Skip to main content

2019 | OriginalPaper | Buchkapitel

2. Grundlagen

verfasst von : Ralf Neuner

Erschienen in: Psychische Gesundheit bei der Arbeit

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

Aktivieren Sie unsere intelligente Suche, um passende Fachinhalte oder Patente zu finden.

search-config
loading …

Zusammenfassung

In der Alltagssprache wird das Wort „Stress“ häufig zur Beschreibung unangenehmer Situationen oder synonym für Ärger gebraucht (Duden 2017, Die deutsche Rechtschreibung (Bd. 1). Berlin: Dudenverlag). Wo liegt nun der Unterschied zwischen „psychischer Belastung“ und „Stress“? Was passiert dabei im menschlichen Körper? Um die Ursachen und die Auswirkungen von Stressreaktionen beschreiben zu können, wurden in den letzten Jahrzehnten mehrere Theorien entwickelt. Die Beschäftigung mit diesen Theorien lohnt, weil damit das notwendige Verständnis um psychische Belastung und deren Auswirkungen entsteht und auch klar wird, auf welche Einflussfaktoren bei der Gestaltung der Arbeit geachtet werden sollte.
Neben den guten Gründen für Arbeits- und Gesundheitsschutz (Verringerung der Fehlzeiten, Erhalt und Steigerung der Leistungsfähigkeit, Erhöhung der Attraktivität des Unternehmens) gibt es auch handfeste gesetzliche Verpflichtungen als weiteres zwingendes Argument für einen effektiven Arbeits- und Gesundheitsschutz. Der zweite Teil dieses Kapitels widmet sich den gesetzlichen Grundlagen, auf denen der Arbeits- und Gesundheitsschutz ruht. Aus den Vorgaben ergeben sich eindeutige und relativ umfassende Verpflichtungen auf mehreren Ebenen: Erstens des Arbeitgebers, zweitens der Personen mit Führungsverantwortung und drittens der Beschäftigten. Nicht zu vergessen sind die Rechte der Beschäftigten und des Betriebsrates als Vertretung der Arbeitnehmer.

Sie haben noch keine Lizenz? Dann Informieren Sie sich jetzt über unsere Produkte:

Springer Professional "Wirtschaft+Technik"

Online-Abonnement

Mit Springer Professional "Wirtschaft+Technik" erhalten Sie Zugriff auf:

  • über 102.000 Bücher
  • über 537 Zeitschriften

aus folgenden Fachgebieten:

  • Automobil + Motoren
  • Bauwesen + Immobilien
  • Business IT + Informatik
  • Elektrotechnik + Elektronik
  • Energie + Nachhaltigkeit
  • Finance + Banking
  • Management + Führung
  • Marketing + Vertrieb
  • Maschinenbau + Werkstoffe
  • Versicherung + Risiko

Jetzt Wissensvorsprung sichern!

Springer Professional "Wirtschaft"

Online-Abonnement

Mit Springer Professional "Wirtschaft" erhalten Sie Zugriff auf:

  • über 67.000 Bücher
  • über 340 Zeitschriften

aus folgenden Fachgebieten:

  • Bauwesen + Immobilien
  • Business IT + Informatik
  • Finance + Banking
  • Management + Führung
  • Marketing + Vertrieb
  • Versicherung + Risiko




Jetzt Wissensvorsprung sichern!

Fußnoten
1
Zivilisationskrankheiten sind maßgeblich ernährungs- und bewegungsbedingt – aber auch durch Stress.
 
