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Über dieses Buch

Dieses Buch beschäftigt sich mit der Thematik der evolutorischen Finanzökonomie. Diese kann als eine Möglichkeit der Weiterentwicklung bisheriger Finanztheorien bzw. -ansätze (wie bspw. die Effizienzmarkttheorie oder der Behavioral-Finance-Ansatz) gesehen werden und beleuchtet dabei den Zusammenhang zwischen einerseits biologischen bzw. darwinistischen Begriffen und Konzepten (z.B. Selektion, Mutation und Adaption) und andererseits finanzökonomischen Fragestellungen. Das Ziel des Buches besteht darin, eine neue und integrative Sichtweise in der Betrachtung von Finanzmarktprozessen und deren institutionellen Teilnehmern aufzuzeigen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Die verschiedenen Krisen in den letzten Dekaden (wie die dot.com Blase, die Finanzkrise oder die nachfolgende europäische Verschuldungskrise) haben den enormen Einfluss der Finanzmärkte auf die globale Wirtschaft deutlich gemacht. Vor diesem Hintergrund ist die traditionelle Finanztheorie, basierend auf der Effizienzmarkttheorie von Fama und dem Konstrukt des Homo Oeconomicus, nicht nur krisenbedingt, sondern auch aus empirischen Gründen massiv in die Kritik geraten. Es scheint, als bräuchte die Wissenschaft einen neuen Weg des Denkens, wie Finanzmärkte und deren Teilnehmer funktionieren.
Thomas Holtfort

Kapitel 2. Historischer Überblick der Betrachtungsweise des Kapitalmarktes

Zusammenfassung
Das Postulat, welches die Finanzmärkte seit den 1960er Jahren dominiert hat und dem neoklassischen Gedankengut entlehnt wurde, ist die Effizienzmarkt-hypothese von Fama. Die Grundlage dieser Theorie, welche auch einen großen Einfluss auf Investment- und Finanzierungsentscheidungen hatte, basiert auf drei theoretischen Argumenten: Die erste Annahme ist, dass Investoren rational sind und Wertpapiere am Markt rational bewertet werden.
Thomas Holtfort

Kapitel 3. Bisherige Erkenntnisse und Modelle zur evolutorischen Finanzökonomie

Zusammenfassung
Gemäß Lo können Alchian und später Hirshleifer als die ursprünglichen Pioniere der evolutorischen Finanzökonomie angesehen werden. Alchian befasste sich hauptsächlich mit der Frage, warum bestimmte (Finanz-) Unternehmen erfolgreicher waren als andere und stellte fest, dass das Überleben von Unternehmen ein evolutionärer Prozess der Variation und Auswahl ist. Er legte somit den Grundstein für Hirshleifer, der auf allen Ebenen der Wirtschaft (einschließlich der Finanzmärkte) evolutionäre Kräfte am Werk sah.
Thomas Holtfort

Kapitel 4. Relevanz weiterer biologischer und darwinistischer Konzepte zur Erklärung des Kapitalmarktverhaltens

Zusammenfassung
Die Räuber-Beute Beziehung (auch Volterra Regel genannt) wird in der Biologie genutzt, um Regeln für eine exakte quantitative Beschreibung von Populationsdynamiken aufzustellen. Dabei wird grundsätzlich die zahlenmäßige Entwicklung zweier Populationen über größere Zeiträume aufgezeigt, unter der Voraussetzung, dass nur zwischen den beiden betrachteten Arten eine Räuber-Beute Beziehung besteht und die sonstigen Umweltfaktoren (biotisch und abiotisch) konstant bzw. zu vernachlässigen sind.
Thomas Holtfort

Kapitel 5. Fazit und Ausblick

Zusammenfassung
Das vorliegende Buch setzt sich mit der neuen Thematik der evolutorischen Finanzökonomie auseinander. Aufbauend auf einer historischen Analyse bisheriger theoretischer Finanzansätze stellt es einen Zusammenhang zwischen biologischen bzw. darwinistischen Konzepten und der Finanzökonomie her. Neue Fragestellungen, bspw. ob Variabilität und Mutation gut für den Finanzmarkt sind oder die Effizienzmarkthypothese durch die Symbiose von Momentum- und Value-Strategien einerseits sowie den Begriff der Entropie in Systemen andererseits in einem neuen Licht gesehen werden kann, können mithilfe der evolutorischen Finanzökonomie auf einen neuen Kenntnisstand gehoben werden.
Thomas Holtfort

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