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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

De. Einleitung

Zusammenfassung
Der vorliegende Band enthält sechs teilweise stark überarbeitete Aufsätze, die in der Zeit zwischen der Niederschrift des Buches Theorienstrukturen und Theoriendynamik, Springer-Verlag 1973, im folgenden mit [Theoriendynamik] bezeichnet, und der Monographie The Structuralist View of Theories. A Possible Analogue of the Bourbaki Programme in Physical Science, Springer-Verlag 1979, im folgenden kurz [Strukturalismus] genannt, entstanden sind. In diesen Abhandlungen werden jeweils gewisse Aspekte des strukturalistischen Theorienkonzeptes behandelt. Am stärksten überarbeitet wurden die Aufsätze II, IV, V und VI, die ursprünglich in englischer Sprache erschienen waren. Vier der sechs Arbeiten, nämlich I, III, IV und VI, bilden außrdem erweiterte Fassungen von Vorträgen.
Wolfgang Stegmüller

I. Theoriendynamik und logisches Verständnis

Zusammenfassung
Kuhns Werk über wissenschaftliche Revolutionen stellt die größte existierende Herausforderung an die gegenwärtige Wissenschaftstheorie dar. Sie ist von einigen Philosophen auch alseine solche Herausforderung aufgefaßt worden. Doch scheint bislang eine angemessene Reaktion darauf nicht geglückt zu sein.
Wolfgang Stegmüller

II. Eine ’subjektivistische‘ Variante des Begriffs der physikalischen Theorie

Zusammenfassung
Die angemessendste Form, eine physikalische Theorie darzustellen, besteht darin, sie zu axiomatisieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Wendung “eine Theorie axiomatisieren“ zu deuten. In einer auf P. Suppes zurückgehenden, für wissenschaftstheoretische Zwecke besonders ansprechenden Interpretation wird diese Wendung so verstanden, daß sie gleichbedeutend ist mit “ein mengentheoretisches Prädikat definieren“. Innerhalb präexplikativer Kontexte wird daher im folgenden bisweilen die Rede sein von dem mengentheoretischen Prädikat, welches der fraglichen Theorie entspricht. Die Gruppentheorie wird z.B. durch Einführung des mengentheoretischen Prädikates “ist eine Gruppe“ axiomatisiert; die Quantenmechanik wird axiomatisiert durch Einführung des mengentheoretischen Prädikates “ist eine Quantenmechanik“. Die dabei benützte Mengenlehre setzen wir nicht als formalisiert voraus. Das mengentheoretische Prädikat, welches der Axiomatisierung einer Theorie dient, wird somit stets ein informelles Prädikat sein.
Wolfgang Stegmüller

III. Wissenschaft als Sprachspiel

Zusammenfassung
Ich möchte hier weder eine neue Wittgenstein-Interpretation liefern noch Gedanken Wittgensteins weiterführen. Vielmehr will ich versuchen, einen zentralen Begriff der Wittgensteinschen Philosophie mit etwas scheinbar völlig anderem in Verbindung zu bringen. Der grundlegende Begriff ist der des Sprachspiels und das scheinbar andere ist der Wissenschaftsbetrieb. Ich glaube, daß ein viel engerer Zusammenhang zwischen Sprach- und Wissenschaftsphilosophie besteht als gewöhnlich angenommen wird.
Wolfgang Stegmüller

IV. Akzidenteller Theorienwandel oder Theorienevolution und substantielle Theorienänderung oder Theorienverdrängung. Ein Beitrag zum besseren logischen Verständnis gewisser Phänomene in der Theoriendynamik

Zusammenfassung
Die Wissenschaftsphilosophie, die in diesem Jahrhundert vor allem von den Empiristen in Gang gesetzt und später von ihnen, aber auch durch Vertreter anderer Richtungen weiterentwickelt worden ist, war rein systematisch orientiert. Die zunehmende Zuwendung zur Wissenschafts geschichte und zu den psychologischen und soziologischen Aspekten der wissenschaftlichen Tätigkeit hätte, so wäre zu erwarten gewesen, eine begrüßenswerte Ergänzung zur Wissenschaftslogik bringen und zugleich den Vertretern beider Disziplinen eine Fülle von wechselseitigen fruchtbaren Anregungen liefern sollen.
Wolfgang Stegmüller

V. Ein kombinierter Zugang zum Verständnis der Theoriendynamik

Wie sich historische Interpretationen des Theorienwandels durch Benützung mengentheoretischer Strukturen präzisieren lassen
Zusammenfassung
Ein Ausdruck wie “formale Behandlung“, ja sogar schon eine Wendung wie “systematische Behandlung“, wird heute oft als Bezeichnung für semantische Analysen eines Textes in einer formalen Sprache verwendet. Ich teile bis zu einem gewissen Grade die Auffassung von J.C.C. McKinsey und P. Suppes, daß diese Einstellung ,,für den Mangel an wesentlichen Fortschritten in der Wissenschaftstheorie verantwortlich ist1. Diese Selbstbeschränkung auf Kunstsprachen zwingt nämlich die Philosophen, sich mit fiktiven Beispielen zu begnügen, die in einer Sprache erster Stufe formalisierbar sind, während man Beispiele aus der wirklichen Wissenschaft den Historikern überläßt.
Wolfgang Stegmüller

VI. Die strukturalistische Auffassung von Theorien: Überblick, neueste Entwicklungen und Antworten auf einige Kritiken

Zusammenfassung
Es sind nun über sieben Jahre her, daß Sneed die erste Darstellung des ‘non- statement view’ von Theorien oder, wie es nach einem Vorschlag von Y. Bar- Hillel heute gewöhnlich genannt wird, der Strukturalistischen Auffassung von Theorien gegeben hat. Seither sind einerseits verschiedene Verbesserungen, andererseits aber auch Verallgemeinerungen erzielt worden. Einige davon gehören zur Stufe der allgemeinen Wissenschaftsphilosophie, welche sich u.a. mit der Struktur physikalischer Theorien als solcher befaßt. Andere fallen in das Gebiet der speziellen Wissenschaftsphilosophie, die sich mit bestimmten Theorien sowie mit bestimmten Relationen zwischen ihnen befaßt1. Zwischenzeitlich ist auch vielfache Kritik an dem Programm geübt worden. Soweit in den kritischen Äußerungen brauchbare Verbesserungsvorschläge zu technischen Einzelheiten enthalten waren, wurden diese dankbar übernommen und sollen nicht weiter erörtert werden. Zu einigen interessanten Einwendungen hingegen werde ich hier Stellung nehmen. Doch will ich sie nicht getrennt diskutieren, sondern sie jeweils an geeigneter Stelle im folgenden Überblick zur Sprache bringen.
Wolfgang Stegmüller

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