2
Vgl. u. a. §§ 618–619 BGB, §§ 3–11 BetrSichV, § 62 HGB, §§ 3–6 ArbStättV.
 
3
„Dem Arbeitsschutzgesetz liegt ein Leitbild zugrunde, das in den europäischen Arbeitsschutzregelungen verankert ist. Über die frühere Einschränkung des Arbeitsschutzes […], ist es jetzt Ziel, Gesundheit und Wohlbefinden der Beschäftigten zu erhalten und arbeitsbedingten Erkrankungen vorzubeugen. […] Wichtigstes Grundprinzip ist die Prävention, die durch vorbeugendes, geplantes Handeln bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen erreicht wird. Dabei soll ganzheitlich vorgegangen werden, nicht nur körperlich wirksame Faktoren, sondern auch mögliche psychische Belastungen sind zu beachten“. (Quelle: http://​www.​ergo-online.​de/​site.​aspx?​url=​html/​rechtsgrundlagen​/​arbeitsschutzges​etz/​arbeitsschutzges​etz.​htm.)
 
4
Siehe dazu auch BVerwG, Urteil v. 31.01.1997 – 1 C 20.95 = NZA 1997, 483.
 
5
Eine ausführliche Kommentierung des ArbSchG wurde in einem. Rechtsgutachten vorgenommen (Kohte und Faber 2007). Dort werden aus rechtlicher Sicht relevante Punkte, wie zum Beispiel die personalvertretungsrechtliche Beteiligung (Mitbestimmung), die weiteren Organisationspflichten (bzw. Dienstherren) und die Kostentragungspflicht des Arbeitgebers, weitergehend erläutert. Den Anforderungen des ArbSchG kann mit einer theoriegeleiteten Herangehensweise („gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse“ – § 4 ArbSchG) entsprochen werden.
 
6
Die Begriffe „Fachkraft für Arbeitssicherheit“ (FaSi) und „Sicherheitsfachkraft“ (SiFa) sind synonym. Der offizielle Abkürzung für Fachkraft für Arbeitssicherheit lautet Sifa (Quelle: https://​www.​dguv.​de/​medien/​inhalt/​praevention/​vorschriften_​regeln/​dguv-vorschrift_​2/​downloads/​faq_​vorschr_​2.​pdf).
 
9
In der Norm wird der Singular „psychische Belastung“ verwendet, bezeichnet aber die „Gesamtheit aller erfassbaren Faktoren“, also mehrere unterschiedliche Faktoren.
 
Literatur
Zurück zum Zitat Aronson, E., Pines, A. M., & Kafry, D. (2006). Ausgebrannt: Vom Überdruß zur Selbstentfaltung. Stuttgart: Klett-Cotta. Aronson, E., Pines, A. M., & Kafry, D. (2006). Ausgebrannt: Vom Überdruß zur Selbstentfaltung. Stuttgart: Klett-Cotta.
Zurück zum Zitat Bandura, A. (1977). Self-efficacy: Toward a unifying theory of behavioral change. Psychological Review, 84, 191–215.CrossRef Bandura, A. (1977). Self-efficacy: Toward a unifying theory of behavioral change. Psychological Review, 84, 191–215.CrossRef
Zurück zum Zitat Bandura, A. (1986). Social foundations of thought and action: A social cognitive theory. Englewood Cliffs: Prentice-Hall. Bandura, A. (1986). Social foundations of thought and action: A social cognitive theory. Englewood Cliffs: Prentice-Hall.
Zurück zum Zitat Barmer Ersatzkasse. (2008). Gesundheitsreport 2007. Wuppertal: Barmer Ersatzkasse. Barmer Ersatzkasse. (2008). Gesundheitsreport 2007. Wuppertal: Barmer Ersatzkasse.
Zurück zum Zitat Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). (2010). DGUV Vorschrift 2 – Hintergrundinformation für die Beratungspraxis. Wiesbaden: Universum. Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). (2010). DGUV Vorschrift 2 – Hintergrundinformation für die Beratungspraxis. Wiesbaden: Universum.
Zurück zum Zitat Doef, M. V., & Maes, S. (1999). The job demand- control (-support) model and psychological well-being: A review of 20 years of empirical research. Work & Stress, 13, 87–114.CrossRef Doef, M. V., & Maes, S. (1999). The job demand- control (-support) model and psychological well-being: A review of 20 years of empirical research. Work & Stress, 13, 87–114.CrossRef
Zurück zum Zitat Duden. (2017). Die deutsche Rechtschreibung (Bd. 1). Berlin: Dudenverlag. Duden. (2017). Die deutsche Rechtschreibung (Bd. 1). Berlin: Dudenverlag.
Zurück zum Zitat Enzmann, D., & Kleiber, D. (1989). Helfer-Leiden – Streß und Burnout in psychosozialen Berufen. Heidelberg: Roland Asanger Verlag. Enzmann, D., & Kleiber, D. (1989). Helfer-Leiden – Streß und Burnout in psychosozialen Berufen. Heidelberg: Roland Asanger Verlag.
Zurück zum Zitat Henry, J. P., & Stephens, P. M. (1977). Stress, health, and the social environment. New York: Springer.CrossRef Henry, J. P., & Stephens, P. M. (1977). Stress, health, and the social environment. New York: Springer.CrossRef
Zurück zum Zitat Jerusalem, M. (1990). Persönliche Ressourcen, Vulnerabilität und Streßerleben. Göttingen: Hogrefe. Jerusalem, M. (1990). Persönliche Ressourcen, Vulnerabilität und Streßerleben. Göttingen: Hogrefe.
Zurück zum Zitat Johnson, J. V., & Hall, E. M. (1988). Job strain, work place social support, and cardiovascular disease: A cross-sectional study of a random sample of the Swedish working population. American Journal of Public Health and the Nations Health, 78, 1336–1342.CrossRef Johnson, J. V., & Hall, E. M. (1988). Job strain, work place social support, and cardiovascular disease: A cross-sectional study of a random sample of the Swedish working population. American Journal of Public Health and the Nations Health, 78, 1336–1342.CrossRef
Zurück zum Zitat Junghans, G. (2005). ISO 10075 Teil 1–3 – Die Normen zur Psychischen Belastung und deren praktische Bedeutung. 14. Dresdner Arbeitsschutz-Kolloquium „Neue Regelungen im Arbeitsschutz“. Dresden. Junghans, G. (2005). ISO 10075 Teil 1–3 – Die Normen zur Psychischen Belastung und deren praktische Bedeutung. 14. Dresdner Arbeitsschutz-Kolloquium „Neue Regelungen im Arbeitsschutz“. Dresden.
Zurück zum Zitat Karasek, R. A. (1979). Job demands, job decision latitude, and mental strain: Implications for job redesign. Administrative Science Quarterly, 24, 285–307.CrossRef Karasek, R. A. (1979). Job demands, job decision latitude, and mental strain: Implications for job redesign. Administrative Science Quarterly, 24, 285–307.CrossRef
Zurück zum Zitat Kohte, W., & Faber, U. (2007). Arbeits- und Gesundheitsschutz in Schulen. Düsseldorf: Hans Böckler Stiftung. Kohte, W., & Faber, U. (2007). Arbeits- und Gesundheitsschutz in Schulen. Düsseldorf: Hans Böckler Stiftung.
