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Über dieses Buch

Rechnungslegung und damit auch die Unternehmensberichterstattung stehen in ihrer Gesamtheit in einer Interdependenz mit dem sozioökonomischen Umfeld eines Bilanzierungsraumes. Dabei sind Berichterstattungsvorschriften länderspezifische Antworten auf länderspezifische Fragen. Infolgedessen ist die Unternehmensberichterstattung als ein immanent politischer Prozess zu klassifizieren, der in einem unmittelbaren Zusammenhang zur gesellschaftsbezogenen Wohlfahrt steht. Herr Tobias Rühlmann analysiert – mit Hilfe des Forschungsansatzes der Theorie der politischen Ökonomie – die einseitige politische Steuerung des diesbezüglichen internationalen Angleichungsprozesses und die damit verbundenen Wohlfahrtswirkungen. In diesem Kontext fokussiert er den „International Integrated Reporting Council“ (IIRC) und dessen nachhaltigkeitsbezogenes „Integrated Reporting“. Der Verfasser bietet mit seiner Arbeit eine umfassende Einsicht in den von Partikularinteressen gesteuerten Prozess der internationalen „Uniformität“ der Unternehmensberichterstattung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Integrierte Unternehmensberichterstattung als politisches Steuerungsinstrument der Rechnungslegung?

Zusammenfassung
Die Unternehmensberichterstattung1 befindet sich seit geraumer Zeit in einem rasanten und tiefgreifenden Wandel. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Auf der einen Seite sind die anhaltende Internationalisierung und die fast allgegenwärtige öffentliche Nachhaltigkeitsdiskussion mit der eng damit in Verbindung stehenden steigenden Erwartungshaltung der Kapitalmarktteilnehmer und der interessierten Öffentlichkeit hinsichtlich nachhaltigkeitsorientierter qualitativer Unternehmensinformationen als Treiber zu identifizieren.
Tobias Rühlmann

Chapter 2. Integrierte Unternehmensberichterstattung im Spannungsfeld wirtschaftswissenschaftlicher Theorien

Zusammenfassung
Die Betriebswirtschaftslehre kann als eine angewandte Wissenschaft verstanden werden, die einen Teilbereich der Wirtschaftswissenschaften bildet. Die Betriebswirtschaftslehre gilt hierbei seit der Zeit um das Jahr 1900 als selbstständiges Lehrfach an deutschen Hochschulen. Trotz anfänglicher „Startprobleme“ gelang der Durchbruch als eigenständige wissenschaftliche Disziplin um das Jahr 1912.
Tobias Rühlmann

Chapter 3. „Nachhaltigkeit“ in der Unternehmensberichterstattung als wohlfahrtsschädigende Modeerscheinung?

Zusammenfassung
Die Unternehmensberichterstattung befindet sich gegenwärtig in einem tiefgreifenden Wandel. Dieser dynamische Wandel zeichnet sich durch einen stetigen Weiterentwicklungsprozess der Unternehmenstätigkeit einerseits und eine Komplexitätssteigerung – resultierend aus wachsenden Berichtsanforderungen – andererseits aus. In diesem Kontext steigen die Anforderungen, die an eine Unternehmensberichterstattung gerichtet werden, stetig, weil u. a. ein postulierter – nur schwer messbarer – gesamtgesellschaftlicher und politisch getriebener Wertewandel zu einem differenzierten Informationsbedürfnis der Berichtsadressaten führen soll.3.
Tobias Rühlmann

Chapter 4. Integrierte Unternehmensberichterstattung im Lichte der Theorie der politischen Ökonomie – cui bono?

Zusammenfassung
Die tradierte deutsche Rechnungslegungsforschung wird von wissenschaftlichen Untersuchungen dominiert, die insb. im Rahmen von Zweckmäßigkeitsanalysen die Ausgestaltung, Entwicklung und Inhalte von Rechnungslegungsvorschriften erforschen. Da die diesbezügliche Forschung i. d. R. auf das Zweckmäßigkeitskriterium abstellt, liegt der primäre Fokus auf der Rechentechnik (auch als Bilanzierungstechnik bezeichnet). Mit zunehmender Bedeutung der Informationsökonomie stellte sich heraus, dass die Rechnungslegung nicht nur als rein technisches Instrument, sondern vielmehr als gesellschaftlich relevante Institution zu betrachten ist.
Tobias Rühlmann

Chapter 5. Interessengeleitete integrierte Unternehmensberichterstattung – zehn Handlungsempfehlungen zur Reduktion der Defizite

Zusammenfassung
Rechnungslegung und damit auch die Unternehmensberichterstattung stehen in ihrer Gesamtheit in einer Interdependenz mit dem sozioökonomischen Umfeld eines Wirtschaftsraumes. Infolgedessen ist die Unternehmensberichterstattung als ein immanent politischer Prozess zu klassifizieren, der in einem unmittelbaren Zusammenhang zur gesellschaftsbezogenen Wohlfahrtsökonomik steht. Hierzu zählt auch die politische Steuerung der diesbezüglichen Standardsetzung.
Tobias Rühlmann

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