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Global collaboration, local production

Fab City als Modell für Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Entwicklung

  • Open Access
  • 2024
  • Open Access
  • Buch

Über dieses Buch

Dieses Open-Access-Buch gibt aktuelle interdisziplinäre Forschungseinblicke rund um das Fab City-Konzept. Ein Ansatz, der beschreibt, wie Produktions- und Konsumptionsweisen gestaltet werden können, sodass einerseits globale Kollaboration in und durch Communities von der Ideengenerierung bis zur Produktentwicklung physischer Güter mittels quelloffener Technologien (Open Source Software und Hardware) ermöglicht wird und andererseits die Produktion dieser Güter lokal und somit möglichst nahe am Ort des Bedarfs sowie dezentral im Sinne einer verteilten Produktion erfolgen kann, beispielsweise in Fab(rication) Labs. Ziel ist die Schaffung einer möglichst nachhaltigen Produktion bzw. Wertschöpfung. Ökologisch nachhaltig, indem lange Transportwege vermieden und auf Grundlage von Kreislaufprinzipien lokale Stoffkreisläufe geschlossen werden. Ökonomisch nachhaltig, indem durch quelloffene Technologien Wettbewerbsbeschränkungen und durch föderierte Ansätze Abhängigkeiten vermieden werden. Sozial nachhaltig durch ein partizipatives Wertschöpfungssystem, in dem der Zugang zu Wissen und Knowhow sowie zu Produktionsmitteln unbeschränkt ist. Über den gesamten Produktentstehungsprozess und -lebenszyklus enthält das vorliegende, bilinguale Werk in deutscher und englischer Sprache Beiträge aus den Bereichen Citizen & Collaborative Innovation and Design, Circular Design & Economy, Open-Source-Software-Tools für die Entwicklung von Open Source Hardware, Digital Product Passport, föderierte (Open-Source-) Systeme, die Verbreitung von Open Source Hardware sowie technical literacy und economic governance.

Prof. Neil Gershenfeld, Director of MIT’s Center for Bits and Atoms, and Chairman of the board of The Fab Foundation:“For many years the growth of cities has been an inexorable trend, with cities acting as regional magnets and engines;the resources enabling a Fab City can also help expand opportunity beyond cities. There is now an opportunity and need for labs that can develop, deploy, and measure the frontiers of Fab City technologies. This book provides a much-needed snapshot of the current state of that challenge.”
Tomas Diez, Executive Director of the Fab City Foundation: “This book is an invitation for large-scale collaboration to build distributed system that can support the development of alternative modes of production, in line with the social and ecological needs of our time.”

Inhaltsverzeichnis

  1. 1. Einführung: Wie Fab Cities zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen

    • Open Access
    Manuel Moritz, Tobias Redlich, Sonja Buxbaum-Conradi
    Das Kapitel untersucht die Rolle von Fab Cities bei der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. Es wird beleuchtet, wie lokale Produktion und globale Kollaboration durch offene Technologien und Wertschöpfungssysteme eine resiliente und ökologische Gesellschaft unterstützen können. Dabei wird eine multiskalare Herangehensweise vorgestellt, die sowohl theoretische Konzepte als auch praktische Anwendungen umfasst. Besondere Aufmerksamkeit wird der Governance und den ökonomischen Mechanismen geschenkt, die für die Umsetzung von Fab Cities notwendig sind. Zudem wird die Rolle von Open Source Hardware und Software, sowie die Bedeutung von Makerspaces und Fab Labs als Orte für Innovation und Bildung hervorgehoben. Das Kapitel bietet eine umfassende Analyse der Herausforderungen und Chancen, die mit der Umsetzung von Fab Cities verbunden sind, und zeigt auf, wie diese Städte zur Erreichung der Sustainable Development Goals der UN beitragen können.
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  2. Frameworks and Theoretical Concepts

