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Über dieses Buch

Julia Gimbel legt primär die Normen dar, die in Anlehnung an die Basler Vorgaben im EU-Recht mit Blick auf die Mindestquoten das Risiko der Illiquidität und der Überschuldung zu begrenzen suchen. Zudem führt sie die Maßnahmen auf, die vonseiten der Bankinstitute sinnvoll erscheinen, um diesen regulatorischen Anforderungen zu genügen. Die Autorin arbeitet Handlungsempfehlungen heraus, die die liquiditätsbezogenen Kennzahlen sowie die Höchstverschuldungsquote positiv zu beeinflussen vermögen, wobei sie stets mögliche Interdependenzen zwischen den einzelnen bankenaufsichtsrechtlichen Kennzahlen berücksichtigt und die ökonomischen Auswirkungen beachtet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Mit der US-Immobilienkrise (Subprime-Krise) als Katalysator nahm die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Anfang und fand im September 2008 mit der Insolvenz der US-Investmentbank „Lehmann Brothers“ ihren Höhepunkt. Durch den Zusammenbruch verzeichnete der Interbankenmarkt temporär einen Stillstand. Die Krise bewirkte eine Rezession der Volkswirtschaften und verursachte in der Weltökonomie einen spürbaren Abschwung.

Julia Gimbel

Kapitel 2. Eine effiziente staatliche Wirtschaftsaufsicht über die Kreditinstitute zur Wahrung der gesamtwirtschaftlichen Funktion

Ein stabiles und funktionstüchtiges Bankensystem ist eine fundamentale Voraussetzung für das Funktionieren einer Volkswirtschaft. Daher ist es die Aufgabe der Bankenaufsicht, die Geschäftstätigkeit der Kreditinstitute mit Blick auf die Einhaltung von Vorschriften, die Banken sowohl bei ihrer Gründung als auch bei ihren laufenden Bankgeschäften zu beachten haben, zu überwachen und auf diese Weise das Vertrauen der Kunden zu stärken. Bei den beiden öffentlichen Institutionen, die in der Bundesrepublik Deutschland in diesem Sinne agieren, handelt es sich zum einen um die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und zum anderen um die Deutsche Bundesbank.

Julia Gimbel

Kapitel 3. Die bankenaufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen – Liquiditätsdeckungsanforderungen zur Begrenzung der Übernahme von Liquiditätsrisiken

Der Begriff „Liquidität“ wird unterschiedlich verwendet, je nachdem, ob auf Vermögensobjekte oder auf Wirtschaftssubjekte Bezug genommen wird. In der objektbezogenen Perspektive bezeichnet er die Eigenschaft der Vermögensgegenstände, mehr oder minder schnell in liquide Zahlungsmittel umgetauscht oder für Zahlungszwecke verwendet werden zu können (Geldnähe von Sach- und Finanzaktiva). In Verbindung mit Wirtschaftssubjekten (subjektbezogene Betrachtungsweise) ist unter dem Liquiditätsbegriff die Fähigkeit eines haftenden Rechtssubjekts zu verstehen, den fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit und vereinbarungsgemäß nachzukommen.

Julia Gimbel

Kapitel 4. Die Leverage Ratio (LR) – eine aufsichtsrechtliche Kennziffer zur Überwachung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung

Infolge des Verlaufs der Finanzmarktkrise wurde mit der Umsetzung des Gesetzes zur Stärkung der Finanzmarkt- und der Versicherungsaufsicht (FMVA-StärkG) vom Juli 2009 eine LR in Form der modifizierten bilanziellen Eigenkapitalquote in das deutsche Bankenaufsichtsrecht implementiert. Die im KWG verankerte Kennzahl ermittelt sich nach § 24 Abs. 1 Nr. 16 KWG als die Relation des bilanziellen Eigenkapitals zu der Summe aus der Bilanzsumme, außerbilanziellen Verpflichtungen sowie Wiedereindeckungsaufwand für die Ansprüche aus den außerbilanziellen Geschäften.

Julia Gimbel

Kapitel 5. Zum Gestaltungspotenzial der Bankinstitute bei der Einhaltung der bankenaufsichtsrechtlichen liquiditätsbezogenen Kennziffern „LCR“ und „NSFR“ sowie der Verschuldungsquote gemäß CRR

Definiert ist die kurzfristige Mindestliquiditätsquote gemäß Artikel 412 Abs. 1 Satz 1 CRR i. V. m. Artikel 7–8 DelVO (EU) 2015/61 als der Quotient aus dem Bestand an hochliquiden Vermögenswerten, die strengen Anforderungskriterien genügen, und der Differenz aus den Liquiditätsabflüssen und -zuflüssen eines Kreditinstituts.

Julia Gimbel

Kapitel 6. Fazit

Seit Anfang des Jahres 2014 sind die Bankinstitute unionsweit den Vorschriften des CRD-IV-Pakets unterworfen. Die mangelnde Liquiditätsausstattung der Institute in Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs im Zuge der jüngsten globalen Finanz- und Wirtschaftskrise hat die bankenaufsichtsrechtliche Bedeutung der Risiken der Zahlungsunfähigkeit – also des auf dem Mangel an flüssigen Mitteln beruhenden Unvermögens des Schuldners, seinen bestehenden finanziellen Verpflichtungen termingerecht nachkommen zu können – evident werden lassen.

Julia Gimbel

Backmatter

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