Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Laut Chrisman et al. (2005) und Sharma (2004) ist das Ziel der Forschung zu Familienunternehmen, eine eigene Theorie der Familienunternehmen zu entwickeln.„We believe that the ultimate aim of research about family business is to develop a theory of the family firm. We further believe that such a theory should incorporate a strategic management perspective.” Ausgerichtet an diesem Ziel hat die Forschung zu Familienunternehmen in den letzten Jahren zugenommen und sich weiterentwickelt. Zuerst beschäftigte sich die Forschung mit der Definition von Familienunternehmen, wobei sich bis heute noch keine Definition hat durchsetzen können.Daran anknüpfend wurden die Unterschiede zwischen Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen erforscht.Dabei standen Erfolgsvergleiche im Vordergrund und die Frage, ob zum Beispiel Familieneinfluss oder Fremdmanager den Markterfolg eines Familienunternehmens steigern.In diesem Zusammenhang zeigen neueste Forschungsergebnisse, dass der Markterfolg von Familienunternehmen gegenüber Nicht-Familienunternehmen nur dann größer ist, wenn eine Person Management und Eigentum zu 100 Prozent in sich vereint.Darüber hinaus begann die Forschung, Familienunternehmen aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der beteiligten Interessengruppen zu betrachten: Gründer, Nachfolger, Frauen, Familien- und Fremdmanager.Interaktionen zwischen den Interessengruppen eines Familienunternehmens sowie deren Probleme und Herausforderungen wurden ebenfalls analysiert.
Alexander Koeberle-Schmid

2. Entwicklung der Modelle und Hypothesen

Ein Überblick über Governance-Theorien ist der Arbeit von Huse (2007) zu entnehmen. Die wichtigsten Governance-Theorien sind die Theorie der Verfügungsrechte, die Transaktionskostentheorie, die Agency-Theorie, die Stewardship- Theorie,die Stakeholder Theorie,der ressourcenbasierte Ansatzund die Ressourcenabhängigkeitstheorie. In dieser Arbeit finden die Stewardship-, die Agency-Theorie und der ressourcenbasierte Ansatz Beachtung.
Alexander Koeberle-Schmid

3. Methodik der empirischen Untersuchung

Es ist schwierig, verlässliche Informationen über Familienunternehmen und deren Family Business Governance zu erhalten.1Wegen der häufig fehlenden Kapitalmarkt- beziehungsweise Börsennotierung sind Sekundärdaten kaum zugänglich. Deshalb wurden für diese Arbeit Primärdaten durch telefonische und schriftliche Befragung erhoben. Ziel der Befragung war es, die Hypothesen anhand der Antworten von Mitgliedern des Top-Management-Teams, des Aufsichtsgremiums oder der Familienrepräsentanz von Familienunternehmen zu testen. Durch die Befragung wurden Querschnittsdaten über Eigentümerstruktur, Ziele von Familienunternehmen, Aufsichtsgremium, Markterfolg und, wenn vorhanden, über die Familienrepräsentanz generiert.
Alexander Koeberle-Schmid

4. Ergebnisse der empirischen Untersuchung

Durch T-Tests wird überprüft, ob die befragten Familienunternehmen die für diese Arbeit relevanten Ziele in Bezug auf die Family Business Governance verfolgen. Die Ergebnisse in Tabelle 4.1 zeigen, dass die Mittelwerte signifikant von den Testwerten 2 (trifft nicht zu) und 3 (neutral) abweichen (Signifikanzniveau p<0,01). Die untersuchten Familienunternehmen haben demnach die langfristige Unternehmenswertgenerierung und -steigerung (trifft bei 96,6 Prozent der untersuchten Familienunternehmen zu und nur bei 1,7 Prozent nicht, wobei 1,7 Prozent das Ziel neutral bewerten), die konflikt- und krisenfreie Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Familie (trifft bei 63,2 Prozent der untersuchten Familienunternehmen zu und bei 9,4 Prozent nicht, wobei 27,4 Prozent das Ziel neutral bewerten) und die Übergabe des Familienunternehmens an die nächste Generation (trifft bei 75,2 Prozent der untersuchten Familienunternehmen zu und bei 11,1 Prozent nicht, wobei 13,7 Prozent das Ziel neutral bewerten) zum Ziel. Damit ist bestätigt, dass Familienunternehmen die für die Forschungsmodelle relevanten Ziele, insbesondere der Generierung und Steigerung des Unternehmenswerts, verfolgen.
Alexander Koeberle-Schmid

5. Diskussion der Ergebnisse

Die drei durch die vorliegende Arbeit empirisch nachgewiesenen Ziele von Familienunternehmen in Bezug auf die Family Business Governance sind langfristige Unternehmenswertgenerierung und -steigerung, Harmonie in Familie und Unternehmen durch konflikt- beziehungsweise krisenfreie Zusammenarbeit und Existenzsicherung als Familienunternehmen.
Alexander Koeberle-Schmid

6. Schlussbetrachtung

Vor der Beantwortung der Forschungsfragen musste zunächst evaluiert werden, ob Familienunternehmen das Ziel der langfristigen Generierung und Steigerung des Unternehmenswertes verfolgen. Die Analysen bestätigen dieses Ziel für die hier untersuchten Familienunternehmen.
Alexander Koeberle-Schmid

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Wieviel digitale Transformation steckt im Informationsmanagement? Zum Zusammenspiel eines etablierten und eines neuen Managementkonzepts

Das Management des Digitalisierungsprozesses ist eine drängende Herausforderung für fast jedes Unternehmen. Ausgehend von drei aufeinander aufbauenden empirischen Untersuchungen lesen Sie hier, welche generellen Themenfelder und konkreten Aufgaben sich dem Management im Rahmen dieses Prozesses stellen. Erfahren Sie hier, warum das Management der digitalen Transformation als separates Konzept zum Informationsmanagement zu betrachten
und so auch organisatorisch separiert zu implementieren ist. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise