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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Aus dem heutigen gesellschaftlichen Leben und Handeln ist die massenmediale Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Dies gilt nicht nur auf internationaler oder nationaler, sondern auch auf kommunaler Ebene. Auf der nationalen Ebene des politischen Systems ist der einzelne auf die Medienberichterstattung angewiesen — eigene Erfahrungen sind hier kaum möglich. Aber auch auf der lokalen Ebene gilt, „daß die meisten Vorgänge selbst in kleineren Kommunen dem einzelnen Bürger aufgrund eigener Erfahrungen und Wahrnehmungen weitgehend entzogen sind“ (Jarren 1994: 298), so daß man sich auch hier nur teilweise ein eigenes Bild machen kann. Insbesondere für die Information über das politische Geschehen stellen die Massenmedien somit, auch auf der kommunalen Ebene, die wichtigste Informationsquelle dar.
Katja Neller

2. Forschungsstand

Zusammenfassung
Eine Zwischenbilanz des Forschungsstandes im Bereich der Lokalberichterstattung zu ziehen, ist nicht einfach: Die in den Studien verwendeten theoretischen Ansätze sind sehr unterschiedlich und z. T. sehr komplex. Die Fragestellungen werden davon und von den jeweiligen „medienpolitischen Leitbildern“ (wie z.B. der Vorstellung, daß der Prozeß der Pressekonzentration „schädlich“ für die Qualität der Berichterstattung sei) geprägt, die unterschiedlichsten Methoden und Methodenkombinationen werden verwandt, es werden die verschiedensten Indikatoren entwickelt und eingesetzt usw. (vgl. zu dieser Problematik z.B. die Forschungsüberblicke bei Haller/Davatz/ Peters 1995: 3; Jonscher 1991: 98, 1995; Saxer 1980: 34; Wilking 1984; 1990). Daher beschränke ich mich im folgenden auf die Punkte, die für die hier vorliegende Problemstellung wichtig erscheinen.
Katja Neller

3. Begriffsklärung und Hypothesen

Zusammenfassung
Bevor nun Hypothesen für die inhaltsanalytische Überprüfung formuliert werden, möchte ich, aufbauend auf den Ergebnissen des referierten Forschungsstandes, eine Klärung der Begriffe vornehmen, um darzulegen, was im Rahmen dieser Arbeit konkret unter Hofberichterstattung bzw. Negativismus als Merkmal von lokaler politischer Politikberichterstattung zu verstehen ist.
Katja Neller

4. Datengrundlage und Operationalisierung

Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel möchte ich Informationen zur Durchführung und Methode der Inhaltsanalyse und zu den sonstigen verwendeten Datensätzen10 liefern. Außerdem soll die Operationalisierung der in Kapitel 3.2 formulierten Hypothesen vorgestellt werden.
Katja Neller

5. Zur Methodik der Inhaltsanalyse

Zusammenfassung
Im Bereich der empirischen Lokalkommunikationsforschung werden im wesentlichen drei Methoden verwendet: Die (passive) teilnehmende Beobachtung (Ziel: Untersuchung des Kommunikatorverhaltens), Befragung (in unterschiedlichen Formen: standardisierte Interviews, Tiefeninterviews etc.) und die Inhaltsanalyse des „Outputs“, also der Medieninhalte.
Katja Neller

6. Ein kurzer Überblick über die Pressestruktur in Stuttgart

Zusammenfassung
Obwohl in Stuttgart, wie in den meisten anderen deutschen Großstädten, eine jahrelange Pressekonzentration stattgefunden hat (vgl. u. a. Flögel 1971; Biege 1990; Schütz 1993), finden sich hier auch heute noch zwei große Tageszeitungen, zwischen denen redaktionelle Konkurrenz und inhaltliche Unterschiede bestehen: zum einen die „Stuttgarter Zeitung“, zum anderen die „Stuttgarter Nachrichten“. Ergänzt wird das publizistische Angebot noch durch „Bild Stuttgart“ als einziger reiner Straßenverkaufszeitung Stuttgarts. Angesichts der ansonsten vorherrschenden „Normalsituation“ einer einzigen lokalen Tageszeitung (nur in 16 von 100 baden-württembergischen Gemeinden gibt es noch Konkurrenz zwischen mehreren Tageszeitungen, neben Stuttgart beispielsweise in Pforzheim; vgl. Mast/Weigert 1991: 39) kann dies als bemerkenswertes Charakteristikum der Stuttgarter Pressestruktur bezeichnet werden. „Stuttgart ist damit die einzige deutsche Landeshauptstadt, in der noch redaktionelle Konkurrenz zwischen zwei etwa gleich ‘gewichtigen’ Zeitungen mit durchaus unterschiedlicher inhaltlicher Profilierung ausgetragen wird“ (Schütz 1993: 107f.).
Katja Neller

7. Mediennutzung in Stuttgart

Zusammenfassung
Im letzten Teil dieser Arbeit (Kapitel 8) soll u.a. die Frage der Wirkung der Zeitungs-inhalte auf die Leser geprüft werden. Daher möchte ich nun, nachdem die Stuttgarter Pressestruktur im vorigen Kapitel dargestellt wurde, einige Ergebnisse einer 1995 durchgeführten Umfrage zur Mediennutzung in Stuttgart präsentieren (nähere Angaben zu diesem Datensatz siehe Kapitel 4.2.2), urn die Leserschaften der zu untersuchenden Zeitungen zu charakterisieren16. Ich beschränke mich hier auf die Darstellung zen-traler Aspekte; eine ausführliche Analyse der Mediennutzung in Stuttgart bzw. der Leser der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“ findet sich in Brettschneider/Neller 1995 und Brettschneider/Neller 1997.
Katja Neller

8. Ergebnisse

Zusammenfassung
Mit Hilfe einer Inhaltsanalyse sollen die oben formulierten Hypothesen zum Inhalt der lokalen Presseberichterstattung getestet werden. In einem zweiten Schritt erfolgt dann auf der Grundlage dieser Ergebnisse die Prüfung der Videomalaisehypothese auf kommunaler Ebene am Beispiel Stuttgart.
Katja Neller

9. Zusammenfassung, Diskussion und Ausblick

Zusammenfassung
Den lokalen Medien werden auf der Basis eines pluralistischen Demokratieverständnisses bzw. vor dem Hintergrund systemtheoretischer Modelle eine ganze Reihe von Funktionen zugewiesen: Sie sollen am Meinungs- und Willensbildungsprozeß sowie der Herstellung von „Öffentlichkeit“ mitwirken, sollen einen Beitrag zu Integration und Sozialisation der Bevölkerung leisten, Informations-, Interessenartikulations- und Politikvermittlungsfunktionen sowie Politikstrukturierungs- und Kontrollfunktionen erfüllen, die Partizipationschancen auf der kommunalen Ebene fördern und auch noch zur Entwicklung einer „kommunalen Identität“ beitragen.
Katja Neller

Backmatter

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