    1. Frontmatter

    2. 2. The Fab City Full Stack

      A Multiscalar Framework for an Orchestrated Collaboration Within Distributed Networks of Production
      • Open Access
      Tomas Diez Ladera, Vasilis Niaros, Carolina Ferro
      Der Fab City Full Stack ist ein ganzheitliches Rahmenwerk, das darauf ausgelegt ist, Städte in autarke und lokal produktive Ökosysteme zu verwandeln. Es baut auf dem Konzept "Produkte im Müll" bis "Daten im Müll" auf und stellt sich eine Welt vor, in der Objekte produziert, recycelt und Daten global geteilt werden. Das Rahmenwerk bietet Städten einen Fahrplan, um diesen Grad an Autarkie durch eine Kombination aus digitaler und physischer Infrastruktur, kommunaler Stärkung und lokaler Produktion von Waren, Lebensmitteln und Energie zu erreichen. Der Fab City Full Stack umfasst sieben Ebenen, die von der Entwicklung lokaler Produktionsinfrastruktur bis hin zum weltweiten Wissensaustausch reichen und einen multiskalaren Ansatz zur Bewältigung komplexer urbaner Herausforderungen betonen. Es lässt sich von theoretischen Modellen und Initiativen aus der realen Welt wie dem Netzwerk Fab Lab inspirieren, um eine praktische und nachhaltige Vision für die Zukunft von Städten zu entwickeln. Das Kapitel untersucht die theoretischen Wurzeln und praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Full Stack, wobei Fallstudien aus Städten wie Barcelona und Paris hervorgehoben werden. Außerdem werden die Herausforderungen und zukünftigen Forschungsrichtungen für die Umsetzung dieses Rahmenwerks diskutiert, wodurch es zu einer wertvollen Ressource für Stadtplaner, Nachhaltigkeitsberater und Citymanager wird, die innovative Lösungen für urbane Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit suchen.
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    3. 3. What Kind of City is the Fab City?

      Some Theoretical Groundings and Intellectual Predecessors of the Fab City Project
      • Open Access
      Sonja Buxbaum-Conradi
      Dieses Kapitel vertieft die theoretischen Grundlagen des Fab-City-Projekts, das darauf abzielt, die städtische Funktionsweise durch die Förderung lokaler Kreislaufwirtschaften und Selbstversorgung zu verändern. Es verfolgt die geistigen Ursprünge des Projekts und verbindet es mit der Arbeit von Manuel Castells und betont die Rolle der Informations- und Kommunikationstechnologien bei der Gestaltung urbaner Räume. Das Fab-City-Modell wird als radikale Abkehr von traditionellen urbanen Modellen präsentiert und konzentriert sich auf die Reorganisation von Material- und Informationsflüssen, die Einbeziehung der Bürger in produktive Aktivitäten und die Schaffung eines autarken, umweltfreundlichen städtischen Ökosystems. Das Kapitel diskutiert auch die Herausforderungen und Chancen, die dieser innovative Ansatz mit sich bringt, und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung und Integration sozialwissenschaftlicher Perspektiven.
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    4. 4. Lokale Produktion als Beitrag zu einer nachhaltigen Wertschöpfung

      Handlungsfelder und Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Implementierung
      • Open Access
      Pascal Krenz, Lisa Stoltenberg, Dominik Saubke, Julia Markert
      Das Kapitel untersucht die Bedeutung der lokalen Produktion als Beitrag zur nachhaltigen Wertschöpfung. Es werden die Handlungsfelder und Schlüsselfaktoren identifiziert, die eine erfolgreiche Implementierung lokaler Produktion ermöglichen. Dabei wird die Notwendigkeit einer Transformation hin zu einer Circular Economy betont, um ökologische Herausforderungen zu bewältigen. Lokale Produktion bietet Potenziale zur Reduktion von Transportwegen, Vermeidung von Überproduktion und Integration regionaler Akteure. Technologische Innovationen wie additive Fertigung und digitale Produktentstehungsprozesse spielen eine zentrale Rolle. Die Analyse zeigt, dass eine nachhaltige Produktion alle drei Säulen der Nachhaltigkeit (ökologisch, sozial, ökonomisch) berücksichtigen muss. Handlungsfelder in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Produktion, Wissenschaft und Konsum werden identifiziert, um die Implementierung lokaler Produktion zu fördern. Die Ergebnisse basieren auf einer Meta-Synthese und einem Wirkungsmodell, das die Interdependenzen zwischen technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Faktoren analysiert. Das Kapitel schließt mit einem Ausblick auf die Herausforderungen und Potenziale einer lokalen und nachhaltigen Produktion.
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  3. Governance, Economics, and Enabling Technologies

