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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

I. Problemstellung

Zusammenfassung
Im Rahmen der Investitionstheorie setzt man sich mit dem Problem auseinander, in welcher Form monetäre Mittel in Unternehmen produktiv verwendet werden können. Die Investitionstheorie stellt sich in großen Teilen als außerordentlich weit entwickelt dar. Aus diesem Grunde mußte die gesamte Materie auf mehrere Bücher aufgeteilt werden. Der vorliegende Band II zur Investitionstheorie behandelt dabei lediglich Investitionsentscheidungen bei Risiko, während der bereits zuvor erschienene Band I Investitionsentscheidungen bei Sicherheit zum Gegenstand hat. In beiden Bänden wird als Entscheidungsträger letztlich ein Einzelunternehmer betrachtet, der über sämtliche entscheidungsrelevanten Informationen verfügt und keinerlei Entscheidungskompetenz auf untergeordnete Stellen delegiert hat. Läßt man diese Prämisse fallen, muß man zwischen der delegierenden Zentrale und den entscheidungsbefugten untergeordneten Stellen eines Unternehmens unterscheiden. Es stellt sich die Frage, inwiefern die Zentrale hierbei generell dezentrale Investitionsentscheidungen in ihrem Sinne sicherstellen kann. Dieses Problem ist Gegenstand des Investitionscontrolling und sollte ursprünglich auch noch im Rahmen des vorliegenden Bandes II behandelt werden. Platzgründe machen es nun aber erforderlich, das Gebiet “Investitionscontrolling” im Rahmen eines eigenen Bandes III zu erörtern, der noch zu erstellen ist.
Wolfgang Breuer

II. Investitionsentscheidungen bei Quasi-Sicherheit

Zusammenfassung
Im weiteren sei die Existenz eines vollkommenen Kapitalmarktes im Gleichgewicht vorausgesetzt. Es werde ein Unternehmer betrachtet, der über die Möglichkeit zur Durchführung eines Investitionsprojekts verfügt. Da es sich demnach um eine Einzelentscheidung handelt, ist es am einfachsten, als Standardbasis die Realisation all derjenigen unternehmerischen Zahlungskonsequenzen zu wählen, die sich ceteris paribus bei Verzicht auf die Umsetzung des zu beurteilenden Projekts und unter Beibehaltung der sonstigen unternehmerischen Aktivitäten ergeben.
Wolfgang Breuer

III. Investitionsentscheidungen bei fehlendem Kapitalmarktzugang

Zusammenfassung
Entsprechend der Darstellung des vorhergehenden Kapitels wird man bei mehrwertigen Erwartungen nur in seltenen Fällen Entscheidungen wie bei Sicherheit treffen können. Meist spielt es für die Vorteilhaftigkeit verschiedener Handlungsalternativen schon eine Rolle, welche ungewissen Parameterausprägungen sich realisieren. “Quasi-Sicherheit” ist dann nicht gegeben, und sehr hilfreich ist es, wenn man Vorstellungen über die Eintrittswahrscheinlichkeiten der einzelnen, als möglich aufgefaßten Parameterausprägungen besitzt. Auf diese Frage wird im nachfolgenden Abschnitt 1.2 einzugehen sein.
Wolfgang Breuer

IV. Investitionsentscheidungen bei vollkommenem Kapitalmarkt

Zusammenfassung
Im Rahmen des Abschnitts 2 des vorhergehenden Kapitels wurden Entscheidungen auf der Grundlage des Bernoulli-Prinzips erörtert. Dabei wurde zugleich auch schon auf eine Reihe von Problemen im Zusammenhang mit dessen praktischer Anwendung hingewiesen. In der Tat dürfte das Fällen unternehmerischer Entscheidungen mittels des Bernoulli-Prinzips allenfalls dann operational sein, wenn Entscheidungen lediglich im Interesse eines Subjekts oder einer kleinen homogenen Gruppe von Subjekten zu treffen sind. Zu denken ist hierbei insbesondere an Unternehmungen mit Personenidentität von Geschäftsführern und Gesellschaftern. Schon wenn diese nicht mehr gegeben ist, ergibt sich ein Problem dadurch, daß die Geschäftsführer der Unternehmung nur dann im Interesse der Gesellschafter handeln können, wenn die Präferenzen von letzteren bekannt sind. Mag man dieses Problem noch als im Prinzip lösbar auffassen, ergibt sich ein zweites allerdings dann, wenn es sich bei den Gesellschaftern der Unternehmung um eine heterogene Gruppe mit divergierenden Präferenzen handelt. In diesem Falle wird eine Orientierung an den Präferenzen der Gesellschafter für die Geschäftsführer schlicht unmöglich, da Präferenzen grundsätzlich nicht aggregiert werden können.2
Wolfgang Breuer

V. Investitionsentscheidungen bei unvollkommenem Kapitalmarkt

Zusammenfassung
Das vorhergehende Kapitel IV dürfte gezeigt haben, daß Investitionsentscheidungen bei Risiko unter der Prämisse eines vollkommenen Kapitalmarktes zwar als komplexes, gleichwohl aber noch handhabbares Problem aufgefaßt werden können. Die Investitionstheorie präsentiert sich hierbei als angewandte Kapitalmarkttheorie und lebt insofern von den Forschungsfortschritten im kapitalmarkttheoretischen Bereich. Insgesamt kann auch dieses Teilsegment der Investitionstheorie als überaus hochentwickelt bezeichnet werden.
Wolfgang Breuer

VI. Fazit

Zusammenfassung
Gegenstand des vorliegenden Bands II zur Investitionstheorie waren Entscheidungen bei Risiko. Isofern liegt hiermit die natürliche Fortsetzung von Band I vor, in dem Investitionsentscheidungen bei Sicherheit betrachtet wurden. Zweifellos konnte durch die Berücksichtigung von Risikoaspekten im Vergleich zu Band I eine größere Realitätsnähe erreicht werden. Ebenso evident ist aber auch der deutliche Anstieg im Schwierigkeitsgrad der Ausführungen. Überdies weisen die Ausführungen des vorliegenden Bands sicherlich nicht die Geschlossenheit auf, die für den Fall bei Sicherheit erreicht werden konnte. Schließlich wurde trotz eines Seitenumfangs von etwa 520 Seiten bei weitem nicht alles zur Investitionstheorie bei Risiko präsentiert, was erörterungswürdig gewesen wäre. Mit dem vermittelten Rüstzeug sollte es indes möglich sein, andere Literaturstränge bei Bedarf selbständig weiterzuverfolgen. Überdies hat der Leser einen Einblick in den hohen Stand der Investitionstheorie und die große Bedeutung kapitalmarkttheoretischer Betrachtungen für quantitativ fundierte Realinvestitionsentscheidungen gewonnen. In der Tat dürften heutzutage Fortschritte im Rahmen der investitionstheorischen Grundlagenforschung im wesentlichen nur noch so weit erfolgen, wie neue kapitalmarkttheoretische Erkenntnisse erarbeitet werden. Mindestens ebenso wichtig wie das Streben nach grundlagentheoretischen Erkenntnissen ist aber in jedem Fall eine intensivere Beschäftigung mit Fragen der praktischen Umsetzbarkeit komplexer quantitativer Investitionskalküle.
Wolfgang Breuer

Backmatter

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