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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Einführung

Zusammenfassung
Finanzinnovationen sind aus dem heutigen Wirtschaftsleben nicht mehr wegzudenken. Sei es, daß umfangreiche Finanzierungen auf neuen Instrumenten aufbauen, sie es, daß Anlagestrategien unter Zuhilfenahme innovativer oder derivativer Instrumente entwickelt werden, stets werden im heutigen Markt Instrumente in vielfältiger Ausgestaltung mit einbezogen, die in dieser Form noch vor zwei Jahrzehnten kaum oder gar nicht bekannt waren
Christoph Graf von Bernstorff

Entwicklung der Finanzinnovationen

Frontmatter

1. Ursprung der Finanzinnovationen

Zusammenfassung
Finanzinnovationen hat es schon seit dem Mittelalter gegeben, als immer „neue“ Methoden der Finanzierung entwickelt wurden. Eines der damals charakteristischen Instrumente war dabei der Wechsel, der in Italien „erfunden“ wurde und sich rasch als weltweit bekanntes Zahlungs-, aber auch als Finanzierungsinstrument entwickelte. Die heute noch bekannten unterschiedlichen Finanzierungsformen, die auf dem Wechsel aufbauen1, sind ein Beleg für die Beliebtheit dieses bereits damals „innovativen“ Instruments.
Christoph Graf von Bernstorff

2. Überblick über die Grundtypen der Innovationen

Zusammenfassung
Die Grundtypen der Finanzinnovationen sind, wie im vorherigen Abschnitt bereits erwähnt, die Optionen, die Swaps und die Futures. Ihnen ist im folgenden Teil 2 des Buches eine ausführliche Darstellung gewidmet. An dieser Stelle soll für den raschen Überblick nur eine kurze Beschreibung der Produkte erfolgen.
Christoph Graf von Bernstorff

Grundtypen der Finanzinnovationen

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1. Optionen

Zusammenfassung
Zu Beginn der Beschreibung der Optionen soll nochmals die Grunddefinition wiederholt werden. Bei Optionen handelt es sich — unabhängig von der jeweiligen Ausgestaltung — um eine Vereinbarung zwischen einem Käufer (Inhaber) und einem Verkäufer (Stillhalter), wonach dem Käufer das Recht eingeräumt wird, an einem bestimmten Verfalltag oder während einer bestimmten Frist eine bestimmte Menge eines Finanztitels (Devisen, Zinsen, Wertpapiere, Edelmetall) zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Für dieses Recht zahlt der Käufer der Option dem Verkäufer einen Preis (Optionsprämie). Der Käufer einer Option ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, von seinem Recht Gebrauch zu machen. Der Verkäufer übernimmt seinerseits die Verpflichtung, einen Finanztitel entgegenzunehmen, sofern der Käufer von seiner Option Gebrauch macht. Zu unterscheiden sind zunächst die Call- und die Put-Option sowie die Amerikanische und die Europäische Option.
Christoph Graf von Bernstorff

2. Financial Futures

Zusammenfassung
Financial Futures stellen eine Weiterentwicklung der schon längere Zeit bestehenden Terminmärkte dar (dazu nachstehend). Bei Termingeschäften ist lediglich festgelegt, daß der Zeitpunkt von Vertragsabschluß und -erfüllung zeitlich auseinanderfallen. Sinn der Termingeschäfte ist es, zum jetzigen Zeitpunkt auf einen zukünftigen Zeitpunkt eine Kurs oder Preissicherung vorzunehmen.
Christoph Graf von Bernstorff

3. Swaps

Zusammenfassung
Die sogenannten Swaps gehören zu den wohl wichtigsten Finanzinnovationen der 80er Jahre. Es handelt sich bei den seit 1981 bekannten Swaps um ein besonders praxisgerechtes Instrument, das für die Marktteilnehmer im Finanzgeschäft große Vorteile mit sich bringt und deshalb ein hohes Wachstum65 aufweisen kann. Swaps in ihrer reinen Ausgestaltung sind heute als Zins- oder Währungsswaps, gegebenenfalls als eine Kombination von Zins- und Währungsswaps, bekannt. Daneben gibt es abgeleitete66 Modelle.
Christoph Graf von Bernstorff

Innovationen im Zinsbereich

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1. Instrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken

Zusammenfassung
Zu den Möglichkeiten der Absicherung von Zinsänderungsrisiken zählt man die obengenannten fünf Grundtypen der Zinsinnovationen. Daneben sind weitere verknüpfte (derivative) Zinsinstrumente darstellbar, wie etwa die Kombination von Swap und Option (Swaption102), Swaps mit geänderten Zahlungsstrukturen (Forward Swaps, Zero Coupon Swaps) und so weiter.
Christoph Graf von Bernstorff