    1. Frontmatter

    2. 5. Creative Flows

      An Economic Model for Distributed Design and Production
      • Open Access
      Denis Roio, Micol Salomone, Stefano Lucarelli
      Das Kapitel stellt ein innovatives Wirtschaftsmodell vor, "Creative Flows", das darauf ausgelegt ist, verteiltes Design und Produktion zu optimieren. Sie kritisiert den Fokus des kognitiven Kapitalismus auf die Privatisierung kollektiven Wissens und schlägt ein föderales Netzwerk von Wissensgemeinschaften vor. Das Modell ist von den Prinzipien freier und quelloffener Software inspiriert und betont gemeinsame Ressourcen und partizipatorische Vermögensverteilung. Sie nutzt das Semiotische Quadrat von Greimas, um den Lebenszyklus der Wissensgemeinschaften zu skizzieren, wobei der Schwerpunkt auf Schöpfung, Aneignung, Teilen und Verbreitung liegt. Das Modell ist in Fab City OS implementiert, einem digitalen Währungssystem, das die Teilnahme und Reputation in Peer-Production-Communities fördert. Das Kapitel hebt das Potenzial dieses Modells zur Förderung einer gerechteren und nachhaltigeren wissensbasierten Wirtschaft hervor.
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    3. 6. Transitioning to a Fab City: A Governance Perspective

      How Transition Management Can Promote Urban Change: Case Study Hamburg
      • Open Access
      Anna Wildhack, Jana Koppe, Jörg Knieling
      Das Kapitel untersucht die Anwendung des Übergangsmanagements auf den urbanen Wandel am Beispiel der Hamburger Initiative Fab City. Sie unterstreicht das Potenzial des Übergangsmanagements, nachhaltige Stadtentwicklung zu beeinflussen und zu beschleunigen, und konzentriert sich dabei auf die Vision der Fab City von Kreislaufwirtschaft und lokaler Produktion. Der Text untersucht die Governance-Prinzipien und praktischen Werkzeuge des Übergangsmanagements und zeigt, wie sie angewendet werden können, um die verschiedenen Akteure zu koordinieren und den Wandel voranzutreiben. Die Fallstudie aus Hamburg bietet wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Chancen, die sich ergeben, wenn ein derartiger Ansatz im realen urbanen Kontext umgesetzt wird.
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    4. 7. Decentralized Autonomous Organizations (DAOs) as Innovative Means to Supplement Transition Governance

