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Über dieses Buch

Die Deckungsbeitragsrechnung ist eine Teilkostenrechnung und kann unterschiedlich gestaltet und ausgerichtet sein, wobei sich unter anderem kostenträger- und kostenstellenorientierte Verfahren unterscheiden lassen. In diesem Buch werden beide Verfahren exemplarisch entwickelt und mit Zahlen und Daten jeweils eines ausgewählten Beispiel-Krankenhauses anwendungsorientiert dargestellt. Die kostenträgerorientierte Variante wird aus den Vorgaben des Kalkulationshandbuches konzipiert, so dass eine schnelle Herleitung mit den Kalkulationsdaten möglich ist. Die kostenstellenorientierte Deckungsbeitragsrechnung wird ebenfalls in einem Modellhaus anwendungsorientiert hergeleitet und mit den verschiedenen Analysemöglichkeiten dargestellt. In einem dritten Beispiel wird herausgearbeitet, wie ein Controlling aus einer reinen Vollkostenrechnung Analysedaten bereitstellen kann. Somit werden unterschiedliche Verfahren differenziert vorgestellt, sodass deutlich wird, welche Arbeitsschritte notwendig sind, welche Analyse-Möglichkeiten sich daraus ergeben, um darauf aufbauend ein anwendungsorientiertes Controlling voranzutreiben und zu gestalten.

Dieses Buch richtet sich an Führungskräfte in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen sowie an Studierende aus dem Bereich Gesundheitsmanagement, Controlling und Rechnungswesen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Deckungsbeitragsorientiertes Controlling im Krankenhaus: Verschiedene Konzeptionen im Vergleich

Zusammenfassung
Der Umstieg vom Pflegesatzsystem auf das DRG-System im Jahr 2004 verursachte eine Neuausrichtung des Kosten- und Leistungs-Controllings. Wettbewerbsfähigkeit durch die Kosteneffizienz und Optimierung des Leistungsportfolios stehen fortan im Mittelpunkt der deutschen Krankenhäuser. Somit hat der Bedarf an Controlling-Konzeptionen zur Beurteilung der wirtschaftlichen Situation zugenommen.
Liliia Pohl

Kapitel 2. Entwicklung einer Stückdeckungsbeitragsrechnung – dargestellt am Beispiel ausgewählter DRGs für Geriatrie in einem Modellkrankenhaus auf Grundlage der InEK-Kalkulation

Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit wird auf Grundlage der Kalkulation des Institutes für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) eine Stückdeckungsbeitragsrechnung für ausgewählte geriatrische Diagnosis Related Groups (DRGs) eines Modellkrankenhauses entwickelt, das als Controlling-Instrument die notwendige Transparenz über Kosten und Erlöse der ausgewählten DRGs schafft. Ziel ist es zu ermitteln, in welchem Umfang die einzelnen DRGs zum Gesamtergebnis eines Krankenhauses beitragen und an welchen Punkten Kosten und Erlöse beeinflusst werden können. Zudem soll analysiert werden, ob Fälle mit oder ohne geriatrische Komplexbehandlungen höhere Deckungsbeiträge generieren. Auf Grundlage der theoriefundierten Literatur wurde demnach eine Stückdeckungsbeitragsrechnung auf Kostenträgerebene konzipiert, die die Kosten der InEK-Kalkulation den einzelnen Deckungsbeiträgen zuordnet. Die Ergebnisse der so entwickelten Stückdeckungsbeitragsrechnung für ausgewählte geriatrische DRGs zeigen, dass bei der DRG B44B und der Basis-DRG B70 negative Deckungsbeiträge erzielt werden, während alle anderen betrachteten DRGs positiv zum Gesamtergebnis beitragen. Negativ beeinflusst werden die Ergebnisse der konzipierten Stückdeckungsbeitragsrechnung hauptsächlich durch Fälle, deren Verweildauer die obere Grenzverweildauer überschreitet (Langlieger). Des Weiteren fallen die Deckungsbeiträge der Fälle mit geriatrischer Komplexbehandlung höher aus als jene von Fällen ohne geriatrische Komplexbehandlung. Folglich empfiehlt es sich für ein Krankenhaus zu überprüfen, ob eine Reduzierung der Verweildauer bei allen betrachteten DRGs möglich ist und bei welcher Verweildauer die Deckungsbeiträge maximal werden. Zudem sollten tendenziell eher Fälle mit als ohne geriatrische Komplexbehandlung versorgt werden.
Silke Greshake, Liliia Pohl, John Ahrens, Winfried Zapp

Kapitel 3. Aufbau eines kostenträgerorientierten Controllings – dargestellt am Beispiel aus der neurologischen Frührehabilitation

Zusammenfassung
In den letzten Jahren hat eine dynamische Entwicklung der Krankenhausfinanzierung stattgefunden. Nachdem das DRG-Fallpauschalensystem im Jahre 2003 freiwillig beziehungsweise 2004 verpflichtend eingeführt wurde, gab es einige Anpassungen und Verschiebungen der Leistungsanbieter in den verschiedenen Sektoren. Durch den zunehmenden Druck der Verweildauerverkürzung mussten sich die stationären und ambulanten Rehabilitationseinrichtungen darauf einstellen, die Weiterbehandlung der Patienten direkt nach der Akutphase zu gewährleisten.
Markus Krahforst, John Ahrens, Winfried Zapp

Kapitel 4. Aufbau einer kostenträgerorientierten Controlling-Konzeption – dargestellt an einer Fachabteilung eines Modellkrankenhauses

Zusammenfassung
Das Hauptziel der Krankenhäuser stellt die Verbesserung des Gesundheitszustandes der Patienten dar. Aufgrund des wirtschaftlichen Drucks, dem Krankenhäuser zunehmend ausgesetzt sind, muss dieses Hauptziel jedoch um finanzwirtschaftliche Ziele ergänzt werden. Hier wird ein Krankenhaus-Controlling notwendig, welches entscheidungsorientierte Informationen bereitstellt, die das Führungssystem in der Steuerung des Krankenhauses sowie der Planung und Kontrolle medizinischer und ökonomischer Abläufe unterstützt. Zur Erreichung betriebswirtschaftlicher Ziele kann das Instrument der Kostenrechnung wertvolle Informationen über das Kosten- und Leistungsgeschehen des Krankenhauses liefern. Vor allem die Kostenträgerrechnung bietet Ansatzpunkte zur Effizienzsteigerung sowie zur Leistungssteuerung und trägt zur strategischen Leistungsausrichtung eines Krankenhauses bei. Sie ist jedoch noch nicht in allen deutschen Krankenhäusern angekommen. Anhand eines Modellkrankenhauses wird daher eine kostenträgerorientierte Controlling-Konzeption aufgebaut, wobei der Fokus auf dem methodischen Vorgehen sowie Handlungsempfehlungen zur Einführung und Umsetzung einer Kostenträgerrechnung liegt.
Luise Steen, Stefan Schnitker, Winfried Zapp
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