Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Sowohl in der Theorie als auch in der Unternehmungspraxis wird eine kontroverse Diskussion über die Bedeutung von Timing-Strategien in der Internet-Ökonomie geführt. Nachdem Ende der 90er Jahre die Vorteilhaftigkeit eines frühen Markteintritts und damit die Wirkung von Pionier-Vorteilen proklamiert wurden, widersprachen die ab dem Jahr 2000 auftretenden Probleme in Internet-Unternehmungen dieser Ansicht. Aufgrund offensichtlicher Pionier-Nachteile stellt sich die Frage, ob vorsichtiges Abwarten und Lernen aus den Fehlern des Pioniers die aussichtsreichere Markteintrittsstrategie in neuen Märkten darstellen kann.
Die Dissertation von Stephanie Busch greift diese Fragestellung auf und verfolgt dabei zwei Ziele. Zum einen soll der bisher unzureichende Erkenntnisstand zu Pionier-Vorteilen in der wissenschaftlichen Diskussion erweitert werden. Das zweite Ziel der Arbeit besteht in der empirischen Überprüfung von Pionier-Vorteile mit Hilfe qualitativer Fallstudienuntersuchungen von sechs deutschen Start-up-Unternehmungen in der Internet-Ökonomie.
Das Buch wendet sich an Dozenten und Studenten der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten strategisches Management und e-Business sowie an interessierte Führungskräfte von Internetunternehmen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

Seit Mitte der 90er Jahre wird die globale wirtschaftliche Entwicklung zunehmend von der Internet-Technologie geprägt. Diese ursprünglich für militärische Zwecke entwickelte Technologie ermöglichte die weltweite, digitale Vernetzung von Informations- und Kommunikationssystemen. Obwohl das Internet genau genommen lediglich eine technologische Erfindung darstellte, war es aufgrund seiner unerwartet hohen Diffusionsgeschwindigkeit in der Lage, weitreichende ökonomische Veränderungen zu bewirken.
Stephanie Busch

Kapitel 2. Grundlagen

Die Diskussion möglicher Eintrittsentscheidungen begann in den 70er Jahren für etablierte Großunternehmungen aufgrund des zunehmenden Verdrängungswettbewerbs in vielen Märkten. Unternehmungen sahen sich durch die steigende Globalisierung des konsumtiven und investiven Güterangebots sowie das Stagnieren der Ertragsquellen in den angestammten Märkten gezwungen, systematisch neue Absatzmärkte zu erschließen, um den langfristigen Unternehmungserfolg zu sichern. Diese Tendenz schlug sich auch in der relevanten Strategie- bzw. Marketingliteratur nieder.
Stephanie Busch

Kapitel 3. Forschungsstand

Das vorliegende Kapitel soll einen Überblick über den empirischen und theoretischen Forschungsstand der First-Mover-Diskussion vermitteln. Wie bereits im Kapitel zwei gezeigt wurde, basieren Pionier-Vorteile auf bestimmten Mechanismen. Viele dieser Mechanismen weisen auf die Wirkung von Markteintrittsbarrieren hin.
Stephanie Busch

Kapitel 4. Untersuchungshintergrund

In den letzten Jahren ist die Zahl der Veröffentlichungen, die sich mit der Geschichte des Internets, dem Phänomen der New Economy und seinen Auswirkungen auf gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Prozesse beschäftigt hat, stark angestiegen. In diesem Kapitel soll keine umfassende Darstellung aller Elemente der InternetÖkonomie oder des Electronic Commerce (E-Commerce) folgen. Vielmehr werden nach einem kurzen Überblick über die Entwicklungen der Internet-Revolution und einer anschließenden Definition der wichtigsten Begriffe der Internet-Ökonomie die für Internet-Startups relevanten Faktoren des Marktumfelds vorgestellt.
Stephanie Busch

Kapitel 5. Methodik der empirischen Untersuchung

Die bisherigen Ausführungen dienten dazu, den Erfolg von Pionier-Unternehmungen in der Internet-Ökonomie als Ergebnis des Zusammenwirkens unterschiedlicher Faktoren des marktbasierten und des ressourcenbasierten Ansatzes aufzuzeigen. Auf diese Weise konnte ein theoretischer Rahmen zur Erklärung bestimmter Merkmale von First-Mover-Advantages erstellt werden. Ziel der nun folgenden Untersuchung ist es, die erarbeiteten Merkmale einer empirischen Prüfung zu unterziehen, um so einen validen Beitrag zur Erklärung des Pionier-Erfolges bzw. -misserfolges leisten zu können.
Stephanie Busch

Kapitel 6. Ergebnisse der empirischen Untersuchung

Aufgabe des sechsten Kapitels ist die Präsentation der Ergebnisse der empirischen Untersuchung. Dazu gliedert sich das Kapitel in zwei Teile: Im ersten Teil werden die aus den einzelnen Fällen bzw. Fallpaaren (Single-Case-Analysis) gewonnenen Erkenntnisse detailliert dargestellt, um dem Leser einen generellen Überblick über die Fakten und Besonderheiten eines jeden untersuchten Fallpaares zu vermitteln. Der zweite Teil dient der Wiedergabe der Ergebnisse aus Vergleichen zwischen den einzelnen Fällen (Cross-Case-Analysen).
Stephanie Busch

Kapitel 7. Diskussion und Implikationen

Die vorliegende Untersuchung verfolgt mehrere Ziele. Zum einen sollte der bislang unzureichenden wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu Pionier-Strategien in der Internet-Ökonomie erweitert werden. Dazu erfolgt in diesem Kapitel zunächst eine Verdichtung der Ergebnisse aus Kapitel sechs und ein Abgleich mit den in Kapitel vier hergeleiteten vermuteten Wirkungszusammenhängen. Mit Hilfe dieses Vergleichs lassen sich Aussagen über die Wirkung bestimmter Pionier-Mechanismen in der Internet-Ökonomie treffen.
Stephanie Busch

Kapitel 8. Zusammenfassung und Ausblick

Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit war die in Theorie und Praxis geführte Kontrover se Diskussion über die Bedeutung von Timing-Strategien in der Internet-Ökonomie. Nachdem Ende der 90er Jahre zu Beginn der Internet-Begeisterung in Deutschland Beobachtungen darauf hindeuteten, dass die Vorteilhaftigkeit von Pionier-Strategien in diesem Bereich generell als erwiesen gelten könne, da vor allem Pionier-Startups eines Marktsegments hohe Wachstumsraten aufwiesen, änderte sich diese Meinung mit den Kursrückgängen der Technologie-Unternehmungen an den internationalen Börsen. Als Ende des Jahres 2001 in vielen Marktsegmenten Startups Insolvenz anmelden mussten oder von Großunternehmungen der Old Economy zu günstigen Konditionen aufgekauft wurden, ging man dazu über, First-Mover-Advantages für Internet-Startups übereilt als „Mythos“ zu bezeichnen.
Stephanie Busch

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Wieviel digitale Transformation steckt im Informationsmanagement? Zum Zusammenspiel eines etablierten und eines neuen Managementkonzepts

Das Management des Digitalisierungsprozesses ist eine drängende Herausforderung für fast jedes Unternehmen. Ausgehend von drei aufeinander aufbauenden empirischen Untersuchungen lesen Sie hier, welche generellen Themenfelder und konkreten Aufgaben sich dem Management im Rahmen dieses Prozesses stellen. Erfahren Sie hier, warum das Management der digitalen Transformation als separates Konzept zum Informationsmanagement zu betrachten
und so auch organisatorisch separiert zu implementieren ist. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise