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2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

Hochtemperatur-Verfahren

verfasst von: Hans Martens, Daniel Goldmann

Erschienen in: Recyclingtechnik

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Durch Anwendung höherer Temperaturen (˃ 200 °C) sind weitere chemische Reaktionen (Feststoff-Gas-Reaktionen und Reaktionen in Schmelzen) möglich. Sie verlaufen mit großer Geschwindigkeit, so dass nur kleine Reaktionsräume erforderlich sind (hohe Raum-Zeit-Ausbeute). Zu diesen Reaktionen gehören die thermische Zersetzung, die Oxidation und die Reduktion anorganischer Stoffe (Salze, Schrotte, Oxide) sowie durch eine Stoffumwandlung (Spaltung, Vergasung, Verbrennung) die Zerstörung organischer Stoffe in Abfällen (Kunststoffe, Textilien, Lösemittel, Öle, Holz). Die Schmelztechnologien sind die bevorzugten Verfahren für die Gewinnung von Metallen und für das Recycling metallischer Abfälle. Die Gründe dafür sind die Schmelzbarkeit der Metalle, ihre gegenseitige Löslichkeit in den Schmelzen, die Entstehung von Schmelzphasen bei Hochtemperatur-Reduktionsreaktionen und die Raffinationsmöglichkeiten der Schmelzen mit Gasen und Salzen. Wegen der überragenden Rolle der Schmelztechnik für das Recycling metallischer Werkstoffe und die dabei sehr stoffspezifischen Verfahren, ist die „Schmelzmetallurgische Recyclingtechnik“ am Anfang des Kap. 6 „Recycling von metallischen Werkstoffen und metallhaltigen Abfällen“ in Abschn. 6.1 besprochen.

Metadaten
Titel
Hochtemperatur-Verfahren
verfasst von
Hans Martens
Daniel Goldmann
Copyright-Jahr
2016
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-02786-5_5