2. Zinsswaps

Zusammenfassung
Zinsswaps (Interest Rate Swaps) sind seit Beginn der 80er Jahre bekannt und wurden zunächst als Interbankengeschäft getätigt, bevor sie sehr bald auch im Firmenkundenkre-ditgeschäft der Banken eingesetzt wurden. Inzwischen ist der Zinsswap auch für Anleger von Bedeutung, wenn während der Laufzeit einer Geldanlage die Zinsstruktur von fest in variabel (oder umgekehrt) gestaltet werden soll.
Christoph Graf von Bernstorff

3. Zinsoptionen

Zusammenfassung
Zu Optionen, die ein sehr vielseitig nutzbares Instrument sind, ist bereits oben grundlegend Stellung genommen worden. Dort finden sich auch die grundsätzlichen Hinweise zum strategischen Einsatz und der Kostenberechnung für Optionen. Hier soll nun aus systematischen Gründen kurz erneut auf die Zinsoption als Instrument der Zinssicherung eingegangen werden.
Christoph Graf von Bernstorff

4. Financial Futures

Zusammenfassung
Das Financial-Future-Geschäft163 folgt dem Grundgedanken aller Termingeschäfte, eine bestimmte Ware per Termin zu handeln. Der Abschluß des Geschäfts sowie dessen Erfüllung liegen demnach zeitlich auseinander, so daß der Abschluß heute erfolgt und die Lieferung des Finanztitels zu einem späteren Termin vorgenommen wird.
Christoph Graf von Bernstorff

5. Forward Rate Agreements

Zusammenfassung
Forward Rate Agreements sind ein weiteres, im kurzfristigen Bereich gut nutzbares Zinssicherungsinstrument. Sie stellen eine Weiterentwicklung des börsenmäßig abgewickelten Handels von Zinsterminkontrakten dar und wurden erstmals 1983 durchgeführt181.
Christoph Graf von Bernstorff

6. Zinscaps, Zinsfloors, Zinscollars

Zusammenfassung
Caps und Collars sind Zinssicherungsinstrumente, die bei Verbindlichkeiten und Geldanlagen mit variablem Zinssatz angewendet werden können, um eine zeitraumbezogene Zinsbegrenzung zu erreichen. Caps (Zinsobergrenzenvereinbarungen), Floors (Zinsuntergrenzenvereinbarungen) und Collars (Zinsober- und -untergrenzenvereinbarungen186) sind immer dann von Bedeutung, wenn der variable Marktzins die jeweils vereinbarte Zinsbegrenzung durchbricht. Die Zinssicherung, die bis zu zehn Jahre lang duchgeführt werden kann, erfolgt mit Cap und Floor „automatisch“. Das bedeutet, daß ein Ausübungswahlrecht, wie es bei einer Zinsoption besteht, nicht vorhanden ist. Aus technischer Sicht handelt es sich bei diesem Instrumentarium um nacheinandergeschaltete kurzfristige „Optionen“ von jeweils drei oder sechs Monaten Laufzeit187, da jede Option mit dem Verfall der vorherigen beginnt188. Über diese Aneinanderreihung lassen sich maßgeschneiderte Laufzeiten erreichen, die mit der abzusichernden, variablen Zinsfoderung oder -Verbindlichkeit deckungsgleich sind.
Christoph Graf von Bernstorff

Innovationen im Währungsbereich

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1. Grundlagen der Methoden zur Wechselkurssicherung

Zusammenfassung
Vor der ausführlichen Behandlung der innovativen Instrumente, die zum Währungsrisikomanagement eingesetzt werden können, soll an dieser Stelle in einem Überblick auf die grundsätzliche Methodik der Risikobegrenzung im Währungsbereich eingegangen werden.
Christoph Graf von Bernstorff

2. Devisenoption

Zusammenfassung
Auch im Währungsbereich spielt die Option eine wichtige Rolle. Auf das Grundinstrument der Option ist oben (Teil 2) bereits sehr ausführlich eingegangen worden, so daß an dieser Stelle nur noch die Besonderheiten der Devisenoption herausgestellt werden müssen.
Christoph Graf von Bernstorff

3. Währungsswaps

Zusammenfassung
Der Währungsswap (Currency Swap) ist — aus Sicht der Praxis — genau genommen eine Kombination von Zins- und Währungsswap, doch hat sich der Begriff des „Währungsswap“ durchgesetzt. Der Währungsswap wird nämlich üblicherweise mit einem gleichzeitigen Austausch der Zinsen in den unterschiedlichen Währungen verknüpft (Cross Currency Interest Rate Swap).
Christoph Graf von Bernstorff

Neue Finanzdienstleistungen des Euromarktes

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1. Neuere Entwicklungen im Euromarkt

