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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Ihre Berufswelt

Im Gegensatz zu den meisten Handwerkern und Industriefacharbeitern schaffen Sie mit einem natürlichen, gewachsenen Werkstoff. Als künftige Holzfauchfrau bzw. künftiger Holzfachmann werden Sie mit offeneren Augen durch den Wald gehen und aus dem täglichen Umgang rasch ein enges Verhältnis zum Holz gewinnen. Holz ist auch in unserer technisierten und automatisierten Welt das geblieben, was es seit Jahrtausenden war: ein „schöner nachhaltiger“ Rohstoff, der unter den Händen des kundigen und geschickten Handwerkers die reiche Vielfalt seiner Anwendungs- und Gestaltungsmöglichkeiten zeigt.

2. Physikalische und chemische Grundlagen

Für das Erlernen eines technischen Berufes sind Kenntnisse über die physikalischen und chemischen Grundlagen notwendig. Der folgende Text erweitert Ihr Grundwissen, dient der Information und vertieft Ihr schulisches Vorwissen.

3. Holz und Holzwerkstoffe

Der Wald ist eine Lebensgemeinschaft und umfasst neben den Bäumen die übrige reiche Pflanzenwelt, Insekten und Pilze, unzählige Kleinstlebewesen, den Boden, die Vögel und das Wild. Der Wald produziert nicht nur den umweltfreundlichen Rohstoff Holz, sondern erfüllt seit Jahrtausenden auch wichtige Umweltfunktionen - er regelt den Naturhaushalt. Wo der Mensch dies missachtet, nimmt er sich selbst die notwendigen Lebensbedingungen. Gerade in unserem Zeitalter der Technik, der sprunghaft zunehmenden Weltbevölkerung und der dadurch ständig steigenden Rohstoffnachfrage sind Pflege und Erhaltung der Wälder besonders wichtig.

4. Holzbearbeitung mit Handwerkszeugen

In vielen Betrieben wird auch heute noch die Hobelbank am Arbeitsplatz genutzt. Sie dient zum Einspannen und Ablegen von Werkstücken und Werkzeugen bei der handwerklichen Fertigung.

5. Maschinelle Holzbearbeitung

Hauptmotive für den technischen Fortschritt sind das Streben nach besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie der Zwang zu kostensparender Produktion. Die Erfindung der Dampfmaschine und die Nutzung der elektrischen Energie waren wichtige Stationen auf diesem Weg.

6. Andere Werkstoffe

Wer Holz bearbeitet, kommt auch mit anderen Werkstoffen in Berührung. Er verwendet z.B. Werkzeuge, Holzbearbeitungsmaschinen und Beschläge aus Stahl, Nichteisenmetalle und Kunststoffe. Dieses Kapitel vermittelt Grundkenntnisse über Eigenschaften und Bearbeitung dieser Materialien.

7. Holzverbindungen

Holzverbindungen sind nötig, um Einzelteile zu einem formschönen und funktionsgerechten Werkstück zusammenzubauen.

8. Möbelbau

Möbel dienen seit alters her als Einrichtungsund Gebrauchsgegenstände im Wohn- und Arbeitsbereich. Mit Ausnahme der modernen Einbaumöbel lassen sie sich bewegen — sie sind „mobil“ (lat. mobilis = beweglich) und so zu ihrem Namen gekommen. Einteilen können wir sie nach verschiedenen Gesichtspunkten: Maße. Möbel dienen, wie die Übersicht zeigt, nicht nur der Raumgestaltung, sondern sollen auch zweckmäßig sein. Ein 500 mm hoher Tisch ist nicht zweckmäßig, weil wir uns nicht auf einem Stuhl daransetzen können. Ein 1000 mm hoher Kleiderschrank ist unzweckmäßig, weil wir unseren Mantel nicht hineinhängen können.

9. Oberflächenbehandlung

Unser Werkstoff Holz wird sehr vielseitig verwendet - im Außenbau und Innenausbau, im Kunsthandwerk, für Möbel und Gegenstände des täglichen Bedarfs. In keinem Bereich können wir das Holz nach der Fertigung im Rohzustand belassen. Erst die fachgerechte Veredlung der Oberfläche - schützt vor Feuchtigkeit, Schmutz und Staub, - schützt vor mechanischen und chemischen Einflüssen, - zeigt die natürliche Schönheit.

10. Innenausbau und Außenbau

Der Tischler fertigt nicht nur Möbel an, sondern arbeitet am Innenausbau und Außenbau eines Gebäudes mit.

11. Betriebstechnik

Von alters her ist der Tischler ein „Handwerker“. Mit Hilfe seiner Werkzeuge verarbeitete er viele Jahrhunderte hindurch Holz auf Bestellung zu Einzelmöbeln und Innenausstattungen. Erst die sprunghafte Bevölkerungszunahme im 19. Jahrhundert steigerte den Bedarf an preiswerten Einzelmöbeln, der nur durch Einsatz von Maschinen zu decken war. Aus der Einzelanfertigung wurde eine industrielle Massenproduktion, aus der Werkstatt eine Fabrik. Neue Werkstoffe wie die Furnier-, Span- und Faserplatten (Holzwerkstoffe) förderten diese Entwicklung. Heute kommt selbst eine kleinere Schreinerei nicht mehr ohne Maschinen aus, weil sie rationell (schnell und preisgünstig) arbeiten muss.

12. Service im Handwerk

Bevor sich der Kunde für die Auftragserteilung zur Herstellung eines Möbels, Fensters Büroeinrichtung etc. entscheidet oder einen Instandsetzungsauftrag erteilt, wird er sich über das Internet und /oder andere Kunden Auskünfte über die Tischler/Schreinerfirma einholen und dann in telefonischen Kontakt treten. Um neue Kunden zu werben, ist von Bedeutung wie sich der Betrieb im Internet präsentiert, welchen Eindruck er bei bisherigen Kunden hinterlassen hat und wie er sich im Verlauf des Telefongesprächs verhält um einen persönlichen Gesprächstermin beim Kunden oder in der Firma zu erhalten.

13. Arbeitsmethoden im Unterricht

Der Unterricht soll auf das lebenslange Lernen vorbereiten und die berufliche Handlungskompetenz der Schüler fördern. Die Schüler müssen die Möglichkeit erhalten Aufgaben selbständig und zielgerichtet zu lösen und das Erlernte nachhaltig zu sichern. Sie müssen reflektieren können, welche der bewusst erlernten Methoden zur Lösung bestimmter Aufgaben- und Problemstellungen geeignet sind.

14. Lernfelder

Die Länder übernehmen die Rahmenlehrpläne der ständigen Konferenz der Kultusminister und Senatoren der Länder (KMK) unmittelbar oder setzen sie in eigene Lehrpläne um.

Backmatter

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