      A Pragmatic Approach to Conceptualization and Implementation in Fab Cities
      • Open Access
      Alex M. Pawlowski
      Dieses Kapitel befasst sich mit dem innovativen Einsatz dezentralisierter autonomer Organisationen (DAOs) als Mittel zur Ergänzung der Übergangssteuerung, insbesondere im Kontext von Fab Cities, die auf Kreislaufwirtschaften abzielen. Es beginnt damit, die Herausforderungen eines groß angelegten Wandels und die Notwendigkeit transparenter und dynamischer Governance-Lösungen anzugehen. Traditionelle analoge Ansätze werden für ihre Beschränkungen kritisiert und ebnen den Weg für die Einführung der Blockchain-Technologie als dezentralisiertes Governance-Instrument. Anschließend bietet das Kapitel einen umfassenden Überblick über DAOs, ihre operativen Prinzipien und ihr Potenzial, die organisatorische Steuerung und Entscheidungsfindung zu revolutionieren. Es betont die einzigartigen Merkmale von DAOs wie dezentralisierte Entscheidungsfindung, Konsens zwischen Mensch und Maschine und die Verwendung von Governance-Token zur Erleichterung der Partizipation. Das Kapitel behandelt auch die praktischen Aspekte der Gründung und Verwaltung einer DAO, einschließlich der Anforderungen an die Gründung und der Herausforderungen, die zu bewältigen sind. Im gesamten Text wird das Potenzial von DAOs hervorgehoben, die Governance in komplexen städtischen Umgebungen zu beschleunigen und zum übergeordneten Ziel nachhaltiger und selbstverwalteter Stadtlandschaften beizutragen. Die Schlussfolgerung nimmt eine gemischte Zukunft vorweg, in der DAOs koexistieren und mit traditionellen Unternehmen zusammenarbeiten, und bietet einen Einblick in die transformative Kraft dezentralisierter Governance, wenn es darum geht, die Skalierbarkeit von Fab Cities und den Wandel hin zu Kreislaufwirtschaften anzugehen.
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    5. 8. Implementing a Digital Product Passport to Support the Open-Source Hardware Community

      • Open Access
      Denis Roio, Adam Burns, Stefano Bocconi
      Das Kapitel untersucht die entscheidende Rolle der Open-Source-Hardware-Bewegung (OSH) bei der Förderung einer nachhaltigen und dezentralisierten Wirtschaft. Indem sie Hardware-Designs offen austauschen, nutzen Arbeitsschutzgemeinschaften kollektives Wissen, um effiziente und nachhaltige Produkte zu entwickeln. Der Digital Product Passport (DPP) wird als Schlüsselfaktor für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft eingeführt und liefert wertvolle Informationen über das Design, die Materialzusammensetzung und die Umweltauswirkungen eines Produkts. Das DPP, dargestellt durch einen maschinenlesbaren Datenträger wie einen QR-Code, enthält detaillierte Informationen über den Lebenszyklus eines Produkts von der Herstellung bis zur Entsorgung. Das Kapitel behandelt auch die Implementierung einer DPP unter Verwendung eines Buchführungsmodells Resource-Event-Agent (REA) und des Valueflow-Vokabulars, um eine grafische Darstellung der Produktgeschichte zu erstellen. Dieser Ansatz ermöglicht es, ein Produkt bis zu seinem Ursprung zurückzuverfolgen und seine Verwendung und Wiederverwendung zu verfolgen, wodurch Transparenz und Rechenschaftspflicht in der gesamten Lieferkette gewährleistet sind. Das Kapitel schließt mit der Hervorhebung des Potenzials von DPPs, Recyclingprozesse zu optimieren, Abfall zu reduzieren und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten zu unterstützen.
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    6. 9. The Fab City Index

      A Toolkit for Measuring Progress Towards a Circular Economy
      • Open Access
      Niels Boeing
      In diesem Kapitel wird der Fab City Index vorgestellt, ein Toolkit, das entwickelt wurde, um den Fortschritt einer Stadt auf dem Weg zu einer vollständigen Kreislaufwirtschaft bis 2054 zu messen. Darin wird das ehrgeizige Ziel von Fab Cities skizziert, alles, was sie innerhalb ihrer Grenzen konsumieren, zu produzieren, wobei die Herausforderungen und die Notwendigkeit innovativer Lösungen hervorgehoben werden. Der Fab City Index, der ursprünglich von Grand Paris und Utopies entwickelt wurde, wird ebenso diskutiert wie seine Grenzen und die Notwendigkeit eines Open-Source-Ansatzes. Als Alternative wird der Hamburger Ansatz vorgeschlagen, der auf öffentlich verfügbaren Daten beruht, um die Selbstversorgung der Stadt in verschiedenen Wirtschaftssektoren zu bewerten. Vorläufige Ergebnisse und das Potenzial des Rahmens für die zukünftige Entwicklung werden ebenfalls untersucht, wobei die Bedeutung verfeinerter Datenerhebung und politischer Entscheidungen für die Erreichung einer Kreislaufwirtschaft betont wird.
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    7. 10. Intellectual Property Rights in a Fab City/Open-Source Hardware Context

