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Über dieses Buch

Lebenszyklusfonds sind eine der bedeutendsten Finanzinnovationen der letzten Jahre im Hinblick auf die private und betriebliche Altersvorsorge. Bei diesen wird bis zu einem gewissen Zieldatum – in etwa das Renteneintrittsdatum des Anlegers – die Aktienquote und damit das Risiko reduziert. Traditionelle Performancemaße berücksichtigen diese Zielvorgabe nicht und scheitern bei der Performancemessung von Lebenszyklusfonds. Daher entwickelt Manuel Mergens in diesem Buch das auf den Rekursiven Nutzenfunktionen von Epstein-Zin basierende Performancemaß für Lebenszyklusfonds LZM. Dessen Kern ist die zur Risikoreduzierung im Zeitablauf ähnliche Präferenz für frühe Auflösung von Unsicherheit nach Kreps-Porteus. Eine Untersuchung der Performance von europäischen und amerikanischen Lebenszyklusfonds rundet das Werk ab.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Das Zitat beschreibt den Sinn der Lebenszyklusfonds (im Englischen: „life-cycle funds“ oder auch: „target-date funds“) treffend. Wie der Begriff „target date fund“ ausdrückt, gehört zu einem Lebenszyklusfonds ein Zieljahr (oder ein Zieljahrintervall). Dieses steht für den Renteneintrittszeitpunkt des Anlegers − die Anleger werden also in Gruppen anhand dieses Zeitpunktes eingeteilt. Die Fonds übernehmen für die Anleger die Portefeuilleumschichtungen hin zu sicheren Anlagen im Zeitablauf.
Manuel Mergens

Kapitel 2. Lebenszyklusfonds

Viceira (2009, S. 142 f.) beschreibt die Grundidee der Lebenszyklusfonds als altersabhängige Geldanlage. Anleger, deren Renteneintrittszeitpunkt in ferner Zukunft liegt, halten danach eine hohe Aktienquote und sollten diese im Zeitablauf bis zum Renteneintritt reduzieren. Umgesetzt wird dies anhand eines vordefinierten Gleitpfades, der die Umschichtung des Portefeuilles von Aktien zu Anleihen und Cash im Zeitablauf beschreibt.
Manuel Mergens

Kapitel 3. Traditionelle Performancemaße und deren Scheitern

Kapitel 2 endet mit aus der Grundidee der Lebenszyklusfonds abgeleiteten Anforderungen an Performancemaße für Lebenszyklusfonds. Zunächst wird einleitend in dieses Kapitel ein (selektiver) Überblick über die Theorie der Performancemessung gegeben. In den folgenden Abschnitten werden die traditionellen Performancemaße nacheinander vorgestellt und mittels eines geeigneten Beispiels belegt, warum diese nicht den Anforderungen an Performancemaße für Lebenszyklusfonds genügen.
Manuel Mergens

Kapitel 4. Rekursive Nutzenfunktionen

Im letzten Kapitel wurde festgestellt, dass sich die klassischen Performancemaße nicht zur Performancemessung von Lebenszyklusfonds eignen. Mittels der Nutzenfunktionen, die in diesem Kapitel vorgestellt werden, wird in Kapitel 5 ein Performancemaß entwickelt, das Abhilfe schafft. Kapitel 4 setzt vertiefte mathematische Kenntnisse voraus.
Manuel Mergens

Kapitel 5. Performancemessung von Lebenszyklusfonds

In Kapitel 3 wurde gezeigt, dass die traditionellen Performancemaße bei der Performancemessung von Lebenszyklusfonds scheitern. In Abschnitt 5.1 wird gezeigt, dass dies ebenfalls für das Manipulationssichere Performancemaß (im Folgenden: MPPM) von Goetzmann et al. (2007) und mit diesem verwandte, manipulationssichere Maße, die auf dem Erwartungsnutzenkonzept bzw. den zeit- und zustandsseparablen Nutzenfunktionen angewandt auf Renditezeitreihen basieren, gilt. Die Klasse dieser Performancemaße wird im Folgenden als Statische Performancemaße (SPM) bezeichnet, da diese Maße eine statische, einperiodige Betrachtungsweise implizieren. Abbildung 5.1 stellt die hier genannten Klassen an Performancemaßen dar.
Manuel Mergens

Kapitel 6. Performance von Lebenszyklusfonds

Im letzten Kapitel wurden aufbauend auf den rekursiven Nutzenfunktionen aus Kapitel 4 die (manipulationssicheren) Statischen Performancemaße (abgeleitet von Goetzmann et al. (2007)) zu den Performancemaßen LZMMRAR und LZM für Lebenszyklusfonds erweitert. Diese erfüllen die Eigenschaft der Präferenz für frühe Auflösung von Unsicherheit nach Kreps und Porteus (1978), die ausführlich in Kapitel 4 vorgestellt wurde. Die beiden Maße unterscheiden sich darin, dass bei LZM Bruttorenditen und bei LZMMRAR relative Überrenditen über der risikolosen Verzinsung ausgewertet werden. Außerdem wurden mögliche Benchmarks aus den Lebenszyklusmodellen von Merton (1969) und Campbell et al. (2001) bzw. Erweiterungen davon hergeleitet.
Manuel Mergens

Kapitel 7. Zusammenfassung

Das Ziel dieser Arbeit war die Entwicklung eines Performancemaßes, das in der Lage ist, Lebenszyklusfonds angemessen zu bewerten. Dabei wurden zunächst die beiden Fragen, was Lebenszyklusfonds sind und was in diesem Kontext „angemessen“ heißt, beantwortet. Es wurde die Fondsgattung „Lebenszyklusfonds“ vorgestellt: Die Aufgabe der Lebenszyklusfonds ist es, für die Anleger das Risiko im Hinblick auf die Rente mit steigendem Alter zu reduzieren. Die ersten amerikanischen Lebenszyklusfonds wurden erst Anfang der 1990er Jahre und die ersten deutschen Lebenszyklusfonds erst Anfang der 2000er Jahre aufgelegt.
Manuel Mergens

Backmatter

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