Zurück zum Zitat Lazarus, R. S., & Folkman, S. (2006). Stress, appraisal, and coping (10. Aufl.). New York: Springer. Lazarus, R. S., & Folkman, S. (2006). Stress, appraisal, and coping (10. Aufl.). New York: Springer.
Zurück zum Zitat Nachreiner, F., & Schultetus, W. (2002). Normung im Bereich der psychischen Belastung – die Normen der Reihe DIN EN ISO 10075. DIN-Mitteilungen, 81, 519–533. Nachreiner, F., & Schultetus, W. (2002). Normung im Bereich der psychischen Belastung – die Normen der Reihe DIN EN ISO 10075. DIN-Mitteilungen, 81, 519–533.
Zurück zum Zitat Peter, R. (2002). Berufliche Gratifikationskrisen und Gesundheit. Psychotherapeut, 47, 386–398.CrossRef Peter, R. (2002). Berufliche Gratifikationskrisen und Gesundheit. Psychotherapeut, 47, 386–398.CrossRef
Zurück zum Zitat Peter, R. (2009). Psychosoziale Belastungen im Erwachsenenalter: Ein Ansatz zur Erklärung sozialer Ungleichverteilung von Gesundheit? In M. Richter & K. Hurrelmann (Hrsg.), Gesundheitliche Ungleichheit – Grundlagen, Probleme, Konzepte (2. Aufl.). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Peter, R. (2009). Psychosoziale Belastungen im Erwachsenenalter: Ein Ansatz zur Erklärung sozialer Ungleichverteilung von Gesundheit? In M. Richter & K. Hurrelmann (Hrsg.), Gesundheitliche Ungleichheit – Grundlagen, Probleme, Konzepte (2. Aufl.). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Zurück zum Zitat Rohmert, W., & Rutenfranz, J. (1975). Arbeitswissenschaftliche Beurteilung der Belastung und Beanspruchung an unterschiedlichen industriellen Arbeitsplätzen. Bonn: Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung. Rohmert, W., & Rutenfranz, J. (1975). Arbeitswissenschaftliche Beurteilung der Belastung und Beanspruchung an unterschiedlichen industriellen Arbeitsplätzen. Bonn: Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.
Zurück zum Zitat Schwarzer, R. (1992). Self-efficacy: Thought control of action. Washington, DC: Hemisphere. Schwarzer, R. (1992). Self-efficacy: Thought control of action. Washington, DC: Hemisphere.
Zurück zum Zitat Schwarzer, R. (1993). Streß, Angst und Handlungsregulation (3. Aufl.). Stuttgart: Kohlhammer. Schwarzer, R. (1993). Streß, Angst und Handlungsregulation (3. Aufl.). Stuttgart: Kohlhammer.
Zurück zum Zitat Schwarzer, R., & Jerusalem, M. (Hrsg.). (1999). Skalen zur Erfassung von Lehrer- und Schülermerkmalen. Berlin: Freie Universität. Schwarzer, R., & Jerusalem, M. (Hrsg.). (1999). Skalen zur Erfassung von Lehrer- und Schülermerkmalen. Berlin: Freie Universität.
Zurück zum Zitat Selye, H. (1953). Einführung in die Lehre vom Adaptationssyndrom. Stuttgart: Thieme. Selye, H. (1953). Einführung in die Lehre vom Adaptationssyndrom. Stuttgart: Thieme.
Zurück zum Zitat Siegrist, J. (1996). Soziale Krisen und Gesundheit. Göttingen: Hogrefe. Siegrist, J. (1996). Soziale Krisen und Gesundheit. Göttingen: Hogrefe.
Zurück zum Zitat Siegrist, J. (2000). A theory of occupational stress. In J. Dunham (Hrsg.), Stress in the workplace past, present and future. London: Whurr. Siegrist, J. (2000). A theory of occupational stress. In J. Dunham (Hrsg.), Stress in the workplace past, present and future. London: Whurr.
Zurück zum Zitat Siegrist, J., Starke, D., Chandola, T., et al. (2004). The measurement of effort-reward imbalance at work: European comparisons. Social Science & Medicine (1982), 58, 1483–1499.CrossRef Siegrist, J., Starke, D., Chandola, T., et al. (2004). The measurement of effort-reward imbalance at work: European comparisons. Social Science & Medicine (1982), 58, 1483–1499.CrossRef
Zurück zum Zitat Steinmann, R. M. (2005). Psychische Gesundheit – Stress. Wissenschaftliche Grundlagen für eine nationale Strategie zur Stressprävention und Förderung psychischer Gesundheit in der Schweiz. Bern: Gesundheitsförderung Schweiz. Steinmann, R. M. (2005). Psychische Gesundheit – Stress. Wissenschaftliche Grundlagen für eine nationale Strategie zur Stressprävention und Förderung psychischer Gesundheit in der Schweiz. Bern: Gesundheitsförderung Schweiz.
Metadaten
Titel
Grundlagen
verfasst von
Ralf Neuner
Copyright-Jahr
2019
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-23961-9_2

Premium Partner