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Über dieses Buch

Marcus Müller beschreibt und erläutert Zielkonflikte zwischen Bauleitung und Baugeräteführer und stellt ein Modell auf, das Prognosen zur Wirkung von Anreizsystemen treffen kann. Aus der Theorie und Anwendungsdomäne leitet der Autor Anforderungen ab, um die Frage nach der Gestaltung von Anreizsystemen zu beantworten, mit dem Ziel, Transportleistungen zu erhöhen. Seine Studie bestätigt die experimentellen bzw. empirischen Erkenntnisse zur Wirkung von Anreizsystemen und zeigt, dass diese auch für Transportlogistiksysteme im Tiefbau gelten. Aus den Erkenntnissen der Simulation leitet der Autor Empfehlungen für die Gestaltung von Entlohnungsmodellen ab.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

In Industrie und Dienstleistung bestehen vielfältige Koordinationsprobleme, die zu Ineffizienzen und somit zu hohen betriebs- und volkswirtschaftlichen Schäden führen. Besonders die Bauindustrie ist eine noch weitgehend unerforschte Branche mit erheblichem Optimierungspotenzial. In Europa beträgt der Anteil des Bausektors am Bruttoinlandsprodukt (EU-27-BIP) 9,7%. Insgesamt werden im europäischen Bausektor 41,7 Millionen Arbeitnehmer beschäftigt.
Marcus Müller

2. Transportlogistik im Erdbau

Die Bundesautobahn (BAB) A8 ist eine Hauptverkehrsachse mit vier Fahrstreifen. Zu den Spitzenzeiten muss der über 60 Jahre alte Abschnitt zwischen den Städten Ulm und Augsburg bis zu 90.000 Fahrzeuge am Tag aufnehmen. Die Streckenführung (s. Abbildung 2.1 auf der nächsten Seite) weist große Steigungen und Kuppen auf und ist insgesamt für die Bauleitung wenig einsichtig (s. Abbildung 2.2 auf Seite 31). Der Abschnitt ist insgesamt 58 Kilometer lang. Davon werden bis 30.09.2015 insgesamt 41 Kilometer unter Aufrechterhaltung des Verkehrs sechsstreifig ausgebaut.
Marcus Müller

3. Die Prinzipal-Agent-Theorie als Bezugsrahmen

Der vorangegangene Abschnitt umfasst die Modellierung der Bauablauforganisation wie sie in der Baufachliteratur dargelegt ist. Eine darüber hinausgehende ökonomische Reflexion der Transportlogistik einer Erdbaustelle kann aus der Perspektive unterschiedlicher Theorien innerhalb der Wirtschaftswissenschaften geschehen. Die leitende Frage hierbei ist, welche Theorie sich für die Beschreibung und Analyse des Erkenntnisgegenstands „Transportlogistiksystem im Erdbau“ eignet. Ferner ist vergleichend zu prüfen, welche ökonomische Theorie eine Prognose über das Verhalten der Akteure in der Transportlogistik zulässt. Eine Theorie gilt überdies nur dann als adäquater Bezugsrahmen, wenn sie Gestaltungsvorschläge zur Lösung der Koordinationsproblematik umfasst.
Marcus Müller

4. Gestaltung des Anreizsystems

Anreizsysteme dienen dazu das Leistungsverhalten von Mitarbeitern zu beeinflussen (Steinle, 1978, S. 44), so dass es konform mit den Zielen der Unternehmung geht (Laux, 2006a, S. 20). Ein Anreizsystem umfasst dabei oft nicht nur ein singuläres Stimuli zur Verhaltensbeeinflussung. Vielmehr handelt es sich um „[…] die Summe aller im Wirkungsverbund bewusst gestalteten und aufeinander abgestimmten Stimuli, die bestimmte, gewünschte Verhaltensweisen durch positive Anreize (= Belohungen) auslösen und verstärken und das Auftreten unerwünschter Verhaltensweisen durch negative Anreize (= Bestrafungen) unterdrücken, sowie die damit verbundene Administration“ (Berthel und Becker, 2013, S. 218). Die Untersuchung und Gestaltung von Anreizsystemen ist Gegenstand unterschiedlicher Wissenschaften und somit Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen.
Marcus Müller

5. Simulation des Anreizsystems

Das Strukturgleichungsdiagramm aus Abbildung 4.1 auf Seite 202 dient als Grundlage für den Simulationsplan (Tabelle 5.1). Die Gestaltungsparameter param 1,…,7 der Anreizsystemstruktur stellen die Explanantia dar, die Menge an transportierter Erde das Explanandum. Für jedes Simulationsexperiment wird für alle Gestaltungsparameter je ein Wert aus dem jeweiligen Experimentierbereich bestimmt. Die Eigenschaft „Stufe“ gibt dabei vor, wie der Experimentierbereich diskretisiert wurde.
Marcus Müller

6. Zusammenfassung und Implikationen

In Bezug auf die eingangs formulierten Forschungsfragen lassen sich aus den vorangestellten Auswertungen der über die Simulation gewonnenen Daten folgende Erkenntnisse zusammenfassen. Im Hinblick auf die erste Forschungsfrage kann konstatiert werden, dass die vorherrschenden Zielkonflikte zwischen Bauleitung und den ausführenden Maschinisten anhand der als theoretisches Fundament gewählten Prinzipal-Agent-Theorie beschrieben und analysiert werden können.
Marcus Müller

Backmatter

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