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Über dieses Buch

Die vorliegende Einführung räumt mit angeblichen Technikproblemen, Strompreismythen und Netzinkompatibilitäten auf. Es wird unter anderem aufgezeigt, dass nicht die technische Seite das Problem beim Umstieg auf eine regenerative Energieversorgung darstellt, sondern vielmehr tradierte wirtschaftliche Interessen und die daraus resultierende politische und öffentliche Diskussion, dieser Entwicklung entgegensteht. Eine Entwicklung, die durch ihre Umweltauswirkungen so wichtig geworden ist – da sie nichts Geringeres als die globale Mitteltemperatur maßgeblich beeinflusst – und somit Kern jeder Klimawandeldiskussion. Leitkapitel sind die klassischen Felder der Energiewirtschaft: Beschaffung, Umwandlung und Verteilung. Der Fokus liegt auf der deutschen Energieversorgung und hier im emissionsreichsten Part, der Stromproduktion. Die konventionellen Erzeugungsmethoden werden den regenerativen gegenüber gestellt und zu einem schlüssigen sowie bestechend einfachen System, bei niedrigen volkswirtschaftlichen Gesamtkosten, zusammengeführt.

Der Inhalt

Einleitung und Begriffe • Beschaffung von Energie • Umwandlung von Energie • Verteilung von Energie • Klimaschutzpolitik

Die Autorin

Dr. Sandra Hook ist (Bio-)Geografin und beim Umweltschutzamt in Freiburg tätig. Sie hat mehrere Lehraufträge inne, unter anderem an der Frankfurt University of Applied Sciences.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung und Begriffe

Zusammenfassung
Energiewirtschaft als komplexer Wirtschaftszweig im Spannungsfeld von Ressourcenbeschaffung, Umwandlung von Energie und deren Verteilung, unterwirft sich im klassischen Sinne geologischen, geopolitischen und technischen Gesetzmäßigkeiten. Sie umfasst alle Einrichtungen und Handlungen, die das Ziel verfolgen, die Versorgung von Privathaushalten und Betrieben aller Art mit Energieträgern, wie z. B. Erdgas, Benzin, Diesel, Heizöl, Kohle, Holz oder elektrischer Energie, sicherzustellen (vgl. Werner 2006). Die klassische oder konventionelle Energiewirtschaft, die sich hauptsächlich auf fossile und zum Teil nukleare Energieträger stützt, ist Grundlage von Entwicklung und Wohlstand in unserer modernen Gesellschaft.
Sandra Hook

Kapitel 2. Beschaffung von Energie

Zusammenfassung
Die Beschaffung von Energie findet, wie bereits in der Einleitung beschrieben, durch die Beschaffung von Energieträgern statt. Der überwiegende Teil der konventionellen Energieträger ist endlich, wobei je nach Szenario den Hauptenergieträgern Erdöl, Kohle und Erdgas unterschiedliche ‚Reichweiten‘ zugedacht werden. Das liegt hauptsächlich an der Definition von Ressource und Reserve (vgl. Abb. 2.1).
Sandra Hook

Kapitel 3. Umwandlung von Energie

Zusammenfassung
Im Abschnitt Umwandlung von Energie werden die Primärenergieträger nun in Sekundär- bzw. Endenergieträger umgewandelt und so für jeden einzelnen nutzbar. Die Energiewirtschaft in Deutschland wird nach wie vor von fossilen Energieträgern dominiert (Abb. 3.1).
Sandra Hook

Kapitel 4. Verteilung von Energie

Zusammenfassung
Die Verteilung von Energie erfolgt hauptsächlich über nach Energiebereichen getrennte Systeme (vgl. Abb. 4.1), meist in Form von Netzen. Für den Bereich Strom wird bisher ausschließlich das Stromnetz benutzt. Im Bereich Wärme ist es vordringlich das Gasnetz, gefolgt von dezentraler logistischer Verteilung über Brennstofftransporte – hauptsächlich Heizöl – und unterschiedlichen lokal begrenzten Fern- und Nahwärmenetzen. Kraftstoffe werden in der Regel für die EndverbraucherInnen über ein Logistiknetz von Binnenschiffen, Lasttransporten auf der Straße und Schiene zu den jeweiligen Bezugsstellen (in der Regel Tankstellen) transportiert, ein eher geringer Teil über Mineralölfernleitungen (Pipelines).
Sandra Hook

Kapitel 5. Klimawandel und Paradigmenwechsel in der Energiewirtschaft

Zusammenfassung
Während die Endlichkeit der fossilen und nuklearen Rohstoffe bereits genug Motivation sein sollte, unsere Energieversorgung umzustellen, tragen lebensbedrohliche Umweltveränderungen durch ihre energetische Nutzung bereits seit Ende letzten Jahrhunderts maßgeblichen Anteil am Paradigmenwechsel hin zur regenerativen Versorgung in der Energiewirtschaft. Ausschlaggebend ist hierbei vor allem der menschengemachte Klimawandel durch den Ausstoß von Treibhausgasen, welche zu einem erheblichen Anteil der Energiewirtschaft zugeordnet werden. Die meisten Volkswirtschaften dieser Erde bestreiten ihre Versorgung fossil und stoßen hierdurch, wie die vorangegangen Kapitel beschreiben, sowohl in der Beschaffung, als auch in der Umwandlung und Verteilung von Energie, das Treibhausgas CO2 aus.
Sandra Hook

Kapitel 6. Fazit

Zusammenfassung
Ein Umdenken im Bereich Energiewirtschaft von der Nutzung nicht erneuerbarer Quellen, hinzu erneuerbaren und damit unendlichen Quellen ist gesellschaftlicher Konsens und Megatrend des 21. Jahrhunderts. Die Notwendigkeit ergibt sich zum einen aus der Rohstoffverknappung weltweit und auf Deutschland bezogen, aus der generellen Rohstoffarmut im Bereich fossiler und nuklearer Ressourcen und damit einer sehr hohen Importabhängigkeit.
Sandra Hook

Backmatter

Weitere Informationen