      Between Obstacle and Necessity
      • Open Access
      Dana Beldiman, Fabian Flüchter, Felix Tann
      Das Kapitel geht der komplizierten Beziehung zwischen geistigen Eigentumsrechten (IPRs) und dem Fab City / Open-Source Hardware (OSH) Kontext nach, in dem Städte danach streben, sowohl global vernetzt als auch lokal produktiv zu sein. Darin wird untersucht, wie Rechte des geistigen Eigentums, die traditionell mit Exklusivität in Verbindung gebracht werden, paradoxerweise Offenheit und Innovation fördern können. Der Text untersucht die rechtliche Infrastruktur, die für eine Fab City erforderlich ist, wobei der Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel zwischen geistigen Eigentumsrechten und Open-Source-Prinzipien liegt. Darin wird die Relevanz verschiedener geistiger Eigentumsrechte wie Patente, Urheberrechte und Geschäftsgeheimnisse für das Ökosystem des Arbeitsschutzes diskutiert und wie diese genutzt werden können, um Werte zu schaffen und gleichzeitig Offenheit zu wahren. Das Kapitel befasst sich auch mit Lizenzierungsproblemen und der Notwendigkeit kompatibler Open-Source-Lizenzen, um den freien Wissensfluss zu erleichtern, und zielt letztlich darauf ab, Rechtsunsicherheit zu verringern und die Zusammenarbeit innerhalb der Arbeitsschutzgemeinschaft zu fördern.
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    8. 11. Haftungsrisiken im Kontext von Open Source Hardware

      • Open Access
      Linda Kuschel, Lisa Haller
      Das Kapitel beleuchtet die Haftungsrisiken im Kontext von Open Source Hardware (OSH) und deren Bedeutung für die Fab City Bewegung. Es wird untersucht, wie die offene Produktionsmethode positiv auf die Gesellschaft wirken kann, insbesondere durch effizienteren Ressourceneinsatz und Reduktion von Transportwegen. Da OSH bislang kaum juristisch diskutiert wurde, stehen neue und anspruchsvolle rechtliche Fragen im Raum, die es zu klären gilt. Das Kapitel identifiziert die verschiedenen Akteure in der OSH-Wertschöpfungskette und analysiert deren rechtliche Pflichten und Haftungsrisiken. Ein besonderer Fokus liegt auf der Abgrenzung von vertraglichen Leistungen und Gefälligkeiten sowie auf der Haftung des Designers. Es werden verschiedene Haftungsrisiken aufgezeigt und Möglichkeiten zur Reduktion dieser Risiken diskutiert. Abschließend wird ein Ausblick auf zukünftige Forschungsfragen gegeben, insbesondere im Hinblick auf die Berücksichtigung von Altruismus und Nachhaltigkeit im Haftungsrecht.
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  4. Distributed Innovation, Design, and Product Development

    1. Frontmatter

    2. 12. Citizen Innovation in Fab Cities

      How Do Participation Motives Influence the Quality of Ideas?
      • Open Access
      Johanna Schnier, David Pacuku, Christina Raasch, Manuel Moritz
      Das Kapitel untersucht die Auswirkungen der Motive der Teilnehmer auf die Qualität der Ideen, die bei Bürgerinnovationswettbewerben generiert werden, wobei der Schwerpunkt auf der Fab City Hamburg Maker Challenge liegt. Sie untersucht, wie unterschiedliche Motive wie Altruismus, Gemeinschaftsbeitrag und finanzielle Belohnungen mit dem Erfolg von Ideen im Wettbewerb korrelieren. Die Studie zeigt, dass altruistische Motive stark mit Ideen höherer Qualität verknüpft sind, wie sie sowohl von Bürger- als auch von Expertenrichtern beurteilt werden. Diese Erkenntnis hat erhebliche Auswirkungen auf die Gestaltung zukünftiger Innovationsherausforderungen und legt nahe, dass Organisationen in Erwägung ziehen sollten, Personen mit intrinsischen, nicht finanziellen Motiven anzusprechen, um die wertvollsten Lösungen zu finden.
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    3. 13. Barriers to Widespread Adoption of Fab City Products

