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27.11.2012 | Journalismus | Im Fokus | Onlineartikel

Zeitungssterben: Letzte Chance Tablet?

Autor:
Andrea Amerland

Amazon-Chef Jeff Bezos sieht in Tablet-Computern eine Chance für die kriselnde Zeitungsbranche. Autor Kurt Weichler sieht hingegen in Qualität und Exklusivität der Inhalte den Erfolgsfaktor für totgesagte Zeitungen.

Jeff Bezos sagte der Berliner Zeitung, dass sich an der mangelnden Bereitschaft der Nutzer im Web für Nachrichten zu zahlen nichts mehr ändern werde. Das ist eine Absage an alle Paid-Content-Überlegungen, die Verlage derzeit als Maßnahme gegen die Kostenlos-Kultur im Web anstellen und wie sie ein Media-Spectrum-Artikel mit dem Titel "Die Alternativen gehen aus" analysiert.

"Wir haben aber festgestellt, dass die Leute durchaus bereit sind, für Zeitungs-Abos auf Tablets zu zahlen. Die Tablets werden unseren Alltag weiter durchdringen", ist sich Bezos sicher. Die Branche sei in einer Übergangsphase zwischen Print und Digital. Seine Prognose: In 20 Jahren wird es keine gedruckten Zeitungen mehr geben.

Qualitätsjournalismus in Krisenzeiten

Doch die Frage zur Zukunft der Zeitung ist nicht nur eine Frage des digitalen Umbruchs und der Formate. Es geht auch um die Frage, wie wichtig unabhängige Journalisten, die sorgfältig, umfassend und wahrhaftig berichten, für unsere Gesellschaft sind, so Kurt Weichler in seinem Beitrag "Warum der Journalismus derzeit an Wert verliert". Der Journalismus büßt demnach immer mehr seiner angestammten Domänen ein. Heute kann jeder im Web publizieren. Selbst die Kommunikation über Nachrichten aus aller Welt, läuft inzwischen über Social Media - und mitunter schneller. Wer also will für gesicherte, gut recherchierte Beiträge aus Journalistenhand noch zahlen? Nach Ansicht von Kurt Weichler kann nur Qualität die Antwort auf den Umbruch und die Krise der Zeitungsbranche sein. Mehr Substanz, mehr Nutzwert und somit höhere Glaubwürdigkeit, lautet Weichlers Devise für die Zukunftsfähigkeit der Medien.

Fazit: Der Tablet und kostenpflichtige Apps können eine Chance für die Zeitungsbranche sein, wenn Verleger Arbeits- und Produktionsbedingungen schaffen, in denen sich Journalisten durch hochwertige, exklusive und gesicherte Inhalte vom allgemeinen Informationsbrei des Social Webs differenzieren können.

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