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12.09.2022 | Kleb- und Dichttechnik | Nachricht | Online-Artikel

Kavitation lässt Hydrogelpflaster stärker kleben

verfasst von: Leyla Buchholz

1 Min. Lesedauer
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Hydrogelpflaster lassen sich mithilfe von Ultraschall besonders fest auf die Haut kleben. Verantwortlich dafür sind implodierende Bläschen im Klebstoff zwischen Pflaster und Haut.

Für die Wundpflege oder das Anbringen von tragbarer Elektronik auf der Haut werden heutzutage oft Hydrogelpflaster verwendet. Allerdings haften diese Pflaster nicht besonders stark auf der Haut, insbesondere nicht auf nasser. Kanadische Forschende von der McGill-Universität haben festgestellt, dass mithilfe von Ultraschall solche Pflaster sehr stark und langanhaltend auf der Haut aufgeklebt werden können. Mittels unterschiedlicher Ultraschallintensität lässt sich dabei präzise einstellen, wie stark die Hydrogelpflaster auf der Haut und anderem Gewebe kleben.
 
Die Wissenschaftler von der ETH Zürich, Outi Supponen und Claire Bourquard, konnten nun den zugrundeliegenden Mechanismus dieser starken Haftung teilweise erklären. Danach erzeugt der Ultraschall im Klebstoff auf der Unterseite des Hydrogels Kavitationsbläschen. Je höher die Ultraschallintensität ist, desto mehr und desto größere Bläschen entstehen. Diese fallen jedoch sogleich wieder in sich zusammen. Während sich die Bläschen verformen, pressen sie molekulare Bestandteile des Klebstoffs in die Oberhaut hinein und verankern so das Pflaster. Bei Tests auf Schweinehaut hafteten mit Ultraschall applizierte Pflaster bis zu hundert Mal, bei Ratten bis zu zehnmal stärker als ohne Ultraschallbehandlung. 
 

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