      A User (Innovator) Perspective
      • Open Access
      Marvin Klein, Christian Lüthje
      Das Kapitel geht den Herausforderungen nach, vor denen Anwender-Innovatoren bei der Verbreitung ihrer Designs innerhalb von Fab Labs stehen, und betont die Bedeutung monetärer Anreize und rechtlicher Schutzmechanismen. Überdies werden Hindernisse für die Übernahme durch die Verbraucher untersucht, wie etwa empfundene Risiken und erforderliche Verhaltensänderungen. Die Autoren schlagen Strategien wie die Einführung von Gütesiegeln und die Vereinfachung von Benutzeroberflächen vor, um die Akzeptanz zu verbessern. Der Text zeichnet sich besonders durch seinen ganzheitlichen Ansatz aus, der sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite der Innovationsverbreitung im Kontext der Fab Labs behandelt.
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    4. 14. Exploring Open-Source Software Ecosystems for Hardware Development

      • Open Access
      J. C. Mariscal-Melgar, Pieter Hijma, Martin Häuer, Martin Schott, Julian Stirling, Timm Wille, Manuel Moritz, Tobias Redlich
      Dieses Kapitel geht der Bedeutung von Open-Source-Hardware (OSH) im Rahmen von Fab Cities und Kreislaufwirtschaften nach. Es unterstreicht die Notwendigkeit, das Zusammenspiel zwischen Arbeitsschutz und freien Software-Ökosystemen zu verstehen, und betont die Vorteile einer kollaborativen und nachhaltigen Hardware-Entwicklung. Der Text untersucht die Herausforderungen durch proprietäre Hardware, das Marktumfeld für Arbeitsschutz und das Potenzial von libre-Software-Tools für Hardware-Design. Es führt ein Modell zur Beschreibung von Software-Ökosystemen ein und wendet es auf beliebte Anwendungen wie FreeCAD und KiCAD an. Das Kapitel schließt mit der Betonung der Notwendigkeit einer weiteren Integration und Unterstützung von Software-Ökosystemen für den Arbeitsschutz, wobei die Rolle von politischen Entscheidungsträgern, Softwareentwicklern und Forschern bei der Förderung eines harmonischeren Ökosystems hervorgehoben wird. Diese Untersuchung bietet überzeugende Argumente für die Einführung von Arbeitsschutz- und Libre-Software-Tools, um eine nachhaltigere Kreislaufwirtschaft zu erreichen.
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    5. 15. Circular und Distributed Design im Kontext der Fab City

      Die Five Hamburg Principles of Circular Design
      • Open Access
      Wolf Kühr, Michael Ziehl, Ursula Tischner
      Der Beitrag beschäftigt sich mit den Prinzipien des Circular und Distributed Designs im Kontext der Fab City Bewegung. Es wird die aktuelle multiple Krise und die Notwendigkeit eines Umdenkens in der Designbranche thematisiert. Die Five Hamburg Principles of Circular Design werden vorgestellt, die Designer inspirieren sollen, kreislaufgerechte Produkte zu entwickeln. Diese Prinzipien wurden in einem co-kreativen Prozess erarbeitet und umfassen Aspekte wie Design für die Natur, Messung der Auswirkungen des Designs, Zusammenarbeit mittels frei zugänglicher Informationen, Schaffung authentischer Bindungen durch ansprechende Geschichten und politische Rahmenbedingungen. Die Fab City Bewegung wird als geeignete Handlungsumgebung für diese Prinzipien hervorgehoben, da sie lokale Produktionskreisläufe und globale Vernetzung fördert. Der Beitrag betont die Bedeutung von verständigungsorientiertem Handeln und kommunikativer Verständigung in der Entwicklung nachhaltiger Designlösungen.
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    6. 16. Co-kreative Produktentwicklung für eine lokale und unternehmensübergreifende Produktion

