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Über dieses Buch

Museen und Sammlungen stehen heute vor vielfältigen Herausforde­ rungen; das Engagement der öffentlichen Haushalte nimmt ab, neue Finanzierungsquellen im privaten Bereich müssen erschlossen wer­ den. Weltbekannte, häufig privat betriebene Museen im Ausland ver­ markten ihre Bestände im großen Stil und dienen als Beispiel für die Kommerzialisierung von Sammlungen. Besonders verlockend erschei­ nen in diesem Zusammenhang die Möglichkeiten, die die Entwicklung neuer Speicher- und Übermittlungstechniken im digitalen Zeitalter er­ öffnet: Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Samm­ lungsbestände der großen Museen in digitalisierter Form als Daten­ banken dem Massenverkehr auf der Datenautobahn zur Verfügung stehen und jedem Haushalt oder jedem kommerziellen Nutzer zugäng­ lich gemacht werden können. Die Frage ist nicht mehr, ob diese Entwicklung tatsächlich der Be­ stimmung der Museen entspricht; die Frage ist vielmehr, in welchem Umfang Museen und Sammlungen an der wirtschaftlichen Nutzung ihrer Bestände, insbesondere im digitalen Zeitalter, partizipieren, d.h. Erträge erzielen und damit finanzielle Ressourcen für die Unterhal­ tung ihrer Einrichtung gewinnen können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Zusammenfassung
Museen und Sammlungen stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen; das Engagement der öffentlichen Haushalte nimmt ab, neue Finanzierungsquellen im privaten Bereich müssen erschlossen werden. Weltbekannte, häufig privat betriebene Museen im Ausland vermarkten ihre Bestände im großen Stil und dienen als Beispiel für die Kommerzialisierung von Sammlungen. Besonders verlockend erscheinen in diesem Zusammenhang die Möglichkeiten, die die Entwicklung neuer Speicher- und Übermittlungstechniken im digitalen Zeitalter eröffnet: Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Sammlungsbestände der großen Museen in digitalisierter Form als Datenbanken dem Massenverkehr auf der Datenautobahn zur Verfügung stehen und jedem Haushalt oder jedem kommerziellen Nutzer zugänglich gemacht werden können.
Gerhard Pfennig

I. Teil. Die Museen im digitalen Zeitalter

Zusammenfassung
Sammlungen und Museen enthalten Materialien, die unter bestimmten, wissenschaftlich definierten Aspekten geordnet, in Schausammlungen, Archiven oder Magazinen untergebracht sind. Sie werden entweder uneingeschränkt der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht oder nach Bestimmung des Sammlungsverwalters einem mit besonderer Zugangsberechtigung ausgestatteten Personenkreis zur Besichtigung oder Bearbeitung zur Verfügung gestellt. Sammlungsgegenstände existieren in Objektform (z.B. Kunstwerke) und als Aufzeichnungen oder Reproduktionen (Bücher, Fotografien, audiovisuelle Werke, Tonträger). Sie stehen entweder im Eigentum der Sammlung oder außenstehender Dritter, die sie als Leihgaben zur Verfügung gestellt haben. Sammelnde Einrichtungen verwalten darüber hinaus eigene und fremde, zur Wahrnehmung übertragene Rechte urheberrechtlicher und sonstiger Natur.
Gerhard Pfennig

II. Teil. Urheber- und Leistungsschutzrechte

Zusammenfassung
Nach § 1 des Urheberrechtsgesetzes genießen „die Urheber von Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst für ihre Werke Schutz nach Maßgabe dieses Gesetzes“. Im Mittelpunkt des gesetzlichen Schutzes stehen also die Urheberinnen und Urheber als Werkschöpfer in unlösbarer Verbindung zu ihren Werken. Das Urheberrecht als Ganzes ist deshalb nicht von der Persönlichkeit der Schöpfer lösbar und übertragbar; nur einzelne und im Gesetz definierte, wirtschaftliche „Nutzungsrechte“ können Gegenstand des geschäftlichen Verkehrs mit der „Ware“ Urheberrecht sein.
Gerhard Pfennig

III. Teil. Museen und Rechtsnutzung

Zusammenfassung
Der Umgang von Museen mit fremden Rechten erfolgte bisher in einer Situation, in der die Rolle des Museums im wesentlichen dadurch charakterisiert war, daß es als Nutzer fremder Rechte in Erscheinung trat: als Produzent und Zulieferer für Verwendungen im Print- oder Sendebereich, in denen Werke genutzt wurden, deren Rechte entweder bei museumsfremden Personen lagen, nämlich den Urhebern oder ihren Nachlässen, oder gemeinfrei waren. Hinzu kamen Text- und Fotorechte von Museumsmitarbeitern.
Gerhard Pfennig

Backmatter

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