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Über dieses Buch

Der Wettbewerb zwischen Bahn- und Fluggesellschaften im europäischen Personenverkehr hat sich in den letzten Jahren erheblich intensiviert. Angriffs- und Gegenmaßnahmen im gemeinsamen Wettbewerb haben zu einer intermodalen Wettbewerbsdynamik geführt, die mit dem verstärkten Aufkommen des Low Cost-Konzepts im Flugverkehr eine neue Dimension gewonnen hat. Insbesondere aus Sicht der traditionell staatlichen Bahnunternehmen stellt dies eine neue strategische Herausforderung dar.
Anliegen dieser Arbeit sind die Erklärung von Funktionsweise und Bestimmungsfaktoren dieser intermodalen Wettbewerbsdynamik sowie die Herausarbeitung strategischer Implikationen für Schienenverkehrsunternehmen, um zielgerichteter auf die Wettbewerbsbedrohung durch den Luftverkehr reagieren zu können. Gerade vor dem Hintergrund der bisher kaum vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu dieser hochaktuellen Thematik kommt dabei der empirischen Analyse der Wettbewerbsentwicklung zwischen europäischen Bahn- und Fluggesellschaften und der von ihnen gezeigten Strategien eine bedeutende Rolle zu.
Das Buch wendet sich ebenso an Dozenten und Studierende der Wirtschaftswissenschaften mit den Schwerpunkten Strategisches Management und Verkehrswissenschaften wie auch an Praktiker im Bereich des wettbewerbsstrategischen Managements von Schienen- und Luftverkehrsunternehmen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Zusammenfassung
Im Zuge der fortschreitenden Deregulierung der Verkehrsmärkte seit Beginn der 90er Jahre erfährt der europäische Schienenverkehr grundlegende Veränderungen. Während die traditionell staatlich betriebenen Schienenverkehrsanbieter bisher auf monopolistisch geprägten, durch nationale Grenzen definierten Märkten operierten, sehen sie sich nun einer ihnen bislang unbekannten und durch steigenden Wettbewerb geprägten Marktsituation gegenüber.
Caroline Porwoll

Marktsituation im europäischen Schienenpersonenfernverkehr

Zusammenfassung
Sowohl in regulativer als auch in wettbewerblicher Hinsicht hat sich die Situation europäischer Schienenpersonenfernverkehrsunternehmen seit den 1990er Jahren fundamental verändert. Im Zuge der fortschreitenden, durch die Europäische Union herbeigeführten Deregulierung des Marktes, welche in B.I kurz beschrieben werden soll, hat sich der Wettbewerb beträchtlich und gerade im intermodalen Bereich zwischen den Verkehrsträgern intensiviert. Diese Entwicklungen und die Hintergründe der gestiegenen Wettbewerbsintensität mit dem innereuropäischen Luftverkehr werden in B.II thematisiert. Ein zusammenfassender Problemaufriss als Ausgangspunkt für die weitere Untersuchung erfolgt in B.III.
Caroline Porwoll

Ökonomische Grundlagen des Schienenpersonenverkehrs

Zusammenfassung
Zur Leistungserstellung im Schienenpersonenverkehr sind eine Reihe von Voraussetzungen und Aktivitäten notwendig, die, je nach Ausgestaltung, unterschiedliche Effekte für Produktionskosten und Nachfrage nach Verkehrsleistungen nach sich ziehen. Eine Systematisierung dieser Aktivitäten erweist sich als nützlich zur Herausarbeitung der angebots-(d.h. produktions-) und nachfrageseitigen Bedingungen bei der Erstellung und Vermarktung von Schienenverkehrsleistungen. Verschiedene Aspekte hieraus dienen gleichzeitig als spätere Strukturierungshilfe für die von Bahnunternehmen gezeigten Wettbewerbsmaßnahmen, weshalb sie im Rahmen der empirischen Analyse in Kapitel E erneut herangezogen werden.
Caroline Porwoll