Zusammenfassung
Der Euromarkt hat sich in den vergangenen Jahren über den Einsatz der bereits beschriebenen Produkte zum Zins- und Währungsmanagement hinaus erheblich verbreitert und weitere innovative Instrumente geschaffen. Dieses neue Instrumentarium basiert auf dem Einsatz von Wertpapieren, die bestehende Forderungen verbriefen.
Christoph Graf von Bernstorff

2. Der Euro-Kapitalmarkt

Zusammenfassung
Die internationalen Kapitalmärkte werden in zwei Kategorien untergliedert: in die nationalen Kapitalmärkte, die Ausländern zugänglich sind, und die Eurokapitalmärkte. Die an diesen Märkten emittierten Anleihen trennt man folglich in Auslandsanleihen (foreign bonds) und Euroanleihen (Eurobonds). Die erste Kategorie ist im Grunde nur eine Modifikation des inländischen Kapitalmarktes, der seinen internationalen Charakter vom ausländischen Schuldner ableitet. Dagegen ist der Eurokapitalmarkt international im eigentlichen Sinne235.
Christoph Graf von Bernstorff

3. Der Euro-Aktienmarkt

Zusammenfassung
Der Euro-Aktienmarkt findet sich dort, wo Aktien und andere verbriefte Beteiligungswerte eines Unternehmens außerhalb des Heimatlandes des Unternehmens notiert und aktiv gehandelt werden. Der Begriff der „Euro-Aktie“ ist erst seit Beginn der 80er Jahre in der Terminologie aufgetaucht. Für Unternehmen bringt die Ausgabe von Euro-Aktien Vorteile mit sich. Euro-Aktien dienen der Verbreiterung der Kapitalbasis, fördern den Be-kanntheitsgrad des Unternehmens international und können durch die breite, internationale Streuung sogar leichter Schutz vor „hostile takeovers“ bieten, also vor Konzentration der Emission in einer oder wenigen Händen.
Christoph Graf von Bernstorff

4. Weitere innovative Produkte des Euromarktes

Zusammenfassung
Der Euromarkt hat seit den 70er Jahren weitere Produkte hervorgebracht, die sich im internationalen Firmenkundengeschäft einsetzen lassen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Emissionen mit unterschiedlicher Ausgestaltung.
Christoph Graf von Bernstorff

5. Die Wertpapierleihe

Zusammenfassung
Auch die Wertpapierleihe hat sich erst in neuerer Zeit als weitere Finanzdienstleistung entwickelt265. Nachdem die US-amerikanischen Banken seit Beginn der 90er Jahre ihr Produkt „Securities Lending“ vermehrt im deutschen Markt anboten, hat sich der deutsche Markt verstärkt mit der „Wertpapierleihe“ beschäftigt. Hinzu kommt, daß die Deutsche Kassenverein AG seit 1990 ein Wertpapier-Leihsystem installiert hat.
Christoph Graf von Bernstorff

6. Asset Backed Securities

Zusammenfassung
Die Entstehung der Finanzinnovationen wird unter anderem auf den Begriff der Securiti-sation zurückgeführt (dazu oben). Securitisation ist die Verbriefung von Forderungen, die Umformung von nichtmarktfähigen in marktfähige Obligationen, wodurch die Liquidität erhöht und ein neues Finanzmarktinstrument geschaffen wird. Die Securitisation hat den Vorteil der Übertragung der Bonitätsrisiken und der Liquiditätserweiterung geschaffen.
Christoph Graf von Bernstorff

7. Asset Securitisation

Zusammenfassung
Ein weiteres Produkt des US-amerikanischen Marktes bildet die sogenannte Asset Securitisation. Bilden Unternehmen in erheblichem Umfang Eigen- und Fremdkapital in Forderungen des Umlaufvermögens, und handelt es sich bei diesen Forderungsbeständen um Vermögenspositionen, die große Finanzierungskosten verursachen, gleichzeitig aber keinen oder nur einen geringen Kapitalverzinsungsbeitrag leisten, dann kann das Modell der Asset Securitisation zur Anwendung gelangen.
Christoph Graf von Bernstorff

8. American Depositary Receipts (ADR)

Zusammenfassung
Der Ursprung der American Depositary Receipts läßt sich bis zu den 20er Jahren dieses Jahrhunderts zurückführen. Schon vor etwa 90 Jahren zeigten US-amerikanische Kapitalanleger Interesse an ausländischen Aktien, doch waren die damals bestehenden Möglichkeiten, Transaktionen auch tatsächlich duchzuführen, aufgrund technischer Unzulänglichkeiten noch recht beschränkt. Hinzu kam die mangelhafte Transparenz der ausländischen Kapitalmärkte, die Unterschiede der US-amerikanischen und der ausländischen Kapitalmarktordnungen sowie verschiedene gesellschafts- und finanzrechtliche Rahmenbedingungen.
Christoph Graf von Bernstorff

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