      Neue Herausforderungen an die Arbeitsvorbereitung
      • Open Access
      Dominik Saubke, Pascal Krenz
      Das Kapitel beleuchtet die dynamischen Veränderungen in der Produktentwicklung durch die Digitalisierung und globale Krisen. Es wird untersucht, wie Co-Creation Communities und Cross-Company-Production die Innovationskraft und Resilienz der Produktion steigern können. Die Herausforderungen der Arbeitsvorbereitung in diesem neuen Kontext werden detailliert analysiert, insbesondere die Integration von Entwicklung und Produktion in einem netzwerkbasierten Ansatz. Die Untersuchung zeigt, wie die verschiedenen Netzwerkcharakteristiken von Co-Creation und Cross-Company-Production zu neuen Herausforderungen und Lösungsansätzen führen. Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit einer optimierten Wissensaggregation und -koordination, um die Effizienz und Produktivität in der Produktentwicklung zu erhöhen.
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  5. Local Production

    1. Frontmatter

    2. 17. The Roles of Makerspaces for Facilitating Open-Source Hardware Development

      • Open Access
      Margit Hofer, Mehera Hassan, Robert Mies
      Dieses Kapitel untersucht die zentrale Rolle von Makerspaces bei der Entwicklung von Open-Source-Hardware (OSH), insbesondere innerhalb des Fab-City-Modells. Darin wird untersucht, wie Makerspaces als Vermittler für KMU und Start-ups fungieren können, um nachhaltige und widerstandsfähige urbane Transformationen zu ermöglichen. Die Studie basiert auf Fallstudien des OPENNEXT-Projekts, das die Zusammenarbeit zwischen Makerspaces und KMU in 17 verschiedenen Arbeitsschutzprojekten untersucht hat. Die Analyse zeigt sechs Schlüsselrollen, die Makerspaces spielen, darunter Partnervermittlung, Bereitstellung von Infrastruktur, Kommunikation, Erleichterung der Arbeitskultur, Beratung zu Rollen und Verantwortlichkeiten und Koordinierung von Co-Creation-Prozessen. Diese Rollen sind für die Förderung von Zusammenarbeit, Innovation und die Entwicklung nachhaltiger Produkte und Geschäftsmodelle von entscheidender Bedeutung. Das Kapitel diskutiert auch die Vorteile und Auswirkungen einer gemeinschaftlichen Entwicklung des Arbeitsschutzes und hebt das Potenzial für ökologische Nachhaltigkeit, soziale Inklusion und Wirtschaftswachstum hervor. Er schließt mit Empfehlungen für Makerspaces zur Weiterentwicklung und Professionalisierung ihrer Rolle bei der Unterstützung von Arbeitsschutzprojekten und betont die Notwendigkeit von Flexibilität und Anpassung an unterschiedliche Bedürfnisse.
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    3. 18. On the Usability of Open-Source Machine Tools

      • Open Access
      Luisa Lange, Sonja Buxbaum-Conradi, Manuel Moritz, Jacqueline Bertlich, Tobias Redlich, Jens P. Wulfsberg
      Das Kapitel geht der Benutzerfreundlichkeit von Open-Source-Werkzeugmaschinen (OSMTs) innerhalb der Hersteller-Bewegung nach und betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes, der technische, kognitive und affektive Dimensionen berücksichtigt. In einer explorativen qualitativen Studie identifizieren die Autoren Schlüsselfaktoren, die die Benutzerfreundlichkeit beeinflussen, wie Prozessverständnis, Maschinenkomplexität und die Stimmung während der Nutzung. Die Forschungsergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Einbeziehung der Anwender in den Entwicklungsprozess, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern, und ermutigen eine breitere Anwendung von OSMTs in lokalen Produktions- und Reparaturprozessen.
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    4. 19. Enabling Technology Diffusion with the Open Lab Starter Kit

