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06.03.2020 | Metalle | Themenschwerpunkt | Onlineartikel

Der Weg zum grünen Stahl führt über Wasserstoff

Autor:
Thomas Siebel
1 Min. Lesedauer

Auf dem Weg zur CO2-neutralen Industrie kommt der Stahlerzeugung eine besondere Rolle zu – trägt sie laut Branchenverband Worldsteel doch zwischen sieben und neun Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoß bei. Allein in Deutschland entfallen laut Umweltbundesamt zwölf Prozent der industrieweiten CO2-Emissionen auf die Roheisen- und Stahlerzeugung. Entsprechend mehren sich sowohl in der Politik als auch in der Industrie Initiativen, die Emissionen in der Stahlproduktion deutlich zu mindern. Das größte Potenzial liegt dabei im Ersatz von Koks als Reduktionsmittel durch die Direktreduktion mit Wasserstoff. Die Entwicklung hin zum „grünen“ Stahl erfordert entsprechend nicht nur veränderte Prozesse in der Stahlerzeugung, sondern auch eine Infrastruktur für die großindustrielle Herstellung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien. Unser Themenschwerpunkt beleuchtet die Hintergründe zu der anstehenden Transformation.

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