Theorie der Wettbewerbsdynamik

Zusammenfassung
Wettbewerbsdynamik entsteht durch die zeitliche Aufeinanderfolge von Maßnahmen und Gegenmaßnahmen der am Wettbewerb beteiligten Unternehmen. Die Theorie der Wettbewerbsdynamik (Competitive Dynamics Theory) widmet sich demnach der Betrachtung der Aktionen und Reaktionen von Marktakteuren und versucht, das hieraus entstehende Interaktionsgeschehen sowie dessen Auswirkungen auf Konkurrenten, Wettbewerbspositionen und damit letztlich den Erfolg von Unternehmen in einer Branche zu erklären.
Caroline Porwoll

Analyse des intermodalen Wettbewerbs zwischen Schienen- und Luftverkehr aus wettbewerbsdynamischer Sicht

Zusammenfassung
Nach Erläuterung der theoretischen Grundlagen zur Wettbewerbsdynamik und ihrer Verhaltensimplikationen auf allgemeiner Ebene gilt es nun, den europäischen Personenverkehrsmarkt aus dieser Perspektive zu untersuchen. Daher wird im Folgenden eine Analyse auf Basis von Marktdaten sowie Experteninterviews durchgeführt, die Aufschluss über bestehende und zukünftig zu erwartende wettbewerbsdynamische Interaktionen im gemeinsamen Markt von Schienen- und Luftverkehr geben soll. Die Theorie der Wettbewerbsdynamik und das wettbewerbsdynamische Basismodell geben dabei sowohl für die Marktanalyse als auch die Experteninterviews Hinweise, welche Elemente (z.B. Akteure und deren Eigenschaften) und Wirkungszusammenhänge (z.B. Zusammenhang zwischen Aktion und Reaktion) es im intermodalen Wettbewerb zu identifizieren und zu charakterisieren gilt.
Caroline Porwoll

Implikationen für die Erklärung und Gestaltung der intermodalen Wettbewerbsdynamik im europäischen Personenverkehr

Zusammenfassung
Im Rahmen dieses Kapitels werden die Theorie der Wettbewerbsdynamik (Kapitel D) und die empirische Marktanalyse (Kapitel E) vor dem Hintergrund der in Kapitel B und C erarbeiteten Grundlagen miteinander verknüpft. Dabei ist mit der Erörterung der Implikationen der bisherigen Untersuchungsergebnisse für eine theoretische Fundierung der intermodalen Wettbewerbsdynamik zwischen Schienenpersonen- und Luftverkehr ein Erklärungsbeitrag der Arbeit zur Thematik verbunden. Weiterführend soll mit der Ableitung praktischer Empfehlungen hieraus ein Gestaltungsbeitrag für das Wettbewerbsverhalten europäischer Schienenverkehrsunternehmen geleistet werden.
Caroline Porwoll

Fazit und Ausblick

Zusammenfassung
Ausgangspunkt der vorliegenden Untersuchung bildete die in den letzten Jahren zu beobachtende Intensivierung des dynamischen Wettbewerbs zwischen europäischen Bahn- und Fluggesellschaften und die damit einhergehenden unternehmerischen Herausforderungen für Schienenverkehrsunternehmen. Als Grundlage für die Erklärung dieser Wettbewerbsdynamik und die Erarbeitung von Gestaltungsimplikationen für den Schienenverkehr wurden zunächst die veränderte Marktsituation von Bahnunternehmen in regulativer und wettbewerblicher Hinsicht aufgezeigt sowie deren ökonomische Leistungserstellungsprozesse beleuchtet. Den theoretischen Rahmen konstituierte die Theorie der Wettbewerbsdynamik, aus deren Erklärungs- und Gestaltungslogik heraus der intermodale Wettbewerb europäischer Schienenpersonen- und Luftverkehrsunternehmen einer ausführlichen empirischen Analyse unterzogen wurde.
Caroline Porwoll

Backmatter

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