      • Open Access
      Mohammed Omer, Melina Kaiser, Manuel Moritz, Tobias Redlich, Daniele Ingrassia
      Das Kapitel stellt das Open Lab Starter Kit (OLSK) vor, ein Projekt, das sich den Herausforderungen der Gründung von Fab Labs insbesondere im globalen Süden widmen soll. Durch die Nutzung von Open-Source-Werkzeugmaschinen bietet die OLSK eine erschwinglichere und zugänglichere Alternative zu traditionellen Fab Labs. Das OLSK stellt detaillierte Pläne und Anleitungen für den Bau einer Reihe digitaler Fertigungsmaschinen zur Verfügung, wodurch die Einrichtung offener Labors ermöglicht wird, die repliziert und an unterschiedliche Bedürfnisse angepasst werden können. Das Kapitel vergleicht die OLSK mit der globalen Fab-Lab-Bewegung und betont die Vorteile der Open-Source-Ökonomie bei der Erleichterung der Technologieverbreitung. Außerdem wird das Potenzial des OLSK diskutiert, Innovationen zu inspirieren und zur Verbreitung von Fabrikstädten beizutragen, indem die Produktion lokalisiert und eine Kreislaufwirtschaft ermöglicht wird. Das Kapitel schließt mit der Betonung des bahnbrechenden Ansatzes der OLSK, Fab Labs gerechter und zugänglicher zu machen.
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    5. 20. Open and Circular Value Creation in the Open Microfactory

      • Open Access
      Michel Langhammer, Lennart Hildebrandt, Henrik Seeber, Manuel Moritz, Tobias Redlich
      Dieses Kapitel geht der dringenden Notwendigkeit nachhaltiger Produktionssysteme nach, um ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Instabilitäten zu begegnen. Es führt das Konzept der offenen und zirkulären Wertschöpfung in Mikrofabriken ein und betont die Integration digitaler Technologien und Open-Source-Methoden. Das Konzept der offenen Mikrofabrik (OMF) wird als Lösung präsentiert, die die Vorteile der industriellen Produktion mit der Flexibilität und Offenheit der Produktionsräume verbindet. Die OMF ist hochgradig modular, flexibel und automatisiert konzipiert und in der Lage, die lokale nachfrageorientierte Produktion zu bewältigen. Es umfasst auch datengesteuerte Überwachungs- und Steuerungssysteme, um die Energie- und Materialeffizienz zu maximieren. Das Kapitel schließt mit einer Diskussion über die zukünftige Entwicklung und Erprobung des OMF-Konzepts, mit dem Ziel, zu einem nachhaltigeren und regenerativeren Wertschöpfungsmodell beizutragen.
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    6. 21. Local Production Networks of SMEs: The Future of Producing Locally?

      • Open Access
      Julia Christina Markert, Pascal Krenz
      Das Kapitel untersucht das Potenzial der Kombination lokaler Produktion mit Produktionsnetzwerken von KMU und betont die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Vorteile. Er untersucht die Hindernisse, die der Umsetzung dieser Netzwerke im Wege stehen, wie etwa den Wettbewerbsvorteil globaler Wertschöpfungsketten und die Schwierigkeiten bei der Governance. Der Text diskutiert auch die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Netzwerkbildung, darunter die Notwendigkeit einer "fokalen Verwaltungseinheit" und die effiziente Nutzung von Industrie-4.0-Technologien. Das Kapitel schließt mit einer Zusammenfassung des ungenutzten Potenzials lokaler Produktionsnetzwerke und der Notwendigkeit weiterer Forschung in diesem Bereich.
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Titel
Global collaboration, local production
Herausgegeben von
Manuel Moritz
Tobias Redlich
Sonja Buxbaum-Conradi
Jens P. Wulfsberg
Copyright-Jahr
2024
Electronic ISBN
978-3-658-44114-2
Print ISBN
978-3-658-44113-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-44114-2

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    Bildnachweise
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