksamkeit ermöglicht. Der gesellschaftliche Umbruch, wie er derzeit in verschiedenen Disziplinen Unsicherheit, aber auch Chancen auslöst, benötigt ein Tool, welches Menschen zusammenbringt und so Räume entanonymisiert. Wir möchten mit unserer Onlineplattform die Potenziale des Internets dafür nutzen, reale Kooperationen und Erlebnisse möglich zu machen, die uns ein Leben lang begleiten werden. Hierzu dient die interaktive „Karte von morgen“, die den Nutzern Orte in ihrer Umgebung zeigt, die sich schon heute für eine Welt „von morgen“ einsetzen. „von morgen“ lädt die Leser ein, die bisherige Reise nachzuempfinden, woher „von morgen“ kommt und in welche Richtung es geht. Die Autoren zeigen, warum die Art und Weise, wie wir bisher wirtschaften, nicht so bleiben kann, wie sie ist, und wie der innovative Gehalt der „Karte von morgen“ und die Finanzierung künftig gesichert werden sollen.
Benedikt Roth, Lisa Stehr

Die Bedeutung von Mitarbeitereinbindung für verantwortungsvolle Innovation im Rahmen von Veränderungsprozessen

Wie Mitarbeiter zur Partizipation ermutigt werden
Unternehmen und Organisationen, die das Ziel haben, ihre Mitarbeiter stärker einzubinden, investieren oft in aufwendige Programme zur Schaffung neuer Organisationsstrukturen. Doch trotz umfangreicher Maßnahmen, die das Ziel haben, Innovationen voranzutreiben, sind die praktischen Umsetzungen immer wieder zum Scheitern verurteilt. Das liegt häufig daran, dass ein wichtiger Faktor nicht berücksichtigt wird: Das Prinzip Augenhöhe – denn, was für viele Organisations- und Personalentwickler als selbstverständlich vorausgesetzt wird, ist längst noch nicht Bestandteil jeder Unternehmenskultur. Hanna Sostak beschreibt in diesem Artikel, dass innovative Mitarbeitereinbindung zum größten Teil aus interpersonellen und historisch-kulturellen Gründen scheitert und misst der Entwicklung des Selbstwerts der Mitarbeiter eine wichtige Rolle bei. Deshalb ist es notwendig, Mitarbeiter hierarchie- und generationsübergreifend zur Partizipation zu ermutigen. Das gelingt, wenn Mitarbeiter sich ihrer Stärken und Kompetenzen bewusst werden und als Ressourcen zur Verfügung stellen. Hanna Sostak stellt Ansätze aus der Organisationsentwicklung und Kompetenzberatung vor, die die Position des Mitarbeiters stärkt und innovative Mitarbeitereinbindung ermöglicht.
Hanna Sostak

Der Weg zum ersten CR-Report

Neue Herausforderungen für viele mittelständisch geprägte Betriebe: Unternehmen, die mehr als 500 Mitarbeiter haben und kapitalmarktorientiert sind, sowie Banken und Versicherungen müssen künftig über Nachhaltigkeit berichten. Aufgrund erweiterter Nachhaltigkeits- und CR-Kriterien in Lieferantenverträgen wächst auch der Druck in anderen Branchen. Viele Betroffene analysieren derzeit, wie sie mit dieser Aufgabe umgehen. Der Autor beschreibt den Weg zum ersten CR- oder Nachhaltigkeits-Report und nutzt dabei seine Praxiserfahrungen aus der Begleitung von drei Unternehmen. Der Prozess folgt drei Schritten: Klärung der beteiligten Personen und ihrer Mitwirkung, Entwicklung einer Position, Umsetzung eines Reports. Zu den vorgelagerten Aufgaben gehören: einen Steuerungskreis einrichten, ein CR-Leitbild entwickeln und Handlungsfelder definieren. Erst im Anschluss wird ein erster CR-Report erstellt. Der Autor bewertet den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK), über den Erstreporter ihre Einstiegshürde für den Reporting-Prozess senken wollen. Er schafft Klarheit über wesentliche Reportinginhalte, bietet aber ausreichend Freiheit, eigene Akzente zu setzen. Die Möglichkeiten und Grenzen externer Unterstützung auf dem Weg zum CR-Report werden aufgezeigt.
Norbert Taubken

Agiles Arbeiten als Basis für Innovation

Als Kommunikationsagentur arbeiten wir am Puls der Zeit und treiben unsere digitale Transformation stetig voran. Die neuen Anforderungen des digitalen Wandels verlangen von uns eine Beratungs- und Handlungsweise, die nachhaltig angelegt ist, trotzdem schnell auf sich ändernde Gegebenheiten reagieren kann und dabei verantwortungsbewusst mit nur begrenzt zur Verfügung stehenden Ressourcen haushaltet. Mit der Einführung von agilem Projektmanagement und der Definition einer Strategy Map bereiten wir unsere Mitarbeiter und das gesamte Unternehmen auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen vor. Das beinhaltet die Förderung einer intrinsischen Unternehmenskultur, die Überarbeitung unserer Arbeitsprozesse, die Einführung von Lean Management sowie inkrementellem und iterativem Arbeiten, vorerst in speziellen Pilotprojekten und -gruppen. Tägliche Feedbackrunden am Kanban Board und Teamzusammenstellungen sowie deren Entwicklung anhand von Skill Maps gestalten unsere Arbeit effizienter und transparenter als bisher. Wir legen einen besonderen Wert auf das schrittweise Onboarden aller Mitarbeiter und binden durch eine konsistente interne Kommunikation alle Bereiche unserer Agentur aktiv in den Changeprozess ein. Auf diese Weise legen wir mit agilem Arbeiten den Grundstein für nachhaltige Innovationen.
Christiane Schulz, Stefanie Zeidler

Shared Value – Vom Risikomanagement zur Marktgestaltung

Nachhaltigkeit als Treiber von Innovationsprozessen
Die entscheidende Frage der Corporate Responsibility (CR) ist: Wie kann das zukünftige Geschäftsmodell eines Unternehmens nachhaltig und von der Gesellschaft akzeptiert aussehen? CR wird nach wie vor von vielen Unternehmen als Momentum der Risikoüberwachung verstanden, nicht aber als Bestandteil eines erfolgreichen Innovationsmodells. Dieser Artikel zeigt auf, dass nachhaltiges Innovationsmanagement kein Widerspruch in sich ist, sondern vielmehr eine große Chance für Unternehmen darstellt, besonders im Hinblick auf den wachsenden Druck europäischer Regulierungen. Wer also nachweisen will, dass Nachhaltigkeit auch einen Return on Invest (RoI) hat, der muss das enorme Innovationspotenzial für Produkte, Lösungen und Ideen systematisch identifizieren und umsetzen.
Heiko Kretschmer, Anja Rechenberg

Schlussteil

Frontmatter

Zusammenfassende Schlussbetrachtung

Das Spektrum der in diesem Band versammelten Beiträge zu Verantwortung und nachhaltiger Innovation ist bewusst sehr weit gefasst. So kann in einem überschaubaren Rahmen der Blick auf ganz unterschiedliche Aspekte der Thematik gerichtet werden. Zugleich stehen im operativen Geschäft der Nutzen und die Praktikabilität von Begriffen für den eigenen Bedarf im Fokus. Wie und welche einzelnen Begrifflichkeiten und Maßnahmen konkret genutzt werden, ist in Organisationen und Unternehmen sehr unterschiedlich.
Anstelle zu versuchen, einen roten Faden durch die Mannigfaltigkeit der Ansätze, Perspektiven und Einschätzungen zu ziehen, haben wir uns dazu entschieden, in der folgenden Darstellung eine Auswahl der in diesem Buch betrachteten Maßnahmen und Aspekte mit Blick auf Verantwortung und nachhaltiger Innovation zusammenzustellen. Je nach Bedarf sind beispielhaft Maßnahmen und Aspekte für die einzelnen Kontexte aufgeführt. Der geneigte Lesende kann sich von hier aus über einen kurzen Blick auf die einzelnen Beiträge in der Einleitung sowie über die Zusammenfassungen zu Beginn der Einzelbeiträge seinem spezifischen Interessensfeld nähern.
Gesa Gordon, Astrid Nelke
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